Ein Herz für diese Welt

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Wir befinden uns im Osten. Doch dieses Osten liegt westlich der ursprünglich westlichen Exklave. Im Land der Mandys und Kevins. Woher stammt dieser Wunsch, seinen Namen zu verwewigen, noch vor dem eigenen Tod? Grafitti ist es ja offenbar nicht. Und eine Art Gipfelkreuz ist es ebenfalls nicht. Baumverletzungen sind dabei die dialektisch erstaunlichsten Varianten. Sie sind so einfach nicht zu verändern, sie wachsen mit, sie machen sehr viel mehr Arbeit. Sie sind für eine…

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Heute Reinhard wieder

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Von Jahr zu Jahr schöner, dass du Geburtstag hast. Weiß man ja auch nicht immer so genau, zumal nicht, wo du gerade bist. Müssen mal wieder zusammen Fischessen eigentlich. Ist irgendwie alles anders geworden. In der Revolution Gemeinsamkeit, dann aber wieder: Jeder kommt doch aus der reaktionären Gesellschaft, ist davon gefärbt. egoistische Beweggründe, Machtstreben, Konkurrenz, Jahrhunderte von Erziehung immer noch im Wege - Die Revolution möglich, ein Aufblühen der Besten im Land, dann ein…

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Ist Google erst mal weg

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merkt man es sofort. Die Blogwelt heult da teilweise auf und die Techwelt sowieso. Wenn nebenan jemand wegstirbt und vorsichhinmodert, merkt mancher es nach Tagen erst. Nichts neues, war immer schon so. Wie sangen die Puhdys einstens: Wenn ein Mensch lange Zeit lebt ... Es ist ja nicht weiter schlimm und auch kein Grund zum Bejammern der Zustände, es ist einfach nur die angemessene Reaktion. Eigentlich muss man sich darüber nicht wundern oder staunen.…

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Neue Worte und Gegenstände

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Wenn man den ganzen Tag bei der Arbeit Radio hört, beginnt man mitunter, vieles mißzuverstehen oder mißzulesen. Heute unter anderem: Musikverschwörungszentrum Daily Terrorgraph Wäre zu ergänzen.

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Mördermäßig

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Aus einem Shop-Newsletter: +++ NEU: Megastarke Popsongs 5 - Für Blockflöte +++ Sssuuuuupppeeeeeerrr!

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Smoke Dreams

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Watching smoke rise,cloud in my eyes I see your face, forming out of the blue Sad and lonely all on my own With smoke dreams of you In reverie, sweet memory Takes me again to the days that we knew We were happy, now I’m alone With smoke dreams of you In the twilight gloom, of my silent room I light a cigarette, First the glow is warm and the ashes fall Just like…

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Chili-Sauce als Messinstrument

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Auf solche Ideen muss man erst einmal kommen. Der aktuelle Polizei-Newsletter berichtet von eine Untersuchung von Wissenschaftler an der Ludiwg-Maximilians-Universität München zum Thema “Musik und Aggressionen”. Fischer, P., Greitemeyer, T. (2006), Music and Aggression: The Impact of Sexual-Aggressive Song Lyrics on Aggression-Related Thoughts, Emotions, and Behavior Toward the Same and the Opposite Sex, in: Personality and Social Bulletin 32 (9), 1165-1176. Dabei spielte man männlichen und weiblichen Probanden jeweils geschlechtszugeordnet männer- bzw. frauenfeindliche Musik vor. Welche Musik genau gewählt wurde, wie sich die Gruppe der Versuchspersonen zusammensetzte, geht aus der Mitteilung leider nicht hervor.

Nach entsprechendem Musikkonsum erhöhten sowohl Männer als auch Frauen die Dosis scharfer Chili-Sauce, die sie dem anderen Geschlecht verabreichen sollten; ihren Geschlechtsgenossen gegenüber erhöhten sie die Dosis nicht. Polizei-Newsletter 106, März 2008.

Welche psychologischen Prozesse hinter diesem Verhalten liegen, beantworteten die Wissenschaftler nach dem Bericht aus dem Polizei-Newsletter so:

Männliche Probanden assoziieren demnach nach dem Konsum frauenfeindlicher Liedtexte mehr negative Eigenschaften mit dem weiblichen Geschlecht und empfanden Frauen gegenüber stärkere Rachegefühle. Auf die gleiche Weise stellen sich die Assoziationen bei weibliche Probanden gegenüber Männern dar. A. a. O.

Die Sache ist an sich vielleicht gar nicht so neu. Zahlreiche Experimente aus der Sozialpsychologie haben in anderen Versuchen ähnliche Ergebnisse zutage gefördert; am bekanntesten vielleicht im Experiment von Milgram. Stanley Milgram, Das Milgram-Experiment, zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität, Reinbek 2004. Dass mit Musik ähnliche Reaktionen hervorgerufen werden können, wäre meine Intepretation bei aller Unkenntnis der Studie im Detail. Genauer zu spezifizieren wäre ferner der Einfluss der Musik im Zusammenhang mit den gehörten Texten. Sind es nur die Texte, die zu diesen Reaktionen geführt haben? Oder gibt es da auch noch einen speziellen Zusammenhang zur Musik selbst?

Interessant wäre es, zu wissen, ob die genannte Reaktion durchgängig und prinzipiell war, bzw. wo genau vielleicht auch Abweichungen stattgefunden haben. Auch wäre es interessant zu wissen, ob Männer beim Hören männerfeindlichen und/oder frauenfeindlichen Texten unterschiedlich reagiert haben.

Man könnte natürlich den Artikel selbst laden. Aber da schließt sich der Kreis zum vorhergehenden Text über das Urheberrecht. Bei der entsprechenden Institution gibt es die Möglichkeit den Text, anzusehen. Teuer und restriktiv:

You may access this article (from the computer you are currently using) for 1 day for US$25.00. (Quelle)

Für einen Tag für 25 US$? Das ist ganz schön happig für elf Seiten Text.
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Kalenderblatt März 2008

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Der Bevölkerung

Man schaut nächtens hinunter wie in ein Grab. Welchen Eindruck soll das hinterlassen bei all jenen, die den Bundestag im Reichstagsgebäude besuchen.
Damals gab es eine hitzige Diskussion um dieses Kunstwerk, ein Fraktionszwang wurde aufgehoben, angeblich sei die Debatte eine auf höchstem Niveau gewesen.
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Urheberrecht aktuell

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Zeit für eine, mir vom Gesetzgeber aufgenötigte ad-hoc-Meldung, nach dem Gesetz für die Entfaltung von Wissen und Information, das noch nicht existiert.

Soeben hat das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft mitgeteilt, dass mit Inkrafttreten des 2. Korbes des Urheberrechts einige nicht wünschenswerte Entwicklungen eingesetzt haben. “Wissenschaft off-line — erste negative Auswirkungen der Urheberrechtsnovelle” heißt die Pressemitteilung, die die Auswirkungen auf die elektronische Dokumentenlieferung dokumentiert. Dabei spielen Verlage nach dieser Auffassung keine besonders rühmliche Rolle. Man redet von Kenbelverträgen.

Zugleich ist hinzuweisen, dass seit heute ein neues Buch von Rainer Kuhlen “Erfolgreiches Scheitern – eine Götterdämmerung des Urheberrechts” zum Download und natürlich zum Kauf bereitsteht. Um eine Spende an das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft wird gebeten. Das Werk liegt seit heute offenbar zugänglich vor und umfasst über 600 Seiten. Selbstverständlich habe ich noch keine Zeit finden können, es zu studieren. Die satirische Einleitung jedenfalls macht Lust auf mehr. Kuhlens Optimismus bei aller Skepsis:

Es – das Urheberrecht – könnte aber auch ganz anders aussehen: Leitvorstellungen für das Urheberrecht sollten wissensökologische Prinzipien wie Entwicklung und Nachhaltigkeit sein, nicht Verwertung und Verknappung. Das wird auch in der gegenwärtigen Debatte um die Neuausrichtung der World Intellectual Property Organisation (WIPO), der UN-Organisation für das geistige Eigentum, gefordert (WIPO 2004). Damit könnte ein Urheberrecht entstehen, das sich auf sein grundlegendes Prinzip besinnt, nämlich von den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft an Wissen und Information (auch zukünftiger Generationen) auszugehen und die kommerzielle Verwertung im Grund nur als die unter besonderen Bedingungen gestattete Ausnahme zu sehen. Rainer Kuhlen, Erfolgreiches Scheitern – eine Götterdämmerung des Urheberrechts, Boizenburg 2008, S. 22 – zitiert nach dem PDF.

Kuhlen, nach eigenen Aussagen selbst erst seit etwa drei Jahren mit dem Thema und seiner juristischen Komponente befasst, dürfte damit einen äußerst dicken Diskussionbeitrag zum Thema geschaffen haben.
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Vernebelungsdiskurse

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Im vorhergehenden Eintrag habe ich Walter Benjamin aus seiner "Einbahnstraße" zitiert. "Armut schändet nicht", die hohle Floskel, die von oben herab das Leben zur Erträglichkeit verschönt. Benjamins Text geht aber weiter. Und er berührt darin noch deutlicher die Gegenwart, als es zunächst schien. Aber nie darf einer seinen Frieden mit der Armut schließen, wenn sie wie ein riesiger Schatten über sein Volk und sein Haus fällt. Dann soll er die Sinne wachhalten für jede…

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