Zahlen

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

"1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10" Wenn man einen Kalender nicht zu lesen versteht, ist man schon wieder einmal selten bekloppt. Passt gerade. Ein Volltrottel vor dem Herrn. Mein ausgedorrtes Herz Will ferner mehr kein Trost befeuchten, Und ich muss mich vor dem verstecken, Vor dem die Engel selbst ihr Angesicht verdecken.  

WeiterlesenZahlen

Die neue Harmlosigkeit

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Durch Zufall einen Blick in einer der 70er-Jahre-Shows gemacht. Hape Kerkeling mit Kinderschampoo und dem passenden Song dazu. Im Studio die Schrowange und zwei Prinzen. Alte Zeugnisse werden hervorgekramt. Eine Damals-Sendung. Nun stelle man sich das mal vor, gespielt in den 70er Jahren, eine 40er-Jahre-Sendung. Zu Gast jemand wie Filbinger oder der musikalische Leiter des "Blauen Bocks", Franz Grothe. Der hätte dann gesagt, so wie man es in einer Jubilierung zu seinem 90. Geburtstag…

WeiterlesenDie neue Harmlosigkeit

Noping

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Und jetzt das noch. Die Tour de France nicht mal mehr im Fernsehen, wozu habe ich mir denn meinen Jahresurlaub in diese Zeit gelegt. Herrlich. Und nu? Meine Meinung zum Doping: Alles Käse. An sich finde ich das vor allem unsportlich. Und das ist dann eben auch nicht anders als im "richtigen" Leben. Und schaltet das vielleicht einer ab? Wenn einer sagen würde: Hallo, Katipalismus sei auch Doping für die Gesellschaft, deswegen redete man…

WeiterlesenNoping

Merksätze

  • Lesedauer:8 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

So bei Don Alphonso heute: „Der 16. Juli – den Tag sollten sich Journalisten merken“. Warum? Weil die SAT1 einen Teil seiner Belegschaft gefeuert haben soll. Oder wird. Jedenfalls meint das mit Link die Sueddeutsche wohl. Das mag alles sein, es mag dies alles kommen. Die Medien-Branche ist kein Zuckerschlecken. Das war sie früher auch nicht. Der Abbau von Kulturredaktionen zugunsten von Informationen aus Nachrichtendiensten ist nichts neues. Outsourcing hat sich durchgesetzt. Weltuntergang, muss man sich den Tag merken? Die Donbeklatscher sind unterwegs. Holz ist tot. Angst geht um. Das Ende naht. Journalismus adé.

Die Fürchterlichkeit der Diagnose korrespondiert mit seiner Aufgebrachtheit der Darstellung. Alles nicht so schlimm, wenn man es nicht so bedauerlich finden müsste, dass die dort verwendete Form des Begriff „Journalist“ nur einfach nicht eine zeitgemäße ist. Das hämische Nebenkirchern in den Kommentaren ist auch typisch. Blogkommentatoren kann man schlecht feuern, selbst wenn sie das Kommentieren wohl zur Profession erhoben haben könnten.

Das bringt mich gleich zu F!Xmbr. Da schreibt einer der zwei Autoren dieses aufgeklärten Blogs kritische Kritik zu einer Grundgesetzverschickungsidee mit Ziel Wolfgang Schäuble. Daran ist nichts auszusetzen. Manches daran ist bedenkenswert. Aber der Ton ist ganz merkwürdig jakobinisch. Vor allem in Bezug auf einen Kommentar eines Marko, den einer der zweien einen Blödsinnkommentar nennt. Man muss die Logik der Fortsetzung des Arguments da nicht begreifen wollen. Es wäre wohl auch nicht zu schaffen. Vielleicht doch, vom anderen. Egal. Es wird argumentiert:

Wolfgang Schäuble hat wohl mehr politische Bildung als jeder einzelne Blogger, den es in Deutschland gibt – den Autor dieser Zeilen eingeschlossen.

Unser Innenminister dürfte also auch das Grundgesetz in seiner Gesamtheit besser kennen, als der profane deutsche Blogger. [Quelle]

Diese Gewissheit und dieses Vertrauen in Politiker möchte man gerne haben. Unabhängig davon ist ein Blick in das Grundgesetz der BRD immer wieder ganz ratsam, denn es wird ja permanent verändert. Es ist gerade ein Jahr her, dass dies massiv passiert ist. Satzzeichen? Ne, Föderalismusreform etc. pp.

Und zum anderen: Nein, auch die Kenntnis schützt ja nicht vor Unkenntnis. Gelegentlich wird die ja sogar offensiv zum Einsatz gebracht. Es gibt fast kaum noch ein Gesetz, welches nicht irgendwie und irgendwann zur Prüfung vor die Verfassungsrichter gebracht wird. Kleiner und großer Lauschangriff mal als Beispiel. Das dauert und dauert — und nebenbei werden Fakten gesetzt. Die DDR hatte ja sogar eine Verfassung. Doch die hat auch niemandem so richtig helfen können, wenn es drauf ankam. Die Kenntnis der Gesetze ist Vorausetzung für deren Beachtung und auch das Grundgesetz der BRD ist natürlich nicht eine Tafel der Ewigkeit. Aber auch der Bevölkerung schadet die Kenntnis dieser Texte nicht. Darum soll man das sich gerne bestellen und weiterreichen. Auch an jene, denen das Grundgesetz eigentlich eher mal gerne im Weg ist. Denn das Grundgesetz wird gerne unmittelbar in der Nachbarschaft getreten, da hilft auch nicht der Hinweis auf das eigene Wohnzimmer. Das ist zwar besonders als Privatraum grundgesetzlich geschützt (Art. 13 – My Blog Is My Castle), jedenfalls einstweilen, dennoch kann man auch da nicht alles machen, was man will. Bzw. machen kann man es schon, nur ist das auch nicht immer erlaubt.

Denn eigentlich, im Zentrum des Grundgesetzes stehen die Grundrechte (Art. 1-19). In Art. 19(2) steht „In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.“ Für einen Nichtjuristen ist das ja fast Lyrik aus dem letzten Jahrhundert. Der „Wesensgehalt“, das hat sowas ontologisches. Spaß beiseite, aber genau darum geht es. Die Entwicklungen der Vergangenheit zielen darauf ab, diesen Wesensgehalt zu verändern. Und wenn die Stimmung stimmt (selbst wenn sie eben nicht stimmt), passiert es dann. Dann wird das Asylrecht geändert wie in den 90er Jahren (1993). Sicherlich eine der letzten ganz großen Änderungen Aber zu denken ist interessanterweise eben auch an 1968 (!) und die Einführung von Art. 10(2). Kein Zufall, auch damals große Koalition. Das Schlimme ist: Das steht da drin, ich hätte es gerne raus! Sehr aufschlussreich diese Sammlung dazu.

Natürlich bewahrt einen das Lesen des Grundgesetzes nicht vor Änderungen. Aber was soll man denn auch groß anders machen. Mit Bekannten drüber reden? Tolle Empfehlung. Politik, das sieht man bei F!Xbmr richtig, wird gemacht durch Gesetze. Das politische Klima, das kann man ein wenig beeinflussen durch Nachbarschaftdiskussionen. Und wenn der Herr Schäuble wenigstens mein Nachbar wäre. Ist er aber nicht.

Und darum muss das ein aufgeklärtes politisches Klima an die Politik zurückgebunden werden. Da ist ein Knicks vor dem Innenminister in einem Blog vielleicht dann auch nicht das Mittel der Wahl. Auch in bester Kenntnis kann man gezielt von innen heraus, ja geradezu subversiv, gegen geltende Bestimmungen anzugehen probieren. Es fehlt da eigentlich nur noch ein gescheiter Anlaß. Dann stimmt auch die Stimmung wieder. Und im übrigen kann man sich auch der Löcher bedienen, die selbst die Grundrechte mittlerweile enthalten. Siehe hier die Veränderungen seit 1949.
(mehr …)

WeiterlesenMerksätze

Auf allen sechsen

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

FliegeJetzt aber geht es wieder langsam an. Nase ist noch stopfig. Der Berliner Gazette musste ich leider absagen. Umso mehr muss ich mich wohl ins Zeug legen. Und das dann bei so unhufnerschem Wetter. Entweder zu kalt/nass oder zu heiß/nass. Da brutzelt nicht nur einer in seiner Kränklichkeit, da brutzeln alle irgendwie. Den F!Xmbrn könnte ich auch mal wieder was sagen. Wegen Schäuble etc. und einem etwas ungewöhnlichen Angepisstseins von wegen Widerspruchs in der Sache.
(mehr …)

WeiterlesenAuf allen sechsen

Herzlichkeit ist eine Zier

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

— „Komm, leg dich wieder ins Bett, du bist krank“, sagt F. als ich in der Küche stand und wischte und räumte. — „Ja glaubst du, die Küche räumt sich von selbst auf?“ — „Stimmt auch wieder“, und verschwand.

WeiterlesenHerzlichkeit ist eine Zier

Simpli the best – sexy time

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

WerbungMorgen feiert die Berliner Gazette ihren achten Geburtstag mit allerlei Gästen und so Zeug. Ich darf, soll, kann dabei sein. Sogar einen Text vortragen. Muss ich noch üben gehen. Ich bin in so Berliner Leben in Mitte und Prenzlauer Berg ja absolut unbeleckt. Die Gegend ist mir ferne und auch fremd. Angeblich soll dort das Leben ja pulsen und was abgehen. Kunst und Leben, Leben und Kunst. Das ist hier im Dorf ja so etwas ganz anderes. Unbunter. Uncooler. Aber sehr berlinerisch auf seine eigene Art und Weise. Also morgen ins Getümmel dieser Berliner Jung-Lümmel.
(mehr …)

WeiterlesenSimpli the best – sexy time