Pierre Schaeffer: L‘Œivre musicale

Pierre Schaeffer ist ein Pionier in der Musik des 20. Jahrhunderts gewesen. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg begründete er – später mit Pierre Henry – den Club d‘Essai innerhalb des…

Kommentare deaktiviert für Pierre Schaeffer: L‘Œivre musicale

Erneuter Sieg der STASI nach ihrer Abschaffung

Ich weiß nicht, ob Wallraff mit der Staatssicherheit der DDR wissentlich kooperiert hat. Persönlich glaube ich nicht daran. Aber darum geht es jetzt nicht. Was soeben im Grünen Salon des…

Kommentare deaktiviert für Erneuter Sieg der STASI nach ihrer Abschaffung

Lakonisch: Forum | InternetCouch | Bayerischer Rundfunk

Unter Forum | InternetCouch | Bayerischer Rundfunk findet sich folgender Eintrag "Wird das Internet die Menschen voneinander entfremden oder wird es sie zusammenführen?"

Ja, das Internet führt die Menschen durchaus zusammen. Zum Beispiel hat es meinen Mann und seine jetzige Freundin zusammengeführt. Meine Ehe wurde nach 20 jahren geschieden.”

Sicher hätte das auch unter anderen Umständen passieren können, aber der lakonische Tonfall der Autorin zeugt auch von großem Leid, das man nur dadurch zu ertragen sich in der Lage zeigt, indem man sich dem Ärger stellt und ästhetisch lyrisch mildert. Wenn man etwas nur dagegen setzen könnte, dann schiene dies, jede Kommunikation in jeder Form zu verbieten. Das Internet fungiert doch nur als eine Form unter anderen. Doch das wäre offensichtlich falsch.

Hier zeigt sich das Problem, wie es die Gegenwart allen Phänomenen überzustüpeln versucht. Warum verlässt jemand jemand anderen: Wegen des Internets? Nein, wegen jemand. Das Medium ist doch unterschiedslos egal über das dies vermittelt wird.

Die Medien an sich jedoch vermitteln jene Macht, die sie auszuüben trachten als die ihre. Aber es sind nur Phänomene, die gleichfalls gut geeigent sind, die eigene (die der Medien wie die eigene) Verlogenheit zu kaschieren. Damit sind die Medien perfekte Vollstrecker einer Gesellschaft von Menschen, die kein Menschen mehr sind.

Die Couchfrage benutzt interessanterweise einen Terminus wie er durch den mittleren Lukács und Marx (in seinen philosophischen Fragmenten) hervorgebracht und diskutiert werden. “Entfremdung” ist Folge, Ursache und Resultat in einem. Der Begriff könnte alles in einem Aufwasch erklären und würde im nächsten Schritt den Explikationscharakter nivellieren. Aber das ist ein anderes Thema. >>> Vielleicht ein ander mal …
(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Lakonisch: Forum | InternetCouch | Bayerischer Rundfunk

taktlos 69 – Genie ist Scharlatan

Musik: Beethoven, Streichquartett cis-moll, erster Satz Sprecher: Dar Bereich der großen Kunst-Musik ist ein heiliger Bezirk. Komponisten gelingt es durch das faszinierende Kombinieren von Tönen Werke höchster Kunstfertigkeit herzustellen.Musik: Beethoven,…

Kommentare deaktiviert für taktlos 69 – Genie ist Scharlatan

bittová / václavek: bílé inferno

Eine Doppel-CD von 1997. Iva Bittova gehört zu den ganz überragenden Musikern aus Tschechien. Ob als Sologeigerin mit ihrem ganzen Körper und ihrer Stimme, ob in alten Aufnahmen mit der…

Kommentare deaktiviert für bittová / václavek: bílé inferno

Was ist Kreativität? – Aufstieg eines Begriffs

Auf dem Plan stehen zahllose psychologische Helfer, den den Prozess der Kreativität in der Form des bloßen Problemlösens (von welchen Problemen auch immer) sehen und entsprechende Techniken der Lebensbewältigung anbieten, die man, so gut es geht, zu formalisieren weiß. Der Bildungsforscher Hartmut von Hentig sieht im Begriff der Kreativität und seiner Verwendung ein ‘Heilswort’ der gegenwärtigen Epoche: "Es steckt noch voller Versprechungen. Jeder weiß es zu nutzen, keiner mag es entbehren, keiner kritisiert es. Es ist gleichermaßen beliebt bei Technikern und Umweltschützern, Wirtschaftsführern und Pädagogen, den schwarzen, roten, grünen und blaugelben Parteien" (Hentig, S. 10).
(mehr …)

4 Kommentare

Musik hat eine große Zukunft – keine?

Das jedenfalls meinte Gerd Gebhardt auf der vergangenen Internationalen Funkaustellung. In einer KeyNote versuchte er das auch zu begründen. Wenn man seine Ausführungen ernst nehmen möchte - und dies muss…

Kommentare deaktiviert für Musik hat eine große Zukunft – keine?

Musik hat eine große Zukunft – keine?

Das jedenfalls meinte Gerd Gebhardt auf der vergangenen Internationalen Funkaustellung. In einer KeyNote versuchte er das auch zu begründen. Wenn man seine Ausführungen ernst nehmen möchte – und dies muss man wohl auch, denn er ist Vorsitzender eines großen Verbandes – dann steht eine vollkommene Austauschaktion bevor. Gebhardt sagt:

Musik hat auch weiterhin eine große Zukunft. Diese Zukunft ist aber davon abhängig, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Musik ist attraktiver als je zuvor, aber die Verwertung ist schwieriger geworden. Heute, wo immer mehr Musik gehört, aber immer weniger gekauft wird, brauchen wir effektive Schutzsysteme, einen wirksamen Rechtsrahmen und vollkompatible Abspielgeräte. Hierfür brauchen wir eine enge Abstimmung mit den Geräteherstellern.

Vollkompatible Geräte, das können nur Abspielgeräte sein, die an neue Schutzsysteme angepasst sind. Es ist doch klar, worauf das hinausläuft: Neue Geräte können nur solche sein, die sowohl alte Musik-CDs abspielen wie auch neue geschützte CDs. Dass bisher die Geräte durch gemeinsame Standards vollkompatibel waren, ist passé. Die neue Vollkomapatibilität wird nötig. Wie professionell das die Gerätehersteller bisher gehandhabt haben, hat sich an den zahlreichen Formaten für die DVD gezeigt. Das macht in der Tat Hoffnung.

Das macht genauso viel Hoffnung wie die Kooperation der Gerätehersteller in der Auseinandersetzung mit den Urheberrechtsverwertungsgesellschaft wie der Gema. Natürlich war Hewlett-Packard sofort bereit auf die Wünsche der Gema einzugehen. Der Streit dauerte wohl mindestens zwei Jahre an. Das nur als Randbemerkung zur Kooperationsbereitschaft der Gerätehersteller.

Doch dieses mal scheint ja alles anders. Gerd Gebhardt:

Die Zukunft des Musikhörens liegt in geschützten Umgebungen. Heute schon sind viele CDs kopiergeschützt, und es werden immer mehr. Solange das Schutzsystem aber ausschließlich als Teil des technisch nun schon zwanzig Jahre alten Tonträgers funktioniert, ist es unflexibel und starr. Ich bin sicher, dass wir schon mittelfristig Geräte kaufen können, die kopiergeschützte Inhalte erkennen und aktiv unterstützen. Das bedeutet dann, dass die Inhalte wirksamer als heute geschützt sein werden und gleichzeitig die Abspielsicherheit steigt. Außerdem werden dadurch individuelle Nutzungsoptionen ermöglicht.

Das Wort von den geschützten Umgebungen hat zahlreiche Kommentare herausgefordert. Zumindest könnte Gebhardt so selbst selbstkritisch sein, die Konsequenz daraus zu ziehen, dass man mindestens nicht an dem unflexiblen und starren System des 20 Jahre alten Tonträgers (gemeint ist die Audio-CD) nicht herumzuschrauben und mit dem Einsatz von Schutzsystemen solange zu warten, bis die Geräteindustrie sich die neuen Standards erarbeitet hat. Diese Forderung spricht er ja implizit aus. Momentan wird der Audio-CD-Markt jedenfalls durch die diversen Schutzsysteme mit ihren funktionalen Störungen erheblich behindert. Eine funktionierende Technik macht man momentan Stück für Stück kaputt. Und wer weiß, ob die zukünftigen Geräte dann all diese aus dem Boden schießenden Schutzsysteme noch abspielbar macht. Diese Ungewissheit über die unsichere Zukunft der Tonträger gibt einfach keine Sicherheit und wird meines Erachterns mindestens eine Zeit lang den Absatz von CDs mit Musik sinken lassen. Gebhardt verkauft ungelegte Eier – aber sehr gut. Gebhardt langer Rückblick auf seine musikalische Techniksozialisation sollte doch die Lehre nach sich ziehen, dass nur in Kontinuität von Technik und ihrer Zukunftssicherheit auch Sicherheit für die Konsumenten von Musik liegt. Seine alte Revox-Bandmaschine ist alles andere als vorbereitet auf den Einsatz in geschützten Umgebungen.

Zu fürchten ist eher ein ähnliches Debakel wie seinerzeit bei der Einführung von Videokassetten, als Betamax, Video2000 und VHS um den Markt gerungen haben. Das ist doch auch das Prinzip der technischen Entwicklungen. Sie werden nicht für die Konsumenten entwickelt sondern in steter Konkurrenz unter den Geräteherstellern.
(mehr …)

Kommentare deaktiviert für Musik hat eine große Zukunft – keine?