Anstand im Zeitalter der Ratschläge

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Es scheint mir bemerkenswert, dass in der letzten Zeit eine gefühlte und vielleicht tatsächliche Entwicklung festzustellen ist: Es gibt eine wachsende Anzahl an „Ratschlägen“, an „Merksätzen“. Das ganze Leben wird, der Buchmarkt spiegelt es genau, durchgecoacht. Heute ist das hip, morgen etwas anderes. Das gab es natürlich schon immer. Zugenommen hat aber auch die Moralisierung des Lebens, die mit zitierfähigen Sätzen gepflastert werden. Ganz sicher ist der Begriff des „Anstands“ problematisch wie der Theologe…

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Maxim Gorki oder Friedrich Nietzsche

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In Kleinmachnow ist seit einigen Wochen Wahkampf. Erst wegen des Landrats (es ist der SPD-Mann geworden), jetzt wegen der Bürgermeisterin. Da muss noch gewählt werden. Hier das Wahlplakat der Kandidatin B. Also Uda! Aber die Öhrchen in allen Ehren. Es geht um den Kopp, der da in Gelb (glaube ich, kann auch grün sein) vor dieser Schule abgesetzt worden ist. Es war nämlich so: Vor ein paar Jahren bin ich an dieser Stelle vorbei…

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Musik & Leben in Donaubashingen

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Eine der besten Geschichten aus dem Black Forrest. Gelesen bei Musik mit allem und viel Spaß. Kurz: mmauvs. Im Dönerladen spricht uns eine ältere Dame an: “Gehören Sie auch zu den Musiktagen?” “Ja, Und Sie?” “Nein, nein! Ich wohne hier!!” [#domt16 | Schöne neue (Musik)welt] Wer dann dem großen Mitschreiber folgen möchte, schaue bei Alexander Strauch vorbei. https://www.facebook.com/alexander.strauch.52/posts/10210225993513622 PS: Übrigens: Georg Friedrich Haas, der Komponist, der aus dem Darknet kam PPS: Und ein Phantom…

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Bob Dylan

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Der Literaturnobelpreis 2016 geht an den Songtexter und Sänger Bob Dylan. Manche Literaturkennerinnen finden das nicht so gut. Ich auch nicht, obwohl ich nur wenig Literatur kenne. Aber der Grund ist auch nicht literarischer Natur. Der Fehler ist vielmehr, dass der Nobelpreis unbedingt an Bob Dylan gehen muss, aber die Kategorie stimmt nicht.
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Das trojanische Orchester und die Deutsche Orchesterverweigerung

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Der Clou mit dem trojanischen Pferd war ein lächerlicher Trick dagegen. Mit dem SWR Symphonieorchester hat Deutschland endlich seine eierlegende Wollmilchsau gefunden. Es ist besser als anderen deutschen Rundfunkorchester zusammen, weil auch größer und aus zwei hervorragenden Orchestern zusammengesetzt – die einen nennen es noch wehmütig fusioniert, die anderen ganz im Sinne der Wiedervereinigung von BRD und DDR ein Zusammenwachsen; da blüht eine musikalische Zukunftslandschaft heran. Und das Orchester ist auch billiger als alle…

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133.827.693,80 Euro

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Das ist angeblich der Preis, den die ARD für die Bundesligasenderechte im Jahr aufwendet, so meldet es die FAZ, die sich auf die taz bezieht. Wem das komisch vorkommt, der liegt nicht ganz falsch. Denn eine Transparenz unserer (!) öffentlich-rechtlichen Sender scheint in diesem Punkt nicht auffindbar zu sein. Ganz im Gegensatz dazu, wenn mal wieder ein Orchester weggespart werden soll. Da wird in die Zukunft gerechnet und dazu noch falsch. Die Intendanten, die…

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Kleiner Ratgeber für Musikkritikerinnen und Musikkritikerinnenkritikerinnen

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Aus einem Ratgeber für Musikkritikerinnen anno 2016. Nichtglossenleser dürfen weiterklicken. "Ein Musikwissenschaftsstudent meint sich erdreisten zu können, in einer öffentlichen Mini-Wortmeldung ein Stück von mir eben mal runterbuttern zu können. Steigt aufs ganz hohe Ross, übersetzt aber 2 von 3 Wörtern des englischen Titels falsch, behauptet ohne jegliche journalistische Recherche, ich habe Claqueurinnen bezahlt, pickt sich willkürlich Teile des Stücks heraus, um sie dann falsch zu beschreiben, vergleicht ohne historische Kenntnis mit der Historie,…

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Landschaft bei Hannover

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Ich habe Koppweh. Die Landschaft ist mir schnell. Ein saftiges Grau durchzieht das Land. Grausigen Saft verabreicht man Leben. Sechs Minuten Verspätung sind keine Zeit vor Hannover. Die Gegend hat immer schon Verspätung gehabt. Zeit, in der man sein Horn füllen kann. Dazu Geschrei ein Kleinkinds. Ohrenertäubend. "Schrei Deutsch," brüllt ein AfDernazi quer gegen die Fahrtrichtung. Dieser Zug wartet auf Sie. Denkste. Hinter mir riecht es nach fetter Brühe. Der Himmel färbt sich glau.…

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Nachfahre des Internets

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Der Nachfahre des Internets wundert sich nicht wenig, welche Probleme es doch mit diesen Menschen hatte. Nun haben sie sich erledigt. Auf der Facebook-Weide grasen die Re-Bots gerade noch die letzten Däumchenhalme ab. Dünn fließt ein musikalisches Rinnsal aus einer teflonpolierten Wanduhr. Ein Homöopath kriecht durch einen langen Tunnel bis an eine Wand aus Wissenslücken.

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