Olaf Zimmermann fragte letztes Jahr: „Warum ist das Zeitungsfeuilleton so notleidend?“

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Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, beklagte letztes Jahr ein fehlendes kulturpolitisches Engagement bei Tageszeitungen. "Die Unwilligkeit, kulturpolitische Themen zu recherchieren, wurde gerade wieder bei den Urteilen gegen die VG Wort und die GEMA deutlich. Obwohl die beiden Urteile zur  Verlegerbeteiligung den Kulturbereich in seinen Grundfesten erschüttern, sind sie, wenn überhaupt, nur eine Randnotiz wert." [Quelle] Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen. "Das Verhältnis zwischen Urhebern und Verlagen muss neu justiert werden"…

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You Tube The World

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In einer Studie, die Google beauftragt hat, sollte eine investigative Forschungseinheit untersuchen, ob You Tube den Musikmarkt kannibalisiere. Irgendwie interessiert das so wirklich eher niemanden. Im deutschsprachigen Raum finden sich kaum Lektüren des Textes, der "Privileged and Confidential" ist und unter dieser Adresse als PDF gelanden werden kann. Nun, es ist ja auch klar, warum sollte man sich des Themas annehmen, wenn man von vornherein eigentlich schon keine besonders "objektive" Untersuchung erwarten konnte. Freibier…

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„Aufhören der Trennung von Künstler und Mensch“ [De Stijl, 1922]

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"De Stijl" hatte in Düsseldorf im Jahr 1922 seine "schöpferischen Forderungen" in fünf Punkten zusammengefasst. Auch hier (wie beim polnischen Manifest von Bruno Jasienski), unter Punkt 5 wird ein Zusammenfallen von Künstler und Mensch gefordert, positiv gedeutet ("Aufhören der Trennung"). Bei Punkt 4 findet sich ebenfalls eine nicht unbekannte Forderung: "Aufhören der Trennung von Kunst und Leben. (Kunst wird Leben.) (Applaus)". (Schöpferische Forderungen von "De Stijl", in: Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938),…

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(Pop)Musik, Recht und Raum

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Man kann es kurz sagen und dabei eine lustige Weisheit abwandeln: (Pop)Musik ist kein rechtsfreier Raum. Wenn (Pop)Musiker*innen gelegentlich dazu neigen, in ihren Texten (denn es geht ja regelmäßig nur um Texte) sich explizit zu Politik zu äußern, so ist dagegen ja nichts zu sagen. Es gehört zum Spiel der Kunst dazu, mit Worten und Inhalten zu spielen. Keine Frage, (Pop)Musik ist gesellschaftlich relevant. Innerhalb bestimmter Gruppen und dazwischen ist viel Wortwurst möglich. Gelegentlich…

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Klassiker der Avantgarde: Georges Perec, Die Maschine (1968)

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Man nehme ein bekanntes Gedicht und führe ein paar automatisierbare Operationen daran durch. So in etwa lässt sich das Hörspiel mit dem Titel "Die Maschine" von Georges Perec ganz kurz zusammenfassen. Gesendet wurde es vom Saarländischen Rundfunk am 13. November 1968. Wanderers Nachschicht Als Grundlage diente Perec "Wanderers Nachtlied" von Johann Wolfgang von Goethe. Es ist simpel, komplex und bekannt genug, um daran die Verfahren zu demonstrieren, die Perec in Stellung brachte. Allerdings ist…

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Minimal und repetitive Musik – Das Goeyvaerts-Genom

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Vor einiger Zeit habe ich über das Krenek-Genom nachgedacht und ihn mit der Erfindung der Musik von Phil Glass in Verbindung gebracht. Heute gibt es eine neue Findung: Karel Goeyvaerts "Composition No. 4" aus dem Jahre 1952 mit der er die Phasenschiebe-Musik von Steve Reich vorwegnimmt! Und keiner hats gemerkt. https://youtu.be/aRtLXJufh5w Zuerst dachte ich dabei: Okay, dass das noch niemandem aufgefallen ist, erstaunt mich jetzt doch sehr, wo doch Goeyvaerts doch so ziemlich alles…

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„Jeder kann Künstler sein“ (Krakau, 20. April 1921)

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„Jeder kann Künstler sein“, so steht es mitten in einem Text aus dem Jahr 1921 von Bruno Jasienski mit dem Titel "An das polnische Volk. Manifest in Sachen der sofortigen Futurisierung des Lebens“. Das Beuys zugeschriebene Wort: "Jeder Mensch ist ein Künstler" ist die spätere Konsequenz, die aus der Möglichkeit ein Faktum herstellt. Seit gestern bin ich im Besitz eines der schönsten Bücher, die ich seit langem durchstöbern kann: Manifeste und Proklamationen der europäischen…

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Tücken und Taktiken der Kritik – Wo sind die Neofuturisten?

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Neulich habe ich noch Kreidlers Videovortrag scharf kritisiert. Dabei ging es um Formales. Nun muss man aber – wie gewünscht – auch inhaltlich zur Sache kommen. Hierbei geht es also um einen Text von Max Nyffeler, der in der Februar-Ausgabe der nmz im Jahr 2011 gedruckt erschien und online auch nachzulesen ist. Er trägt den Titel: Die Neofuturisten. Anhand dieses Textes wird gezeigt, wie die Argumentationstechnik Max Nyffelers technisch funktioniert und warum sie fehlerhaft…

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Talent fürs Leben – Lebensphilosophie

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Aufreißen, herausziehen, unter die Nase halten, nießen. Und? Ich komme nicht drauf, was mit diesen Taschentüchern so abgeht. Mach mal einen Satz mit den Worten: Solo Talent Hygiene Leben. Geht nicht? Dann machen wir daraus Taschentücher. Taschentücher gehen immer. Welches Talent wird hier angesprochen? Solo ist klar. Man soll besser so eine Taschentuch nicht von mehreren Personen nutzen lassen. Sanfte Hygiene fürs Leben? Lässt mich ratlos zurück. Typo und Co, ein Kuddelmuddel. Ich bin…

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