PostPunk: Jugendliche verfügen über mehr Geld

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

… als wer? tl;dr: Als sie selbst. Also, wenn man mal das Geschlecht als Differenzierungskriterium heranzieht. Eine neue Studie der Postbank fördert Erstaunliches ans Tageslicht und unerstaunliches Erstaunliches ebenso. Ich habe in meiner Umgebung herumgefragt, was sie denn glaubten, wie Geld Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren für private Ausgaben zur Verfügung haben. Antwort: Weiß ich nicht. (Ich auch nicht.) Aber auf Nachfrage: Naja, so um die 100 Euro. VP 3. Einmal ca. 29,…

WeiterlesenPostPunk: Jugendliche verfügen über mehr Geld

Geld und Kunst

  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Geld macht taub. Geld spielt überall erste Violine. Geld macht arm und reich, der Tod macht alle gleich. [Dän.: Penge skille os ad, men døden giør os liige.] Geld ist die grösste Kunst. – Parömiakon, 2689. Die beste Kunst ist all vmbsunst. – Henisch, 1470, 19. Ehrliche Kunst bezahlt die Welt mit Dunst. [Lat.: Artibus honestis nullus in urbe locus, nulla emolumenta laborum. (Juvenal.) (Seybold, 39.)] Kunst bringt zuweilen Ruhm, aber selten Brot ins…

WeiterlesenGeld und Kunst

Recht & Kunst II

  • Lesedauer:4 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Ich glaube, es gilt ein grundlegendes Missverständnis aufzulösen. Recht und Kunst kommen nicht zur Deckung. Gerade vorausschreitende Kunst ist häufig nicht mit Mitteln des Rechts zu fassen. Offenbar sind ja Kunstgegenstände wie das "Schwarze Quadrat" von Malewitsch oder Fountain von Marcel Duchamp nicht durch das Urheberrecht als Werke geschützt, so wenig wie John Cages 4'33". Aber, dass es sich um Gegenstände der Kunst handelt, die auch kommunikativen Einfluss hatten, also kunstgeschichtliche Relevanz haben, dürfte…

WeiterlesenRecht & Kunst II

Elster tickt nicht

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Interessant: Die Steuererklärung von vorgestern läuft nicht mit der Steuererklärungssoftware (Elsterformular) der Behörde von heute. Und so war die Systemzeit ins letzte Jahr zu legen.Keine vertrauensbildende Aktion.

WeiterlesenElster tickt nicht

Mythen des Alltags II: Zeit ist Geld

  • Lesedauer:4 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Zeit ist Geld, sagt ein Sprichwort. Aber es ist genau umgekehrt: Geld ist Zeit.

Station I: Kaufhof, Edeka-Markt. Alles ist hier teurer als sonstwo, normalerweise. Die Kassen sind wenig besetzt, aber es auch nur wenig Kundschaft unterwegs. Entscheidung für Kasse 5, vor mir zwei junge Männer, der eine ist schon beim bezahlen. 4 Euro und paar Popel. Scheckkarte gezückt und bezahlenwollend. Geht nicht, mit Karte geht erst ab fünf Euro. Also zurück in den Laden durch die Gassen und irgendwas finden, was den Mann über die fünf Euro bringt. Mitleidiges Lächeln. Fertig. Dann nur noch ein weiterer junger Mann, „bloß“ mit einer Chipstüte. 1 Euro und ein paar Zerquetschte. Aber es passiert, was passieren muss. Der Mann greift in seine Tasche, macht aus beiden Händen eine Kugel und legt Unmengen kleinster Münzen wie ein Opfer auf das Kassenband. Vier Minuten später war alles von der Kassiererin durchgezählt. Genauso lange dauerte das Stück-für-Stück-Aufklauben der übrigbleibenden Münzen. Meinen angesäuerten Blick erwidert der Mann mit einem, der soviel bedeutet: „Warte Bürschchen, ich mach dich kalt, du feiste Drecksau, du Arschgesicht.“

Station II: Tabakladen W. zwecks Nachschub. Freundlich halte ich einer jungen Besucherin die Tür auf und lasse diese auch noch vor. Man ist ja gut erzogen. Auch sie bestellt nur ein Produkt, Drum in blau. Fein, das geht flott. Aber heute scheint der Tag des Kleingeldes zu sein und ich habe es nicht mitbekommen. Auch sie kramt sich durch ihre Geldbörse, Cent für Cent um am Ende feststellen zu müssen, dass fünf Cent fehlen. Na danke. Geld zurück und Schein hingelegt. Das wars. Als ich dann selbst zur Tat schreiten möchte, bedeutet man mir, dass das Zeug in der montäglichen Lieferung vergessen ward. Aber ich könnte doch das gleiche Produkt in anderer Packungsgröße beziehen. Sie hätten da eine Tonne von, würden die im Zweifel auch kostenfrei liefern. Das letzte mal, als ich dies machte, hatte Regensburg den ganzen Herbst und Winter lang Nebel. Neenee.
(mehr …)

WeiterlesenMythen des Alltags II: Zeit ist Geld