Von deutscher Sprache

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Im Bundestag notiert, zum Beispiel das: Berlin: (hib/MPI) Nach einem Trainingslager für erwerbslose Jugendliche des Jobcenters Berlin-Neukölln erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (16/6915). Sie will wissen, wie die Bundesregierung diese Maßnahme bewertet und wie sie zu der Hausordnung des "Päd-Camps" steht, die den Verzehr von Speisen und Getränken nur nach Absprache mit Mitarbeitern des Maßnahmenträgers erlaubt. Man weiß immer wieder nicht, wo man mit der Hervorhebung eigentlich hin soll.…

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Die Kritische Masse …

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… ist Thema einer Veranstaltung in Berlin im April 2008. Es geht um die re:publica wieder einmal, Ich musste dies zum ersten Mal bei den Österreichern lesen.

Im nächsten Jahr steht das Blogger-Treffen unter dem Motto “Die kritische Masse”. Dabei sollen Auswirkungen sozialer Netzwerke auf das tägliche Leben und auf Wirtschaft und Politik untersucht werden, teilten die Initiatoren der Konferenz, Markus Beckedahl [Netzpolitik.org] und Johnny Haeusler [Spreeblick], in einer Aussendung mit. [siehe hier, siehe da; Quelle]

Jahrelang macht man den Larry, also die Kritische Masse, und genau die, die da was inszenieren, die haben das ebenso lang komplett ignoriert. So etwas kränkt natürlich in der Eitelkeit. Und es erinnert mich, dank meines extrem nachtragenden Gedächstnisses (interne psychologische Vorratsdatenspeicherung) an Protagonisten von Adical und Werbetragende für Yahoo und damit im- und explizit für Flickr – und viele wollten gehen und viele wollten kündigen und nicht viel ist geschehen, alles lebt sich weiter. Und wie man das alles so schnell kann vergessen, um es mal in schlesischer Wortstellung zu sagen. Allein schon deshalb, um gelegentliche Knallköppe schnell den Raum verlassen zu sehen.

Womit man wieder beim Thema wäre: Kritische Masse. “Die” Kritische Masse, um genau zu sein. Man sucht sie in der Masse, immer wieder, dabei steckt sie in der Kritik, in der sich selbst gegenüber allzumal. Und wenn das nicht möglich ist, dann wenigstens in der Distanz. Und wenn auch das zu schwer ist, dann in der Absenz.

Sitz

Das ist jetzt ein bisserl unmarxistisch gedacht. Denn: Ohne Masse keine Klasse. Und Kritik in sich zu erschöpfen, erschöpft auch. Aber wer die soziale Komponente rein in physikalische Trägheit ummünzt, um sie dann zurückzuschlagen in soziale Phänomene, der hat Teil an der Pathologie dessen, was er eigentlich beklagt.

Innerhalb ihrer selbst zeigt sich eine Art von Massenbildung, nämlich die Bildung einer kritischen Masse, welche den einsilbigen Beruf hat, das unermüdliche Echo der kritischen Stichwörter zu sein. Der Konsequenz wegen ist diese Inkonsequenz verzeihlich. Die kritische Kritik, die nicht in der sündigen Welt zu Hause ist, muß in ihrem eignen Hause eine sündige Welt etablieren. … Die kritische Kritik läßt sich aus der Provinz schreiben, worunter nicht die Provinz im politischen Sinne, die bekanntlich in Deutschland nirgendwo existiert, zu verstehen ist, sondern die kritische Provinz, deren Hauptstadt Berlin ist, Berlin, der Sitz der kritischen Patriarchen und der heiligen kritischen Familie, während in den Provinzen die kritische Masse haust. (Marx, Die heilige Familie, Kap. VII, Die Korrespondenz der kritischen Kritik, 1. Die kritische Masse – Quelle)

Son’ Zufall aber auch.
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Verwirrende Kulturlandschaft

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akademie-5912 Nach der Verwertung bleibt die Luft dünne. Man traf sich, man sah sich. Man antwortete aneinander vorbei. Immer wieder auf solchen Veranstaltungen – die gewiss nötig sind – kommt man mit dem unbewegenden Ergebnis zurück, es sei sowieso zum Ende hin egal. Eine Mühe ohne Sinn, damit die Zeit sich verschlagen.

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Backklänge

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Nach der Schärfe jetzt die Süße. Ein Klingelton für Liebhaber des Süßen. Man kann den Anis beinahe durchhören. Eine spezielle Art der Soundstudies. Man ist gerührt.

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Gemüse und scharfes Öl (Hausfrau I)

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Lange wäre es mir nicht im Detail eingefallen, so etwas zum Thema eines Eintrages ins Internet zu machen. Kochen ist was für Männer oder für Frauen, die meinen, dass man kochen können muss. Da quellen gewisse Küchen(-Schränke) schon mal über mit den verschiedenen Ölen und Ketschups, mit so manchem Pulver (Curry, Tee), mit tausend Sorten Zucker und Salz (gestoßen, geschüttelt, genießt).

Herzhafter Pfannekuchen

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Man muss nur daran glauben

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In der Zeit der kurzen Durchdaslandfahrung bitte ich um eine Blick in die neue musikzeitung. Da gibt es einen Blick zurück zur Popkomm vom Huflaikhan. Außerdem ein Cluster über Darbietungsdiebe.

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Disziplinen und Disziplinierungen

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Man redet und arbeitet mit einem Selbstverständnis von universitären Disziplinen, von Fakultäten und Fächern. Unterteilt das ganze in ein Angebot, das von Medizin über Physik zur Germanistik und Volkswirtschaftslehre reicht. Aber auch hier die Frage, warum? Dass etwas historisch sich so ausdifferenziert hat heißt ja nicht, das es richtig so ist.

Wie kann kann man denn überhaupt die Grenzen zwischen den Fächern ziehen und wodurch sind sie begründet? Warum überhaupt ist die Trennung so abstrakt? Auch in den schulischen Disziplinen? Wäre nicht eine andere Einteilung von mehr Vernunft getragen? Warum studiert man nicht Gehirn? Oder Bewegung? Oder Klang? Oder einfach Welt, Raum oder Zeit?

Nehmen wir mal die Volkswirtschaftslehre. Was genau ist denn Gegenstand dieses Faches? Der Makro-Ökonom Harald Uhlig sagt beispielsweise:

Volkswirtschaftslehre ist eine Schlüssel-Disziplin für viele andere Sozialwissenschaften, die von ihr Methoden und Erkenntnisse importieren. Zahlreiche Beispiele etwa aus der Soziologie, Politologie, Betriebswirtschaftslehre und der Demographie ließen sich anführen. … Nicht ohne Grund betrachten viele USUniversitäten daher ihre “economics departments” als Schlüssel zur Exzellenz. Harald Uhlig: Konzeptpapier für einen exzellenten Fachbereich der Volkswirtschaftslehre (“economics”) in Deutschland, hier als pdf.

Das kann man so sehen. Aber umgekehrt wird doch ebenso ein Schuh daraus. Das Fach Volkswirtschaftlehre ist meines Erachtens eher ein Resultat aus den Forschungsgrundlagen der anderen Fächer wie Mathematik, Soziologie und Massenpsychologie. Die Systembeschreibung das Faktischen wird andernfalls zur Grundlage des Beherrschungswillen der Analysen. Auf solches Beharren in der unreflektierten Selbstverständlichkeit zielte einmal Max Horkheimes Unterschied von kritischer und traditioneller Theorie. “Der Gelehrte und seine Wissenschaft sind in den gesellschaftlichen Apparat eingespannt, ihre Leitung ist ein Moment der Selbsterhaltung, der fortwährenden Reproduktion des Bestehenden, gleichviel, was sie sich selbst für einen Reim darauf machen. … Der Schein der Selbständigkeit von Arbeitsprozessen, deren Verlauf sich aus einem inneren Wesen ihres Gegenstandes herleiten soll, entspricht der scheinhaften Freiheit der Wirtschaftsubjekte in der bürgerlichen Gesellschaft. Sie glauben nach individuellen Entschlüssen zu handeln, während sie noch in ihren kompliziertesten Kalkulationen Exponenten des unübersichtlichen gesellschaftlichen Mechanismus sind.” Max Horkheimer, Traditionelle und kritische Theorie, Frankfurt/M. 1986, S. 18.

Das aus der Antike stammende Ideal der sieben freien Künste ist dabei doch viel tiefer gelegt und damit an sich doch offener. Rhetorik, Grammatik und Dialektik auf der einen Seite, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie auf der anderen Seite. Luhmann hat darauf einmal hingewiesen.

Einem heutigen Bildungsplaner würde die merkwürdige Unvollständigkeit dieses Fachkatalogs auffallen. Bei näherem Zusehen erscheint jedoch eine eindrucksvolle, geschlossene Konzeption, der man heute nichts annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen hätte. Im Trivium geht es um Kommunikation, im Quadrivium geht es um die Welt. … Das Schema ist so stark generalisiert, daß es auf porfessionelle Sonderausbildungen, etwa zum Theologen, zum Juristen, zum Arzt, keine Rücksicht nimmt. Es verzichtet auch auf ein direktes Hineincopieren von Unterschieden der sichtbaren, erfahrbaren Welt in den Schulunterricht. Es nutzt die Möglichkeiten der Distanz, die die Ausdifferenzierung von Schulen bietet. Es ist als didaktisches, nicht als edukatives Schema gedacht. Niklas Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt/M. 1998, S. 951.

Und damit steht man wieder vor der Frage, was also überhaupt Gegenstand der schulischen oder universitären “Bildung” sein soll. Und freilich auch dieses Schema ist nicht abgelöst zu denken. Alles, wie wir fühlen, denken und leben, ist schon Resultat eines Bildungsprozesses, der sich mit zunehmendem persönlichen Alter, aber auch als Altern der Gesellschaft selbst zum Block des Faktischen kristallisiert. Das ist auch etwas, was bei dieser ganzen Diskussion um die Bedeutung der neuen Medien, unter welchem Stichwort auch immer, fast vollkommen und grundsätzlich ausgeblendet wird. Die dort geübte Selbstreflexion, meinetwegen des Bloggens, setzt ebenso auf eine Freiheit der Äußerungen, die weder Technik noch Gruppe so leisten. Eher das Gegenteil wird im überwiegenden Maße stimmen. Verknüpfte Machtentfaltung durch Kommunikationstechniken scheint mir eher zu einer Selbstentmächtigung zu führen.

Aber das alles ist jetzt ein bisschen früh für eine festere Grundbestimmung. Eine lose Idee nur, jetzt.
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Soziologen-Clowning

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Immer wieder ist Niklas Luhmann, der Soziologe, für eine Grotestke gut. Soll der Text Wissen werden, soll er also die noch nicht geführte Kommunikation vollenden, muß er einen Leser finden. Aber wie? Die Publikation sichert nicht, daß das Buch gelesen wird; schon gar nicht, wenn vor allem Bibliotheken es kaufen. Das Zusenden von Büchern an "Multiplikatoren" ist ebenfalls kein wirksamen Mittel, Lektüre zu erreichen. Es erreicht Bücherschränke. Niklas Luhmann, Die Wissenschaft der Gesellschaft, Frankfurt…

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“Musikantenstadl für Abteilungsleiter …”

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So langsam freue ich mich doch sehr darüber, dass meine Kollegen aus der Welt der "alten" Musik die alte Welt der neuen Medien durchkämmen und in Besitz nehmen. So wie hier Dean Moriarty von prenzelbergtv. 80% der regelmäßigen Besucher geht es selbstverständlich nicht um ein lebendiges, zeitgenössisches Kulturleben, sondern allein um “gepflegte

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