Sehr klug, das Kind

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

„Man kriegt nur davon ein Ohrwurm was scheiß[ss]ig ist.“ Nach einer Tokio Hotel Orgie im Wohnzimmer mit der besten Freundin, krabbelbabbel auf dem Rücken liegend. Leider hat sie recht.

WeiterlesenSehr klug, das Kind

Unsicherheit & Toleranz

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Für die »Wahrheit« sterben. – Wir würden uns für unsere Meinungen nicht verbrennen lassen: wir sind ihrer nicht so sicher. Aber vielleicht dafür, daß wir unsere Meinungen haben dürfen und ändern dürfen.     [Friedrich Nietzsche] Der Bürger aber ist tolerant. Seine Liebe zu den Leuten, wie sie sind, entspringt dem Haß gegen den richtigen Menschen.      [Theodor W. Adorno]

WeiterlesenUnsicherheit & Toleranz

Chrislam – kein Anschluss unter dieser Nummer

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Manchmal ist Rücksichtnahme nicht mehr und nicht weniger als Feigheit — egal vor welchem Herrn.

Für Toleranz ist die Zeit sowieso vorbei. Dass sie weiterlebt, scheint mir nur Kennzeichen dafür, dass die Welt komplett in Unordnung ist. Die beste Weise, jemanden nicht zu respektieren, ist ihm/dem gegenüber das Extrapolieren von Toleranz.

In diesem Sinne toleriere ich die religiösen und politischen Fanatiker auf allen Seiten bis über alle Ohren. Denn Ihr seid alle nur elend. Ihr seid alle nur eine Peinlichkeit für den, den ihr glaubt anzubeten. Ihr wisst es und ich ich weiß es auch. Nichts ist euch egaler als dieser „Herr“, denn nichts ist euch egaler als „Hirn“ und „Herz“. In der Verzweifelung verwechselt ihr das wie ein Baby, für das alles drei das gleiche ist. Scheißen und Fressen und Schlafen. Wenn ihr wenigstens für immer schlüftet.

Aber ich wollte ja nicht schimpfen, persönlich finde ich Semmel Doppelportrait [1] [2] vom 4.2.2006 außerordentlich gelungen.

Was aber daran wirklich furchtbar ist, dass wieder einmal die Ärmsten der Armen unter der fanatischen Bescheuertheit zu leiden haben werden. So viele gefährliche Volltrottel an den Staatsspitzen mit Gewalt über Militär und Mensch. Das ist nicht gut.

PS: Ich dachte auch, solch ein Gedampfe gäbe es sonst nur beim Kampf um das richtige Rezept: Siehe hier, der Kampf um Borschtsch
(mehr …)

WeiterlesenChrislam – kein Anschluss unter dieser Nummer

Jiary frägt an

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Frau Teege lässt anfragen: 4 Jobs, die ich hatte: Hatte nie einen Job 4 Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann: Zazie in der Metro, Wer hat Angst vor Roger Rabbit, Peking Opera Blues, Die Patriotin 4 Plätze, an denen ich gelebt habe: Wolfsburg, Gießen, Berlin, Regensburg 4 TV-Sendungen, die ich liebe: Deutschlandfunk, Hobbythek, Scheibenwischer, ARD-Ratgeber Technik 4 Plätze, an denen ich Urlaub gemacht habe: Bad Saarow, diverse Tirols, Wien, Finsterau 4 meiner…

WeiterlesenJiary frägt an

Der Winter

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

Wenn ungesehn und nun vorüber sind die Bilder Der Jahreszeit, so kommt des Winters Dauer, Das Feld ist leer, die Ansicht scheinet milder, Und Stürme wehn umher und Reegenschauer. Als wie ein Ruhetag, so ist des Jahres Ende, Wie einer Frage Ton, daß dieser sich vollende, Als dann erscheinet des Frühlings neues Werden, So glänzet die Natur mit ihrer Pracht auf Erden.         Mit Unterthänigkeit            …

WeiterlesenDer Winter

Ohne Worte

  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

… im Winde aber oben stille krähet die Fahne. (…) Ja. So lange die Freundlichkeit noch am Herzen, die Reine, dauert, misset nicht unglüklich der Mensch sich mit der Gottheit. Hölderlin, Phaëton-Segmente

WeiterlesenOhne Worte

Abendphantasie

  • Lesedauer:3 Min. Lesezeit
  • Beitrags-Autor:

(…)

Komm du nun, sanfter Schlummer! zu viel begehrt
   Das Herz; doch endlich Jugend! verglühst du ja,
       Du ruhelose, träumerische!
           Friedlich und heiter ist dann das Alter.

Hölderlin, Abendphantasie

Diese Momente, wenn das elektrische Leben zur Seite tritt. Wenn ein paar Augenblicke der Lektüre, von mir aus auch solch alter Texte, mehr aufreißt als das ganze Treiben des digitalen Lebens.

Aber irgendwie auch, wenn man fast täglich die Donnerschläge hört, die bei Freunden und Bekannten einschlagen. Auch dieses ganze Treiben wirkt dann doch manchmal wie, als sei es nie für Menschen gedacht gewesen. Ein leeres Treiben, betrieben von leeren, entleerten Menschen. Die Welt schient niemandem mehr Heimat zu geben. Wozu lernt man da eigentlich noch zu leben.

Zwischen Steuererklärung und anderen Formalitäten wird man da aufgerieben. Zwischen der ganzen Ödnis des Nicht-Umsonst-Geborenseins, welche nur genug Zukunft in sich hat. Fortbildungen, die nicht bilden; Gerüche, die nicht mehr riechen; Klänge, die nicht mehr gehört werden können.

Das Leben als Beschäftigungstherapie, um ja nur nicht den richtigen Dingen nachzugehen. Spaß der Eitelkeiten, der Kommunikationsleere. Horror vacui.

„Ich habe ein gewisses Mißtrauen gegen die Wirklichkeit,“ schreibt Alexander Kluge und er setzt fort: „Ich glaube,die schärfste Ideologie, die es gibt, ist die, daß sich die Wirklichkeit für wirklich hält.“
(mehr …)

WeiterlesenAbendphantasie