Genauen Lesern dieses Journals wird aufgefallen sein, dass Huflaikhan abwesend war während der letzten 14 Tage und sämtliche Beiträge früher verfasst hatte. Das nämlich kann die Software hier. Aber ja. Nur muss das nicht unbedingt jeder wissen. Sonst stehen die bösen Buben Schlange an meiner Tür. Gut, das würde etwaige Umzugskosten zwar minimieren, aber irgendwie fänd ich das schade auf den CDs, Platten und Büchern sitzen zu bleiben, während mir die Wärme der elektronischen Geräte doch sehr abginge.
Es ging die letzten Tage um Musik und um Musik geht es auch jetzt. Ein schweinepriestermäßig schwieriges Rätsel habe ich da. Und zwar akustisch. Knapp vier Minuten dauert das Stückerl [1,1 MB – mp3]. „Flowers in your Hair
“ Die Zeit ist klar 1968/69. Der Musiker spielt bis auf die Streichinstrumente alle selbst im Overdub. Sein eigentliches Instrument, das Klavier, spielt er nicht! Mit dem Klavier aber wurde quasi über Nacht 1973 ziemlich berühmt, zumindest in gewissen Kreisen. Vor allem solo, aber auch mit seinem amerikanischen und europäischen Quartett. Die hier vorgeführte Aufnahme stammt von einem Probelabel namens Vortex (Strudel). Da gab es wenigstens zwei weitere Aufnahmen. Die letzte zeigt ihn dann im eigentlichen Metier — und zwar ziemlich gut und helle. Weitere Hinweise, wer sie denn benötigt:
Ich bin ein ziemlicher Fan von dem. In den frühen 80er Jahren machte schon der Schweizer Musikliebhaber auf NDR3 eine zwölfteilige Sendereihe über ihn: „Die Geometrie der Inspiration“. Zu den gewählten Zeit spielte er noch mit Charles Lloyd, etwa später auch mit Miles Davis (da gibst eine relativ unbekannte Aufnahme, wo er zusammen mit Chick Corea und Herbie Hancock das E-Piano traktiert). Aber er passte nicht in diese Welt damals. Gestartet ist er übrigens bei Art Blakey und den Jazz Messengers.
Gerüchte besagen, dass er momentan unter akuter Lustlosigkeit (Antriebschwäche) leide. Das hindert ihn jedoch offenbar nicht, weiterhin pro Jahr wenigstens eine Platte zu veröffentlichen. Zuweilen sogar in der sogenannten E-Musik. Dass er in der vorgeführten Aufnahme tatsächlich so etwas wie singt und nicht stöhnt, dürfte für den Kenner die komplette Überraschung sein.
Huflaikhan fragt: Wer war es? (Ausgeschlossen von der Teilnahme sind meine Regensburger Freunde und Kollegen [Schnittmenge]). Aber der Geißler darf es wagen und die Haacki auch. Kolb muss auf jeden Fall solange draußen bleiben, wie er noch meine an ihn geliehene CD mit Dana Bryant nicht wiederfindet.
Zu gewinnen gibt es nichts. Deswegen gibt es auch nichts zu verlieren. Jeder Tipp ist gültig.
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