Das Strumpfhosen
-Problem. Seltsames Verschwinden von Wäscheteilen. Aber in Wirklichkeit verschwindet immer auch etwas anderes.
-Problem. Seltsames Verschwinden von Wäscheteilen. Aber in Wirklichkeit verschwindet immer auch etwas anderes.
Ein gutes Blog, also mindestens eines, welches in Blogland irgendwie existieren will und anerkannt werden sein möchte
Bei der Gelegenheit habe ich auch das Google-Analytics-Zeug auf den zarten Hinweis von Semmel hin deinstalliert. Rückblickend muss dazu festgestellt werden: Eine außerordentliche Einrichtung dieses Google-Zeug. Man hat erstaunlich viel Informationen über manches. Wo kommt wer her, wie lange ist wer da, wo steigt wer ein, wo steigt wer aus. Bei mir, wo ja nicht viel los ist, kennt man sich dann fast schon. Semmel hat aber recht, wenn er aus der Gruft mahnt. So geht das nicht. Beiliegend ein Screenshot der Besucherströme seit Oktober 2007. Aus dem Osten kommt kaum jemand, es sei denn man zählt, wie man es vorschlagen müsste, Berlin dazu. Auch Niedersachsen, das Land meiner Jugend scheint dünn besiedelt zu sein. Hamburg hingegen rockt wie verrückt – das kann ich mir nun gar nicht erklären. Ich selbst bin leider fast nie dort und gleich gar nicht zum Surfen.
Dafür ist was neues endlich installiert worden, das Plugin Intypo von Darius Dunker. Endlich gibt es richtige Typo für Anführungs- und Abführungszeichen. So etwas habe ich schon ewig gesucht, aber nie bin ich fündig geworden. Jetzt gehts besser. So etwas ist ja eine Kleinigkeit, aber eine extrem ärgerliche, weil permanente und andauernde. Webtypographie ist ohnedies ziemlich eigenartig und auch diese Schrift hier dürfte wieder viel zu klein sein.
So, und dann das mit dem Brockhaus, was seit einigen Tagen durch die Presse und die Blogs gejagt wird, dass die online gehen wollen und die einen wieder vom toten Holz reden.
Das ist die quasi ausgedruckte Wikipedia, die man nicht verlinken und nicht editieren kann, Modell 19. Jahrhundert. [Robert Basic]
Dagegen beschreibt sogar Johnny Haeusler im Spreeblick erstaunlich unaufgeregt die Sache.
Ich finde es erstaunlich, mit welcher Selbstsicherheit gerade diejenigen, die doch oft für eine Öffnung bisher konservativer Unternehmen in Richtung Netzgemeinde plädieren, diesen Firmen jede Überlebenschance absprechen, sobald sie die gewünschte Öffnung vollziehen. [Johnny Haeusler im Spreeblick]
Ja, das kann man sich fragen. Und man kann sich fragen, ob und warum bei diesem Anlass das Zeitungsholz (auch im Netz) die immer gleichen Ressentiments gegenüber Bloggern äußern. So im Tagesspiegel heute Caroline Fetscher.
Einstweilen befasst sich das Gros der Internet-User eher mit privaten Ebay-Geschäften und Online-Gebrauchtwagenanzeigen, mit Kochtipp-Websites, hypochondrischen Gesundheits-Chatrooms, Ressentiments verbreitenden Bloggern, Elektronik-Erotik, religiösen, fundamentalistischen, politisch-ideologischen Verschwörungstheorien anonymer Internet-Leader und haufenweise anderem Mist mehr. [Quelle]
Die Auflistung wirkt ja geradezu eine Parade einer aufsteigenden Verelendung des Internets. Dass da “Blogger” unbedingt hineingehören, gehört wohl zum guten Ton der Selbstbewahrer. Kennen wir alles, ist alles Käse. Eigentlich kein Wunder, andersherum wird genug mit ähnlichen ‘holz’schnittartigen Argumenten hantiert. Man liebt sich einfach wenig. Beide Fraktionen halten sich gegenseitig für eine Art Untergang oder schon Untergegangenes.
Den gemeinen Rest der Blogger dürfte das ohnehin alles kalt lassen. Selbstreferrentiell ist man schnell bei sich, selbstkritisch eher seltener. Ist auch nicht unbedingt förderlich. Johnny Haeusler ist da eine große Ausnahme auf der Blogfläche. Aber sagt mal, ihr da von re:publica, sind bei euch auch Blogger als “Journalisten” oder “Pressevertreter” akkreditierungsfähig. Oder nur Fernsehen und FAZ und so?
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Im Semmel-Sendegebiet wird wieder mal öffentlich-rechtlich verstrahlt. Auf der Suche nach Jetzt im TV. Sonntag, 20:15, SWR:
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Wie durch einen Zufall geschah es heute, dass ich plötzlich und gänzlich unerwartet direkt vor der Eingangstüre des Philosophicums der Universität Potsdam zu stehen kam. Es war zu, aber das Gebäude? Der Hammer. Es ist, als ob mich da ein ungeheurer Sog hineinziehen wollte. Wer also unterrichtet in Potsdam. Es ist der Christoph Menke, vom dem ich ein Buch zu lesen suchte vor gut 15 Jahren, welches ich einfach nicht kapierte. Trotz des tollen Titels: Die Souveränität der Kunst. Menke, das war einer! Damals so wie Früchtl (Mimesis), der auch so einer war oder die Thyen (Negativität). Tolle Typen der Philosophie. Und im Hintergrund der überschätzte Honneth.
Es ist schon überaus erstaunlich, für wie dumm man sich verkaufen lässt. Fast alle Entscheidungen der Politik aus den letzten zehn Jahren haben eine Erhöhung der Dummheit zur Folge gehabt. Aber das Interesse, so etwas zu verhindern ist längst nicht mehr weit ausgeprägt.

In den Zeitungen liest man gerade wieder unendliche Stories über die Probleme des 8-stufigen Gymnasium, G8 genannt. Die Stundenzahlen für die Schüler schnellen noch weiter in die Höhe: Bis zu 36 Stunden Unterricht (von dem in der Regel zwar 10 Prozent sowieso ausfällt). Da fragt man sich, wer hat sich diesen Scheiß ausgedacht? Und wer ist so blöde, ihn um- und/oder durchzusetzen? Alle. Fast alle.
Daran anschließen soll ein doppelt kastriertes Studium mit Bachelor-Abschluss, der für gleich gar nichts taugt, weil in der Zeit einfach nichts gelernt werden kann. Und zweitens durch die fast flächendeckende Einführung von Studiengebühren in erheblichem Maße.
Und gleichzeitig wird die Rede geschwungen von der Wissensgesellschaft, der Notwendigkeit von Bildung. Wie soll das zusammen gehen? Erziehungsfaschismus ist die Folge. Und die, die es durchsetzen wie manche andere Gesetze zum Schutze der Bürger sind nicht anders zu bezeichnen denn als neue Faschisten. Wenn die dumpfesten der Bürger sich erheben und Politik machen in Land- und Bundestagen, dann hat man dieses Resultat.
Es geht um die komplette Ausmerzung einer Menschlichkeit zwischen Menschen, dort wo der Plan die Regierung stellt.
Nehmen wir zum Beispiel den Zeitrhythmus, der erforderlich ist, um das Sprachvermögen eines Kindes, seine moralischen Urteilsbildung, seine sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. Kein vernünftiger Mensch käme auf den Gedanken, die industriellen Zeittakte hier anzuwenden. Wo sie angewendet werden, sind Störungen im Persönlichkeitsaufbau des Menschen die prompte Folge.
Oskar Negt, Arbeit und menschliche Würde, Göttingen 2001, S. 182
Denkste wieder mal. So unvernünftig kann die Bildungsplanung sein, so unvernünftig ist sie geworden, sehenden Augs und hörenden Ohrs. Der Widerstand ist ersäuft um Kommunikationsterrorismus der neuen Medien. Der totale, auf Lohn zugespitzte, Begriff von Arbeit, der keine andere Form gesellschaftlicher Arbeit akzeptieren mag, setzt sich ja leider fort in Köpfen auch von Klügeren.
Warum behandelt man seine Politiker nicht endlich auch so, wie sie einen behandeln – nämlich wie Arbeitsvieh, das, wenn es nicht mehr funktioniert oder zu teuer wird, einfach in die Verbannung geschickt wird. Und zwar nicht über den Umweg von Wahlen sondern durch stetige Evaluationen ihres Volkes. Sie müssten halbjährlich oder quartalsweise über ihre Tätigkeiten berichten und deren Erfolg. Wer krank wird, fliegt. Wer nicht mindestens eine Volksfortbildung pro Monat nachweisen kann, fliegt.
Mit gleicher Münze heimzahlen ist nicht die feine englische Art. Aber die Geduld immer nur in einer Richtung aufzubringen, während man es anders herum erwartet, alles sofort und streng umzusetzen, wird erschöpft einen mit der Zeit.
Das Uri-Geller-Prinzip als Politiktheorie hat offensichtlich Erfolg: Langsam alle ermüden und auseinandertreiben, bis das Spiel ganz leicht wird und vom modernen Bürgerkrieg
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Der alte Kapielski hat etwas feines ausklabüsert, wenn auch bei 2001 so doch nicht falsch: "Gesetze sind Keime der Willkür und Suchtmittel machtbesessener Bürokratien unwürdig gewordener Reiche", heißt es da unter dem Titel "Gedanken vom Rauchsalon". Gut, das ist vom 5. Januar 2008, aber warum auch nicht. Vor allem die Schlussfolgerung am Ende, in Klammern gesetzt, hat einiges erfasst. Eigentlich scheint mir die Zeit auch mal wieder reif für eine Art "vorauseilenden Ungehorsams"; sonst…
Handlungsempfehlung: Kontinuierlicher Aufbau einer Demütigungsresistenz. Sonst Zunahme von Erkrankungen wie eritreischer Wirbelsäulenphobie. Treteimerentmüllung naheliegend.