Blickrück auf 2019

4.12.2019

Auch das gehört zur „Schönen Neuen Welt.“ Das Zurückrudern in den Konservatismus des Nationalregionalen. Dabei ist die die Durchdringung von Kultur im Globalen gar nicht anders zurückzudrehen als um den Preis des sinnlichen Verhungerns. Was bleibt einem da: Zuckerrübe und Honig, Wurzel und Kohl. Wie eng aber will man werden, ohne kulturelle Durchdringung.

Als wenn es nicht genug ist, dass Brexit und Trump auf eine eherne Tradition zurückgehen wollen, die es ja übrigens nie gab, sondern immer eine Konstruktion ist, oder Russland sein eigenes Netz etablieren will. etc.

Auf der Suche nach Identität bleibt leider nicht viel übrig, was zur Identität gehört, aber sehr viel auf der Strecke, was man wohl icksbeliebig ausschließen kann, wie es gerade opportun ist.

Schlimm dann aber auch das, wenn sich Privilegien an Körpermerkmalen oder natürlich sexuellen, seltener ästhetischen Präferenzen ausdrücken lassen sollen. People Of Blue Eyes? Oder was?

Alles eine ungute Entwicklung …

Aber irgendwann bin ich sicher dement genug, dass mir das egal wird.


4.12.2025:

Okay, ist mir nicht egal geworden. Aber diese Form der Identätspolitik hat mehr Kultur durchdrungen als einem lieb sein kann.

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der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.