Der ewige Wolfram Weimer und seine Staatsfeinde

Dass Wolfram Weimer sich gegen die Auszeichnung von drei Buchhandlungen aussprach und diese disqualifizierte, hat bei den 115 weiteren ausgezeichneten Buchhandlungen heftigen Widerspruch ausgelöst. In einem Akt der Solidarität legen sie zusammen.

Das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels druckte die Stellungnahme im Wortlaut. Darin heißt es:

Wir protestieren entschieden gegen diese Streichung und erklären hiermit deutlich unsere Solidarität mit den ausgeschlossenen Buchhandlungen. Wir haben uns entschieden, zusammenzulegen, um den Kolleginnen und Kollegen ihr Preisgeld zu ersetzen. Mehr als die Hälfte der nominierten Buchläden erklärte sich bei einem ersten spontanen Rundruf bereit, Geld ans Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zu überweisen, damit auch diese Buchhandlungen ihren Preis bekommen.

Außerdem laden wir die Kollegen aus Göttingen, Bremen und Berlin zur Preisverleihung nach Leipzig ein, um mit uns gemeinsam zu feiern. Auch wenn beim sogenannten Festakt die Tagesordnung vorgibt, dass innerhalb von 1 Stunde Preise an 115 Buchhandlungen übergeben werden und wir in dieser Zeit auch noch Sekt trinken sollen, wollen wir uns unser Fest nicht nehmen lassen und haben auch schon ein paar Ideen, wie uns das gelingen könnte.

Im Namen von 118 zum Deutschen Buchhandlungspreis nominierten Buchhandlungen.

Quelle

Nun gibt heute Wolfram Weimer bekannt, dass er die komplette Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse absagt. Seine Absage begründet er mit einer weiteren Beschädigung seines Amtes:

„Nun droht (…) die Debatte um die Nicht-Berücksichtigung von drei Juryvorschlägen den eigentlichen Sinn der Veranstaltung – nämlich die Auszeichnung und Ehrung unabhängiger Buchhandlungen – zunehmend zu überlagern.“

Quelle

Das Problem ist, dass Weimer die Veranstaltung selbst durch eine zensurartige, intransparente Entscheidung im Mufti-Style überlagerte. Nicht die Jury ist das Problem, nicht die Buchhandlungen, sondern sein willkürliches Handeln. Überall sieht er nur noch Staatsfeinde. Und dazu kommt noch die Angst, dass sein absurdes und gefährliches Agieren weiter in die Öffentlichkeit gelangt. Womöglich Fernsehen, Internet, Social Media! Oh Gott.

Statt dessen bietet er eine Unterweisung in Weimerismus als Nachhilfe an und möchte

„zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Diskussion im Rahmen einer öffentlichen Dialogveranstaltung über Kunst- und Meinungsfreiheit und die Bedeutung staatlich finanzierter Kunstpreise einladen“

Quelle

Über solche gönnerhafte, arrogante Hochnäsigkeit kann der Staatsfeindeclub nur lachen. Volle Hochachtung für das Verhalten der 115 Buchhandlungen, die sich mit den drei Ausgeschlossenen solidarisiert haben. Kontaktschuld folgt auf dem Fuß! Denn wer sich mit Staatsfeinden gemein macht, ist selber einer. So konsequent sollte Wolfram zur Zensur Weimer schon sein.

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der huflaikhan

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