Gerade eben sorgte noch die große Jazzstudie für Aufregung, in der sich zeigte, in welchen Einkommensverhältnissen die Musikerinnen so leben. Dabei gehts denen noch knusper! Also im Verhältnis. Schon letztes Jahr kam eine große Musikwirtschaftsstudie heraus, die zu noch übleren Ergebnissen gekommen ist. Hier die entsprechende Tabelle aus der Studie, die man übrigens, sehr lesenswert, hier als PDF herunterladen kann. Nur etwas mehr als 10% aller Komponistinnen sind weiblich. Erschreckend wenig, das Jahreseinkommen beträgt…
Seit kurzem bin ich Kunde bei einer Musik-Flatrate. Nicht irgendeiner, etwa hippen wie Spotify oder iTunesMusic. Schnickschnack. Wie meinen Wein, so beziehe ich meine Musik neuerdings über ein Flatrate bei ALDi. Der liegt schließlich auch der Urvater, die Urmutter aller Musikrates zugrunde. Napster!! Napster hat die Welt der Musikindustrie verändert, auch wenn dem Prinzip keine lange Zukunft beschieden war. Napster wurde gekauft und umgetauft und labelt bei Aldi nun herum. Einen Monat kostenlos. Enjott…
Wenn man Werbung betreibt, will man eigentlich auch, dass sie irgendwo ankommt; also sicht- oder hörbar ist, oder irgendwie sonst fühlbar. Ansonsten kann man es auch sein lassen. Nun haben die Opern in Berlin so eine Werbeaktion gestartet, die man kaum bemerkt. Fast hat es den Anschein, als ob den Auftraggebern, hier die Opernstiftung Berlin, die Sache ein bisschen peinlich ist. Denn diese Werbung versteckt sich. Was war, was ist los; beziehungsweise, was nicht?…
[Das ist hier kein Artikel aus der Welt von Herrn Wiegelmann, sondern allein der Kopf eines Artikels aus der Welt illustriert den Gegenstand, der hier verhandelt wird.] Lucas Wiegelmann, der „stellv. Ressortleiter Feuilleton“ der „Welt“ eilt seinem Musik-Feuilletonmenschen Manuel Brug nur scheinbar zur Seite, wenn er versucht, die Kritik an Brugs „Analyse“ der Chefdirigentenwahl der Berliner Philharmoniker durch die Twitterin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung irgendwie umzudeuten, als Innovation des Journalismus. Er rubriziert es ein…
Noch einmal Thema Rundfunkrat. Nachdem gestern die „ehrenamtliche“ Tätigkeit untersucht worden ist, geht es jetzt um die Struktur, die Aufgaben und seine Konstruktion im Rahmen der demokratischen Selbstkontrolle des öffentlich-rechtlichen Gedankens. Den Rundfunkräten eilt ja der Ruf der Unbestechlichkeit und der Parteilosigkeit voraus. Ohne die Rundfunkräte wäre der öffentlich-rechtliche Rundfunk schon unter der Marktwalze zermalmt worden. Auch wenn die Räte im Grunde nur das abnicken, was ihnen die Intendanten und Intendantinnen vorkauen. Klar, weil…
Wir kennen sie alle. Die vielen Menschen, die ehrenamtlich Dinge im Medien- und Kulturleben erledigen. Sie tun dies mit Engagement, ohne sie würde viel weniger laufen, häufig sogar gar nichts. Und dann gibt es die Ehrenämtler mit denen nichts läuft und die dafür aber honoriert werden. Gibt’s nicht? Gibt’s wohl. Nennt sich Rundfunkrat. Deren Mitglieder sollen ein bisschen aufpassen oder kontrollieren, was da im Rundfunk passiert. Sie wählen Intendanten und Intendantinnen. Und nachdem sie…
Lange nix über die GEMA geschrieben. Das ist gut, denn die GEMA gelangte immer wieder ins Visier der Netzöffentlichkeit und wurde schon für vieles zur Verantwortung gezogen. Häufig genug völlig zu Unrecht. Jetzt erst wieder in einem unsäglichen Artikel in der Telepolis. Unter dem reißerischen Artikel „Commerbank und GEMA gegen Obdachlose“ wollte man (Markus Kirsch) gegen die GEMA mobil machen, lief aber komischerweise ziemlich ins Leere. Außer im eigenen Forum folgten dann noch ein…
Die aktuelle Umfrage des nmz-WM-Blogs. Wer wird PFIFA-Fußballweltmeister 2014. Mitmachen und sich sinnlos freuen. [poll id="3"] Erntelied -WM 1822 Der Sommer bleibt nicht lange mehr, Der Tag wird kürzer, die Nacht wird länger, Das Korn ist gemäht, das Feld wird leer, Es schweigen schon des Waldes Sänger. Doch eh' uns der Sommer ganz verläßt, So giebt er uns noch ein fröhlich Fest. Seht da! sie bringen den Erntekranz Mit bunten Bändern und Flittern, Sie…
Wir wissen seit dem Outing von Theo Geißler in der Zeitung „Politik & Kultur“, wer folgenden PFIFA-Film verbockt hat. Er selbst nämlich. Das erklärt fast alles, vor allem seine Vorreiter-Rolle beim Tippspiel. (Alte Nuss, wer hätte das gedacht.)
53 Euro soll das Material für den Film gekostet haben. Aber was kostete wohl die Musik. Hat sich Theo G. einfach heimlich vor eine Tür eines Musikerziehers gesetzt und eine Fingerübung aufgenommen? Nur, wo werden solche simplen Akkordreihungen (von Fortschreitungen mag man ja gar nicht reden) überhaupt noch gespielt. In der bayerischen Provinz von Theo G etwa, zu viel Donauwasser geschluckt? Hoquetus maximus?
Auch die Schlusskadenz deutet darauf hin, dass hier eher ein Blattschuss gefallen ist denn eine durchdachte musikalische Logik sich Platz suchte. Kann natürlich im Endeffekt auch alles ein kaputtes Computerprogramm gewesen sein.
Der Schaden für die Ohren der Welt ist jedenfalls nicht mehr gut zu machen. Auf immer und ewig sind sämtliche Bemühungen für eine gute musikalische Erziehung völlig für den, den, den … Dings. Und es zeigt die Dominantz(!) der okzidentalen Musik über die Welt ans sich. Mit wenigen Akkorden wird die Welt beherrscht. Das ist musikalisch gesehen, auch okay. Aber da muss das Timing wenigstens stimmen. Wenn schon diese so unbedarft aneinander geklatscht sind, was soll daran dann anknüpfen? Totale Regression aber hier. Pfui, Pfui, Pfui.
Dabei wäre eine Lösung so einfach gewesen. Wir haben mal ein paar kurze musikalische Meisterwerke zu Vertonung gewählt – insgesamt fünf Stück.
Wer einige oder alle Musikbeispiele erkennt und in den Kommentaren benennt, weiß wahrscheinlich mehr als alle anderen auf der Welt. Und das ist Gewinn. (mehr …)