Fussball und Vermittlung – Chicagoer Schule

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Wenn man so die alten Weltmeisterschaften im Fussball an sich vorüberziehen lässt, fällt einem ja das eine oder andere auf. 1974 war die WM in Deutschland. Und ob man es glaubt oder nicht, es waren nicht einmal alle Spiele ausverkauft obwohl die Eintrittspreise damals noch gar nicht so sehr gepfeffert waren wie heute. Beim Endspiel reichte laut Wikipedia-Eintrag die Preisspanne von 15 bis 80 DM. Das war damals auch nicht ganz wenig, aber doch bedeutend weniger als heute. Die billigste Karte der WM kostete 10 DM. Stehplatz selbstverständlich, denn die gab es damals ja auch noch.

Hatte der Fussball damals also ein Vermittlungsproblem? Warum bleiben die Zuschauer weg? Muss man nur in Sitzplätze investieren und die Preise erhöhen, damit alles wieder ins Lot kommt? Also genau umgekehrt tun als man denkt?

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Erfindung des Fussballs … und WM-Pleiten

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Raus, raus, raus. Spanien ist raus, Kamerun ist raus. Typisch für die WM in Brasilien: die falschen Favoriten plumpsen in den Orkus der WM-Geschichte. Wie das insgesamt funktioniert, zeigte sich beim Tippspiel der nmz. Alle bis auf einen Tipper (icke nämlich) haben einen Sieg Spaniens gegen Chile getippt. Der PFIFA-Weltranglisten Platz 1 für Spanien hat sie getäuscht. Bei Kamerun komischerweise nicht. Vor der WM ziemlich hoch gehandelt, jetzt ziemlich tief gestürzt.  Aber das erste Spiel hat allen gezeigt, das wird nix.

In Gruppe A ist die Situation vertrackt. Ich glaube, selbst bei einer Niederlage gegen Kamerun ist Brasilien durch, was schade ist und den Rest Spannung nimmt. Wogegen sich die Überrascher Kroatien und Mexiko prügeln müssen.

So, und nun zur Geschichte des Fussballs. Fussball ist nämlich aus der Neuen Musik heraus entstanden. Hier die ersten noch verwackelten Bilder.

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Ernüchterung und die Wahrheit über eine Kopfnuss

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Der gestrige Tag brachte für manchen eine gewisse Ernüchterung, Brasilien spielt gar nicht so gut Fussball. Hat es ja schon lange nicht mehr, wie man weiß. Eigentlich ist Fussball in Brasilien mehr eine PR-Sache. Die werden verkauft. Für Spanien gilt das nämliche, auch Belgien als Geheimfavorit war jetzt nicht der Bringer. Kamerun auch. Nur Deutschland ist immer Favorit, jetzt aber erst Recht.

Russland und Südkorea? Hilft ja nix. Bei den einen steht nicht Putin auf dem Platz und bei den anderen merkt man doch, dass sie nicht in Deutschland studiert haben.

Zwei Unentschieden an einem Tag, das ist zu viel. Heute kracht es wieder.

PEPE vs. MÜLLER

Aber jetzt zum Thema. Im Spiel Deutschland gegen Portugal gab es eine Szene in der sich zwei Spieler „gezankt“ haben. Pepe auf der einen Seite und Müller auf der anderen. Wir haben hier noch einmal das Bild der Tätlichkeit, der Schiedsrichter sieht es jedenfalls genau, denn er steht daneben.

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Kultur? Abschaffen! (revisited)

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Es ist jetzt 15 Jahre her, da habe ich in der nmz gefordert: Kultur? Abschaffen! Darin zitiere ich Boris Groys: Der Medientheoretiker Boris Groys sprach in der Süddeutschen Zeitung vom 15. Mai 1999 sogar von einem „Verrat der Theorie“ und dem Sieg der „Massenkultur“ über die „Hochkultur“. „Die problematische künstlerische Qualität der massenkulturellen Produkte spielt (…) keine Rolle. Die heutige Theorie ist jederzeit bereit zuzugestehen, daß es sich dabei meistens um irgendeinen kulturellen Müll…

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Recht auf Vergessen – Total Recall

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Es ist schon einigermaßen empörend, unter welchen Melodien Urteile von hohen Gerichten die Runde machen. Jetzt das „Recht auf Vergessen“. Ein Recht auf Vergessen kann es nicht geben. Man kann nur entsprechende Gedanken löschen. Kunstvoll praktiziert von Stalin, aber auch kunstvoll dargestellt in der Verurteilung (Verhör) des Lukullus (Brecht), wo die Richter und das Volk fordern: „Ins Nichts mit ihm.“ Es liegt aber weniger in der Macht des Einzelnen, was von ihm vergessen wird…

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Relevanz und Firlef-

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Durch einen Versuch eines Eintrags in die deutsche Wikipedia gelernt, was Relevanz ist. Relevanz ist ein bloß bürokratisches Kriterium der Geistesbürokratie. Also ein recht objektives Mittel, sich vor einer Entscheidung zu verstecken. Die Menschen entscheiden sich immer seltener. Unter Journalisten im Musikbereich bescheidet man sich dagegen hinter den über Befragungen erhobenen Fakten. Die eigene Willensbildung geht auf in einer Montage von Zitaten, die aber nicht sprechen, sondern selbst Produkte anderer Zitate, anderer übergezogener Hülsen…

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Relevanz und Firlef-

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Durch einen Versuch eines Eintrags in die deutsche Wikipedia gelernt, was Relevanz ist. Relevanz ist ein bloß bürokratisches Kriterium der Geistesbürokratie. Also ein recht objektives Mittel, sich vor einer Entscheidung zu verstecken. Die Menschen entscheiden sich immer seltener. Unter Journalisten im Musikbereich bescheidet man sich dagegen hinter den über Befragungen erhobenen Fakten. Die eigene Willensbildung geht auf in einer Montage von Zitaten, die aber nicht sprechen, sondern selbst Produkte anderer Zitate, anderer übergezogener Hülsen…

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Kultur und Verwaltung – Nach Adorno

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„Je mehr für die Kultur geschieht, desto schlechter für sie, formulierte Eduard Steuermann. Diese Paradoxie wäre zu entfalten: daß sie Schaden nehme, wenn sie geplant und verwaltet wird; daß aber, wenn sie sich selbst überlassen bleibt, alles Kulturelle nicht nur die Möglichkeit der Wirkung, sondern die Existenz zu verlieren droht.“ Ist schon interessant, dass Adorno hier seinen Steuermann zitiert. Aber die Paradoxie, die in Steuermanns Formulierung steckt, lebt ungemindert fort. Das wäre allerdings auch…

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Die Dinge – Theorie der Viel- in der Einfalt

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Wir sind umgeben auch von Dingen. Diese nehmen wir aber zunehmend nicht mehr als Dinge wahr sondern als unsere Umgebung. Da die Anzahl der Dinge in der Moderne aber zugleich zunimmt, nimmt deren jeweilige Bedeutung ab. Mit der Vermehrung der Dinge nimmt ihr Rauschverhalten zu. Sie werden immer unterschiedsloser oder ihre Unterschiede werden geringer. Das globale Essen schmeckt sich immer ähnlicher, selbst wenn die Anzahl der Varianten zunimmt. In einem Schnellessrestaurant gibt es recht…

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Ein Plädoyer für das langweilige Bild

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„Massenkultur ist ungeschminkte Schminke.“ Da fällt mir jetzt grad auch nichts mehr zu ein. „Kitsch ist der Niederschlag entwerteter Formen und Floskeln in einer Formwelt, die ihrem Umkreis entrückt ist. Was der Kunst von ehemals zugehörte und heute unternommen wird, rechnet zum Kitsch.“ Es ist der Ekel,  der mir in letzter Zeit aus den „perfektionierten“ Fotos entgegenspringt: Tausendfach die Meerbilder mit Langzeitaufnahmen und mit ihrer hohen Sättigung am Abend; die Aufnahmen von den einsamen…

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