Eine Frage, Herr Luhmann!

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Ich hab da mal 'ne Frage, Herr Luhmann. Ihr Verlag, vielleicht sogar Sie selbst schreiben auf den Klappentext zu "Die Kunst der Gesellschaft": „Niemand sonst macht das, was sie macht.“ Das stimmt wahrscheinlich. Aber das führt mich zu der Frage, wie sehr oder wenig abgeschlossen ihre Sammlung "Der/Die/Das … der Gesellschaft“ ist. Sie haben die Kunst, die Wirtschaft, die Gesellschaft, das Recht, die Wissenschaft, die Politik, die Religion, das Erziehungssystem der Geselllschaft sich angesehen.…

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Recht und Kunst II

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Ich glaube, es gilt ein grundlegendes Missverständnis aufzulösen. Recht und Kunst kommen nicht zur Deckung. Gerade vorausschreitende Kunst ist häufig nicht mit Mitteln des Rechts zu fassen. Offenbar sind ja Kunstgegenstände wie das "Schwarze Quadrat" von Malewitsch oder Fountain von Marcel Duchamp nicht durch das Urheberrecht als Werke geschützt, so wenig wie John Cages 4'33". Aber, dass es sich um Gegenstände der Kunst handelt, die auch kommunikativen Einfluss hatten, also kunstgeschichtliche Relevanz haben, dürfte…

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Gesellschaft und Screen (Wort zum Sonntag)

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Es ist doch einigermaßen erstaunlich, wie viele Menschen sich mit der Gestaltung von Spülmittelflaschen, Internetseiten, Noten, Bildern, Essen und Wohnungen ... beschäftigen und wie wenige mit der Gestaltung ihres eigenen Lebens. PS: Jetzt muss ich Wäsche zusammenlegen gehen. PPS: Frei nach Kürnberger  

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Rückfrage – Kronzeptkrunst

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Das Problem mit der Kronzeptkrunst ist, altertümlich gesprochen, es fehlt entweder das Kronzept oder die Krunst in der Kronzeptkrunst. Ersteres bedarf nicht der zweiten, die zweite setzt das erste voraus, lässt es aber hinter sich. Es ist ein bisschen wie mit einem erklärten Witz. Sinnlos. Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, es fehlt beides. Das Kronzept trägt nicht sein eigenes Vergessen und die Krunst verdeutlicht es. Das macht aber im Prinzip auch nichts, da…

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Privattentate – Oder: Kann man mit einem Flugzeugträger Kunst machen?

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Dilemma des modernen Netzbewohners: Er will seine Privatsphäre schützen und zugleich nach außen sichtbar sein. Punkt 1: Dabei ist das eigentlich kein Dilemma, wenn man es genau nimmt. Denn das ist möglich. Zumindest unter Freunden. Man darf sich dabei nur nicht darauf verlassen, dass andere das Problem für einen lösen. Man muss es selbst tut, man muss seine Sphäre für sich selbst schützen. Das geht nicht über zentrale Serverfarmen, die in Händen anderer sind,…

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Gesellschaftslärm – die dauercholerische Gesellschaft

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Zum soeben gesagten muss man das folgende ergänzen: Es heißt ja, eine der wichtigstens Währungen gesellschaftlicher Art sei die der Aufmerksamkeit. Nur wer Aufmerksamkeit erhascht, wird bemerkt und wahrgenommen. Nicht so unwahr das Ganze. Doch hat es seine ganz präzise Grenze. Wo alles schon überlaut ist und überhell, hört man nichts mehr besser sondern erzeugt nur Stress. Das ist die Erfahrung der Lehrer, die in einer lauten Schulklasse anfangen herumzubrüllen. Sinnlos. Doch noch haben…

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Angehäufter Haufen

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Ich habe mal eher zufällig wieder ein Buch von Buch Michel Foucault zur Hand genommen. Es stand mir direkt vor den Augen und hatte den Titel: Ästhetik der Existenz. Da habe ich nicht weiter drin gelesen, weil es komplizierter oder langweiliger oder ichweißnichtwas schien als manches andere Buch vom gleichen Autor. Doch man kann den Versuch immer wieder machen. Irgendeinen Nutzen kann man noch aus allem ziehen. Und so war es auch. Ich schaute…

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Künstler und Politik

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„Ich kenne dieses Gesetz nicht und ich verstehe es auch nicht", sagte der Dirigent Gergiev, dem demnächst die Münchner Philharmoniker als Chefdirigent leiten soll und ergänzt. „Ich bin ein vielbeschäftigter Künstler.“ Das entschuldigt natürlich alles. Ich bin ein vielbeschäftigter Hausmann und kann mich ja auch nicht um allen Kram kümmern, schon gar nicht um Sachen, von denen ich keine Ahnung habe. Man muss sich da schon fragen, wie kann jemand, der so taub ist,…

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„… sie wittern das Ende.“ [Plessner]

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1924: Helmuth Plessner über Dichten und Denken in der Zeit der „Utopie der Maschine“. „So um 1860 ist die Masse da, uniform durch die Arbeit, uniform, weil übermüdet, im Genuß. Jenes Publikum, das nicht mehr mitkann, aber kollektiv den Anspruch erhebt, für voll genommen zu werden, zwingt den Dichtern und Denkern eine neuere, gröberer, eindringlichere und stimulierende Sprache ab. Bürgerliche Industriewelt steht gegen vereinsamte Musiker, Maler, Schriftsteller, gegen Bildungswelt; die unpersönliche Unternehmung, tausendfältig verfilzte…

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