Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.

taktlos 64: chormusik – die adorno-legende

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Dummerweise ist mir ja einmal das Blog abhanden gekommen. Leider hats da auch Text verschmissen, auf die gelinkt worden ist. Diesen zum Beispiel: taktlos 64 – chormusik – martin hufner 4.4.2003 Musik: Eisler: Track 1 Anfang 0:00 bis 0:10 dann unter den Text blenden Sprecher: Die Chormusik in Deutschland hat es nicht leicht. Vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren die Chorsänger die größte kulturelle Bewegung in Deutschland überhaupt. Insbesondere die große Anzahl an Arbeiterchören war erstaunlich. Und die damals fortschrittliche Musik fand…

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taktlos 77: Neue Musik für Kinder

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Neue Musik für KinderMusik: Charles Ives: Three Places in New England Nr. 3 The Housatonic at Stockbridge von Anfang, unter dem Text lassenAutor: „Elfjährige sind – was den Musikgeschmack betrifft – erstaunlich fertig. Die entscheidenden prägenden Erfahrungen sind heute, stärker als in der Vergangenheit, bereits in der Kindheit zu suchen“, sagte der Musikpsychologe Klaus-Ernst Behne 2001 bei der Eröffnung des Kongresses „Konzerte für Kinder“ - einer Initiative der Jeunesses musicales Deutschland.Umso wichtiger muss es scheinen, die Vielfältigkeit der musikalischen Welt Kindern zur…

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Richard Wagner: “… sie sind nur Ableiter.”

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Richard Wagner ist ein umstrittener Künstler, nicht nur heute sondern auch zu seiner Zeit. In seiner revolutionären Phase als Autor (so um 1850) hatte er einer unentschiedenen Art des Kommunismus sich zugewandt. In jener Zeit enstanden dicht hintereinander zuweilen dicke Abhandlungen wie „Das Kunstwerk der Zukunft” (1849), “Die Kunst und die Revolution” (1849) und „Das Künstlertum der Zukunft” (Fragmente, ab 1849). Aufgefangen und praxistauglich umgesetzt wurden viele Ideen aus diesen Schriften dann in “Oper und Drama” (1850/51). Die Sprache der „revolutionären” Schriften…

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Telefon-Spam, ein Scherz-Anruf und seltsame Belieferungsprobleme

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Was ist eigentlich da los. Nachdem ich mein Faxgerät abgeschafft habe und so freundlicherweise nicht mehr Sinnloses Promotionmaterial auf diesem Weg empfange, häufen sich in letzter Zeit Anrufe, die behaupten, meine Telefonnummer und Adresse bekommen zu haben, weil ich irgendwo angeblich mal was gekauft hätte. In den letzten zwei Tagen handelte es sich um Lotterie-Sachen. Ich lasse die anrufenden Damen zuerst gerne aussprechen, also ins telefonische Nichts laufen. Irgendwann, wenn sie Interesse von mir erwarten, sage ich immer, dass mich das nicht…

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Von Demonstrationen und Ringelblumensalben

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Ein wenig in der neuen Ausgabe von »Bürgerrechte & Polizei« geblättert. Thema: Polizeiliche Statistik. Am Ende der Hefte findet sich eine sogenannte Chronologie, die allerlei Merkwürdigkeiten enthält. Darin eine Meldung, die an einen Eintrag und Diskussion in »Moes Plastic Thinking« erinnert. Für den 2.März 2004 findet sich der Eintrag: Verbot einer NPD-Demo: Wegen ihrer „offenkundig antisemitischen Grundrichtung“ wird eine NPD-Demonstration gegen den Bau einer Synagoge in Köln vom Oberverwaltungsgericht verboten. Kanzler-Ehefrau von Demo belästigt: Die Polizei entschuldigt sich bei Doris Schröder-Köpf dafür,…

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Weltfremde Verwaltungsgerichte

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Auf der Suche danach, ob das Verwaltungsgericht Braunschweig das Urteil meiner Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland vielleicht archiviert habe, was nicht der Fall ist, stöberte ich mal so durch Verwaltungsgerichtsurteile und -beschlüsse. Verwaltungsgerichte behandeln auch Asylfragen, eine heikle Angelegenheit, denn im schlimmsten Fall hängen da Menschenleben dran. Zwar würde ich mich nicht zur Formulierung einer schleichenden Einführung der Todesstrafe durch Abschiebung und Asylverweigerung versteigen, aber manchmal kann einem so ein Gedanke kommen. Interessant ist eigentlich ja auch, dass in solchen Beschlüssen und…

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Alte Geister Meister – Musikindustrie bei Bernhard

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Joshua von Brain farts empfahl mir doch die Lektüre von Thomas Bernhards “Alte Geister Meister” - mein erstes Bernhard-Werk. Darin wunderbare Zeilen über die Musikindustrie, die einen mit Musik zumülle und einen “krankhaften Musikkonsumatismus” erzeuge. 1985 wurde der Text verfasst - visionär. Den von der Musikindustrie total vernichteten Menschen sehe ich schon, sagte Reger, diese Massen von Musikindustrieopfern, die die Erdteile schließlich mit ihrem musikalischen Leichengestank bevölkern, mein lieber Atzbacher, die Musikindustrie hat die Menschen einmal auf dem Gewissen, hat am Ende…

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Kulturelle Grundversorgung und Obdachlosigkeit

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In Zeiten knapper Kassen, stehen kulturelle Leistungen der öffentlichen Hand schnell zur Disposition. Brauchen wir wirklich in fast jeder Stadt ein Theater, muss man dicht an dicht neue Konzerthäuser errichten wie in Essen und Dortmund?! Wem soll diese kulturelle Grundversorgung dienen?! Werden wir nicht vielmehr geradezu mit Kultur zu Tode versorgt – so wie bei den Sybariten?! Überall und zu jeder Zeit: Festwochen, Festspiele, Feste, Feste, Feste – und auf der anderen Seite Obdachlosigkeit, Armut und die zunehmende Erosion einer demokratisch verfassten…

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Aus für die Berliner Symphoniker – Demokratischer Sozialismus

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Wer in die Verantwortung tritt, läuft auf einem Scherbenmeer. Das KIZ berichtet über das „Aus für die Berliner Symphoniker”. Rot, röter am rötesten: Das sympathische Berliner Orchester mit seinen Initiativen im Bereich der Jugendbildung ist anscheinend überflüssig. Egal auch, dass es durch “Lohnverzicht” anderer Berliner Orchester (ein bisher einmaliger Vorgang) nicht gerettet werden konnte. Die 1,2 Millionen reichten vorn und hinten nicht. Berlin hätte weitere 2 Millionen hineinbuttern müssen. Angesichts der desolaten Finanzlage der Stadt und des Staates eine nicht überwindbare Hürde?…

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Zwangsbeschallert

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Musik kann schon ein richtiger Weichmacher sein. Blinde werden sehend, Taube hörend und Menschen brav, vor allem aber Letzteres. Da werben die auf der Abschussliste des Berliner Senats stehenden Berliner Symphoniker in U-Bahnen mit dem Slogan „Kinder, die musizieren, kommen nicht auf dumme Gedanken“ (wie zum Beispiel in einen Gurkentransporter ohne Führerschein fahren), das internationale Büro der Jeunesses musicales hat eine Plakatserie hergestellt, auf der die gesellschaftlichen Verlierer hoffnungsfroh auf die Rettung durch Musik hingewiesen werden (siehe Bild) – warum also länger…

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