Esc heißt Escape

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Zwischen Dada und Ballaballa ist enorm viel Raum für Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung. Sie wissen, wovon ich spreche: Vom einzigen Wettbewerb der Welt, bei dem es nicht darum geht, den Sieg davon zu tragen, sondern im besten sportlichen Sinn, dabei zu sein und beim millionenfachen europaerweiterten Publikum Hormone aus Glück und atavistisch-ästhetischer Frivolität freizusetzen: Es geht um den Eurovision Song Contest. Die ARD ist auch mit von der Partie und muss aktuell etwas…

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Wegwerfästhetik – Tränen und Rotz = Trotz

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Es ist eine Ewigkeit her, da habe ich auf der Dult in Regensburg dieses Päckchen mit Taschentüchern geschenkt bekommen. Eine Werbung für den privaten Radiosender Gong FM (gibt den noch). Ein Wortspiel mit unendlichen Verbindungen der Interpretation. Softie und Softies (andere Taschentuchmarke). Aber wie man die Sache auch dreht, da fasst ein junger Mann einer jungen Frau unter das Selbstgestrickte. Die Hosenreißverschluss der jungen Frau ist geöffnet und gibt den Blick frei auf Netzstrumpfhose…

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Das musikalische Materialermüdungsinstitut in Teltow

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Soll ich jetzt die Berufung auf die Professur für Weltallmusik an der  Universität Gardelegen annehmen oder doch weiterhin Abteilungsleiter im Bereich Materialermüdung am Bundesinstitut für Neue Musik in Teltow bleiben? Material-Yoga Ich meine, ist es wirklich das Ende meines musikalischen Lebens, Kompositionen von beispielsweise Moritz Eggert, Johannes Kreidler, Gordon Kampe oder Sarah Nemtsov auf Ermüdungsbrüche hin zu untersuchen. Sie allesamt einem Stresstest zu unterwerfen. Ich finde das ziemlich langweilig. Vor kurzem erst sind dazu…

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Eurovision Song Contest 2016 – Blinde Wutlosigkeit

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Als letzten Samstag der European Song Contest 2016 über die Bühne ging, war eines von Anfang an klar. Das wird ein Ereignis, egal wie das Ergebnis auch lauten würde. Der Beitrag aus Deutschland kam im Ergebnis auf den letzten Platz, so haben es Jurys aus "Fachleuten" und "telefonierende" Bürger in Europa entschieden. Also die, die da mitgemacht hatten. Und ebenso haben diese Menschen entschieden, wer den größten Zuspruch bekommen hat. Mehr nicht! Aber das…

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Was weiß die Kunst über mich

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Vor einiger Zeit lief auf ARTE eine Dossier zum Thema „Daten“ und deren Nutzung, Anwendung, Kritik etc. Im Gesundheitswesen und bei Mario Sixtus' Beitrag über Gesichtserkennung – und was die Datensammler über einen wissen. Ja, was sie möglicherweise mehr über einen wissen als man selbst. Dass sie sogar zukünftiges Verhalten ermitteln werden können. In dem Moment kommt dem Begriff des Authentischen eine eigenartige Bedeutung zu. Man ist auf der einen Seite selbst anscheinend weniger…

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Freischütz: Ästhetische Rechnungsleger schlagen Rat

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Die CDU hat ein Personalproblem. Mindestens in Hannover. Dort fühlte sich der kulturpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion herausgefordert, sich zur aktuellen Freischütz-Produktion des Staatstheaters Hannover zu äußern. Er war nicht gerade begeistert. In einer Pressemitteilung äußerte sich Dr. Kiamann (Studienschwerpunkt Rechnungslegung) unter anderem so: „Aber dass das German Trash Theatre nun offenbar mit dem ‚Freischütz‘ auch die Schulen in Hannover erreicht, ist in höchstem Maße befremdlich!“ [Pressemeldung der CDU als PDF] Erreicht sie dann aber…

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Musikalische Analyse II: Unspielbare Musik

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Wenn man denkt, in der sogenannten klassischen Musik gäbe es unspielbare Musik, die so schwer zu spielen ist, dass man Scheitern müsse, der irrt. Neue Musik ist total einfach, zumal es Musiker und Musikerinnen gibt, für die es keine Hürden zu geben scheint. Und wenns mal wirklich zu schwer wird, ist das bekanntermaßen die Intention der Komponistin oder des Komponisten. Aber was eben wirklich nicht geht: Bass spielen und singen zugleich. Der Bassist Jay…

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Die Kunst der Sequenz – Musikalische Analyse II

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Hier sehen wir einen frühen Beitrag zum „neuen Konzeptualismus“: Charlie Chaplin und Buster Keaton mit einer Aufführung von „Generation Thrill“ aus dem Film-Klassiker „Limelight“.

Charlie Chaplin and Buster Keaton (limelight… von Mallu-palace

Es geht hierbei um eine Dekonstruktion des Konzerts als Desavouierung des Aktes der Kontemplation. Die beiden Akteure, aus linguistischer Sicht und zur Abgrenzung gegen den sonst missverständlichen Gebrauch, nachfolgende Aktöre (Referent, Signifikanz, Signifikat oder Siggifikant) genannt, betreten die Bühne eines Theaters musikalischer Grausamkeiten. Deutlich zeigen sie, wie scheinbar periphäres Agieren zum Zentrum ihrer eigenen performativen Distanz dissoziieren. Wie wenig ihnen es um die Musik geht, geht aus der Unspielbarmachung ihrer anderen Aktöre (der Instrumente) hevor. Hier wird alles zur Disposition gestellt. Noch der Kampf um die Spielbarmachung von bedrucktem Papier (Noten) stellt die Frage, wie sehr Anweisungen (Noten sind ja nichts anderes als Anweisungen, Regeln, Konventionen und quasi autoritäre Entitäten) am Ende überflüssig sind.

Kampf um gesellschaftliche Anerkennung

Auch die Austauschbarkeit der Instrumente wie ihre Spielweise (Violine linkshändig oder rechtshändig), zerstört oder aus dem Ärmel gezaubert, wird vorweggenommen im Spiel der verschieden langen Beine des Aktörs in weiten Hosen. Es ist der Kampf um gesellschaftliche Anerkennung, es geht um die Kritik des Defekts, die hier nicht sinnfälliger zum Tragen kommt.

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„Leere ist Verbrechen“ – Ornament ist Leben

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Vielleicht sollte man sich doch gelegentlich mal wieder orientieren. Auch wenn es keinen Spaß verspricht. Die schnellen Medien erzeugen einen Rausch. Plötzlich kann man überall dabei sein. Überall mitreden. Überall wird exponiert, geredet, abgebildet. Die Präsenz ist die Existenz. Wer nicht da ist, existiert nicht. Und es gibt kein zurück. Und so wird jeder gewonnene Zeitraum zu einem Zeitraum, der Besetzung verlangt. Es darf keine freie Wiese geben in der einmal nichts geschieht. Denn…

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