Gemißbrauchte Kultur und die Mode der Permanenz
Mittwoch, ein trauriger Tag. Auf dem Wecker WE als Wochenende gedeutet. +++ Grenzen der maschinellen und menschlichen Kreativität +++
Mittwoch, ein trauriger Tag. Auf dem Wecker WE als Wochenende gedeutet. +++ Grenzen der maschinellen und menschlichen Kreativität +++
Ursache und Wirkung. – Vor der Wirkung glaubt man an andere Ursachen als nach der Wirkung.“ Ich bin mir noch nicht sicher, wie man das zu verstehen hat, außer einfach. Vor allem stimmt es aber auch anders herum. Was auf das Gleiche hinausläuft.
In Kleinmachnow ist seit einigen Wochen Wahkampf. Erst wegen des Landrats (es ist der SPD-Mann geworden), jetzt wegen der Bürgermeisterin. Da muss noch gewählt werden. Hier das Wahlplakat der Kandidatin B. Also Uda! Aber die Öhrchen in allen Ehren. Es geht um den Kopp, der da in Gelb (glaube ich, kann auch grün sein) vor dieser Schule abgesetzt worden ist. Es war nämlich so: Vor ein paar Jahren bin ich an dieser Stelle vorbei…
Eigentlich habe ich die Idee nicht von mir. Sondern sie hat der Klaus Kusanowsky in mir wieder erweckt. Im Zettelkasten einfach nur schnell mal was niederzulegen. Heute fällt mir das sogar schwerer als sonst. Leeres weißes Blatt Papier, zumal ich mich bei der Berliner Gazette echauffieren musste. Also ich hatte da mal was von Nietzsche, was mich interessierte: Seinem Gefühle vertrauen – das heißt seinem Großvater und seiner Großmutter und deren Großeltern mehr gehorchen…
Wir Heimatlosen. — (…) Wir Kinder der Zukunft, wie vermöchten wir in diesem Heute zu Hause zu sein! Wir sind allen Idealen abgünstig, auf welche hin einer sich sogar in dieser zerbrechlichen, zerbrochenen Übergangszeit noch heimisch fühlen könnte; was aber deren »Realitäten« betrifft, so glauben wir nicht daran, daß sie Dauer haben. Das Eis, das heute noch trägt, ist schon sehr dünn geworden: der Tauwind weht, wir selbst, wir Heimatlosen, sind etwas, das Eis und andre allzudünne »Realitäten« aufbricht…
[Friedrich Nietzsche: Werke und Briefe: Fünftes Buch. Wir Furchtlosen. Friedrich Nietzsche: Werke, S. 6305
(vgl. Nietzsche-W Bd. 2, S. 251-252) (c) C. Hanser Verlag
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Unsterblich machen. - Wer seinen Gegner töten will, mag erwägen, ob er ihn nicht gerade dadurch bei sich verewigt.
In der Philosophie gibt es ein paar ganz bemerkenswerte Äußerungen zur Bedeutung des Tanzes für die Gedanken, für das Leben, für die Erkenntnis. 1. Friedrich Nietzsche: Nachgelassene Fragmente 1885-1887, Kritische Studienausgabe 12, München 1988, S. 550. Hervorhebung im Original gesperrt 10[160] Schreckgespenster, moralische Gurgeltöne, tragische Farce 10[161] Wahrheiten, nach denen sich tanzen läßt, Wahrheiten für unsere Füße