Thomas Heyn analysiert den Eurovision Song Contest 2026

Heute muss ich mal wieder einen nötigen Verweis machen. Auf nmz.de ist eine ausführliche Analyse der ESC-Veranstaltungen der letzten Woche nachzulesen. Was mir besonders gefällt: Sie spannt den Bogen vom sozialen Zusammenhang über das mediale Verhängnis bis in die Kunst direkt hinein. Und wieder zurück. Hier nur ein Ausschnitt. Den ganzen Text gibt es dann vor Ort bei nmz.de

Licht, Schatten, Fragen, Wünsche

ESC 2026 Eine Analyse
ESC 2026 Eine Analyse

… Trotzdem müssen sehr kritische Worte zu den Kompositionen insgesamt gesagt werden. Die Musik sei „irgendwie dröge“, schrieb Martin Hufner auf seinem Account einige Tage vorher zum zweiten Halbfinale, und das stimmt so auch, obwohl fast jedes Lied drei, vier und mehr Komponisten und Textdichter hat. Aus meiner Sicht hat das folgende Ursachen. Von 25 Songs waren 24 im 4/4-Takt. Beinahe alle Songs verwenden die gleichen Rhythmen, nämlich entweder eine Melange aus Samba, Salsa und Milonga in der Aufteilung von 3+3+2 Achtel. Das ist der „gute-Laune-Sommer-Rhythmus“ mit Latino-Feeling, den man aus unzähligen Songs z. B. aus „Sophia“ von Alberto Soler, Mambo Nr. 5 und vielen anderen kennt. Oder es klopft die Hiphop-Bass-Drum auf jedem Viertel durch den gesamten Song durch. Das ist der Rhythmus der Tanzschuppen, in denen die jungen Leute mit Hilfe kleiner Pillen viele Stunden durchtanzen und die Nacht zum Tag machen. Der dritte Rhythmus ist eine Art Disco-Fox wie im italienischen Beitrag. Manchmal werden die Rhythmen kombiniert, oder durch a cappella-Stellen unterbrochen. …

Source: ESC 2026: Licht, Schatten, Fragen, Wünsche – Eine Analyse von Thomas Heyn | nmz – neue musikzeitung

kritische masse newsletter

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.

Schreibe einen Kommentar