Nach der digitalen Kälte
Hörte es und war vergnügt. Der Xenakis des 18. Jahrhunderts. Dochdoch.
Hörte es und war vergnügt. Der Xenakis des 18. Jahrhunderts. Dochdoch.
Hallo Johannes Kreidler, ich häte da mal eine Frage. Du kennst bestimmt "I'm sitting in a room" von Alvin Lucier. Das gehen von Kopie zu Kopie immer mehr Informationen verloren, bzw. ändern sich zu anderen. Martin Supper sagte neuelich auf Nachfrage, das gelte auch für digitale Kopien. Die seien auch nicht 1:1 - überall sei Rauschen. Dann sind aber die sog. Raubkopien auch längst eben keine Klone sondern wirklich Kopien. Was heißt das für den Werkbegriff, für das Urheberrecht, für uns? Dich…
Man hat ja sonst schließlich nichts zu tun. Im Überflussland braucht man neue Kampfgräben. Die, die sich gegen Schweinegrippe impfen und die, die sich nicht gegen Schweinegrippe impfen. Jeder kann dann dem anderen vorwerfen, es sei ja selber schuld. Häme haben sie alle drauf. Links wie rechts. Am Ende ist auf jeden Fall das Abendland gerettet. Spätestens in sechs Jahren werden wir das Ergebnis haben. Man kann die Kampfhähne ja nicht alle nach Afghanistan schicken.
An sich habe ich es immer schon gewusst, aber heute habe ich es gesehen. In Berlin regieren Außerirdische. Und zwar außerirdisch gut. Ufo in Berlin Das Erstaunliche. Ganz offen. Jeder kann es sehen, jeder kann es spüren. Andererseits, es gibt schlimmeres.
Meine Truppe feiert heute einen 40. Geburtstag, ach was sage ich einen 80. Mein Gott wird man schon dusselig. Drum alles Gute zum Geburtstag Oma von Pepa-Kinders. Die drei lustigen Vier: Die drei lustigen Vier
Verstolpert soll Schwarz-Gelb haben den Auftakt. Das Gegenteil ist richtig. Sie haben die erste SPD-Regierung seit 35 Jahren ins Amt gehoben. Das kann man natürlich verstolpern nennen. Aber Trittin noch besser. Man habe Wahlversprechen gebrochen. Zum Beispiel, dass man sagte, alles bleibt schlecht und schwere Zeiten stehen bevor, man werde den Gürtel enger schnallen. Und jetzt: Steuersenkung! Wie kann man seinen Wählern so etwas nur antun. Gleichzeitig dann aber sagen, mit den Senkungen wäre das nichts, da hätten nur die Arbeitgeber, Ärzte und Apotheker was von.
Kaum zu glauben, wie Theo Geissler seiner selbsternannten Karla Kolumna der Neuen Musik (törrröööö!!!) immer noch die Stange hält. Und das nach allen Lücker’schen Peinlichkeiten im Umfeld der Darmstädter Ferienkurse 2008 – und offenbar GEGEN fast alle Stimmen seiner nmz-Mitredakteure! (Wieso wehrt sich diesmal eigentlich niemand mehr aus der nmz-Redaktion gegen diesen ganzen Datenmüll?)
Eins sei aber gewiss: Wer heute Komponisten wegen ihrer Frisur diffamiert, hetzt morgen auch gegen Künstler, die zufällig eine eine krumme Nase haben.
"Ein Klavier stand in dem Raum, Gianino konnte nicht widerstehen, er schlug die geliebten Melodien an, und von Tassengeklirr dünn kontrapunktiert, quoll aus schwarzen Tasten Heiterkeit schwerflüssig in die ausgestorbene Welt." (Siegfried Kracauer, Empfindsame Suite von der Bergstraße, Gesammelte schriften Bd.5/1, S. 229, Frankfurt am Main 1990) Ist einfach immer wieder gerne gelesen, zwischendurch, die Aufsätze aus den 20er Jahren, Kritiken zu Spengler, Kafka, Sinclair, Plessner und so vielen anderen. Besonders aber seine richtigen Feuilletons.