Tumult

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Das ganze Meer ist aufgewühlt. Man sieht die krausen Wellen. Sie sind nicht anders als die anderen. Der Tumult ist nur Geräusch noch.

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Befehle

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So gilt denn in der Kunst auch kein Befehl. Nicht einmal ein innerer. Es gilt der Impuls mehr, es gilt die Reflexion mehr, es gilt das Nichtmachen mehr. Aber Befehle gibt es nicht. Manche Differenz(ierung) ist allerdings nichts anderes als ein Befehl, ein Befehl zur Distanz. Man kann nur, wie Wind (?) es einmal formulierte durch den Hintereingang ins Paradies kommen.

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Revolution

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Der Unterschied zwischen künstlerischer und politischer Revolution: erstere kommt aus der Freiheit, letztere aus dem Gehorsam. Deswegen ist eine Kulturrevolution praktisch unmöglich, sie widerspricht sich selbst.

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Bruchstück einer Fototheorie, die niemand braucht

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Was ist denn das, ein Foto? Schon die Antwort ist unmöglich zu geben. Das geht nicht. Man sollte davon ausgehen, dass es Fotos nichts gibt. Auf meinem Schreibtisch liegen also Dinge, die es nicht gibt; Fotografien. Auf dem Monitor meines Fotoapparates, dem Monitor meines Computers werden Dinge angezeigt, die es nicht gibt. Ich besitze eine Zeitschrift, die sich unter anderem mit Dingen beschäftigt, die es nicht gibt. Was ist eine Foto? Eine Abbildung? Was bildet sie ab? Ein Objekt? Und welchen Sinn…

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Phantomdiskussion oder: Was man von der „Avantgarde“ lernen könnte

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… und vor allem, was nicht! Schon seit Jahren gehört das Gezeter um die Zukunft des klassischen Konzertes zum Betrieb. Dafür orientiert man sich auf Kongressen, dafür bringt man große empirische Studien auf den Weg. Publikumsforschung auf der einen Seite wird gepaart mit Musikvermittlungsversuchen auf der anderen Seite. Immer unter der Annahme, dass das klassische Konzert überholt sei. Aber ist es das denn überhaupt? Es gibt viele Anzeichen dafür, dass der Besuch eine Konzertes oder eines Theaterstück, der Besuch eines Museums doch…

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Ivo Csampai mit einer Vision

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Aus dem Blog: Ein Versuch über die wahre Art das Klavier zu spielen. (Die Darstellun ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig.) Der Text ist ein bisschen lang. Aber heute ist Sonntag, da hat jeder Zeit für alles.

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Selbstbeobachtung

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Hier sind gerade zwei Artikel biographischen Inhalts eingetragen worden. Warum? Darum! – Nein, es geht offenbar eher darum, zu zeigen, wie persönliche Entwicklungen zur Aneignung von Musik führen. Mittlerweile wird an diesem Punkt viel untersucht, empirische Studien aufgebaut, daraus mehr oder weniger sinnvolle Konsequenzen gezogen. Wie kommt Musik in die Menschen. Wie vor allem kommt es zu starken Bindungen an stark bindende Musik? Allgemein wird angenommen, dass dazu Initiativen nötig sind, die diese Bindungen erzeugen sollen. Da werden Dinge heraungetragen, weil die…

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Strudelwärts

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Gerade beim Weiterhören durch die digitalen Bäuche der Musikgeschchte wieder bei Franz Schubert gelandet. Und auch hier ein Stück ausgemacht, der direkt ins vegetative System einschießt ohne Umweg berührt. Ein Impromptu. Erinnerung an die Samstage bei meiner Tante in Westhagen (Cola und Kaugummi frei, Fernsehen, Steak und Gurkensalat). Auch meine Tante hatte im Betongebiet von Westhagen eine kleine Plattensammlung und eine Stereoanlage. Hier die Fünfte von Beethoven gehört mit einem amerikanischen Orchester, Boston war es wohl mit Charles Munch. Hier gab es…

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Tunnelblick der Gefühle

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Nun gibt es da eine sehr merkwürdige Erscheinung. So wie ich beim Fernsehen, wenn jemand in schwindelerrregender Höhe steht, ganz tief in meinem Körper eine Art Zuckung spüre, die mich beklemmt, so kommen bei bestimmten Musikstücken eigenartige Gefühle auf. So gestern abend. Zur Dienstarbeit habe ich meine Musikbbliothek durchforstet. Bruckner sollte nicht, Brahms-Sinfonien mussten nicht. Aber da war doch das Violinkonzert in D-Dur op. 77. Gleich mit den ersten Tönen sprach da eine Musikstimme zu mir. Eine, die ganz tief in meiner…

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