Erinnern, erneuern
Eine wunderschöne Thomas-Rosenlöcher-Erinnerung, der heute vor vier Jahren gestorben ist. … Das letzte Gedicht endete mit einem Bild von kalter Schönheit: Mitten durch einen brüllenden Orkan tritt „ein blendend weißer, stiller Todesschwan“. Noch ehe die Zuhörer zu klatschen begannen, rauschte der Wind Beifall. Ich hatte keine Ahnung, daß ich ihn zum letzten Mal lesen hörte. Hätte ich es gewußt, ich hätte ihn gebeten, ach was: ihn angefleht, immer weiterzulesen. … Weiterlesen auf: Flußpferd und…

Persepolis (1971) von Iannis Xenakis ist ursprünglich für eine Outdoor-Aufführung an alten persischen Plätzen gedacht gewesen – ergänzt um zahlreiche multimediale Zusatzbestandteile. Persepolis ist ein Tonbandstück aus „konkreten Klängen“ in der Länge von 56 Minuten. 56 Minuten puren musikalischen Dauerstresses könnte man auch sagen. Es quietschen und kreischen da Klänge auf einer zum Teil extrem lauten Basis. Das Stück scheint kein Ziel zu kennen – und es bricht dann auch fast überraschend ab. Gerade die die letzten sechs Sekunden klingen merkwürdig anders. Wumm.