Dummenschanz

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a) Die Daten bitte. Ihre Daten bitte. Wir sammeln ihre Daten. Wir sind Lexikon. Die Wissenschaft ist das Mittel, durch das der Mensch lernt, was er tun kann, und deshalb erforscht sie die Bedürfnisse der äußeren Welt. Kunst ist das Mittel, durch das der Mensch lernt, was er tun will, und deshalb erforscht sie das menschliche Herz. Und das Bürgertum, das Augen vor der Schönheit verschließt und der Wissenschaft den Rücken kehrt, bleibt bis…

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Heilbad Germania

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ICEs demnächst wohl nur noch mit Raucherabteilen. (!!) Zumindest kann man bei Ticketbestellungen sich nicht mehr aussuchen, ob man in einem Nichtraucherbereich fahren will. Ich finde das äußerst rücksichtslos von den Rauchern, aber wirklich jetzt. Die hatten immer schon eine fantastische Lobbyarbeit gemacht, diese stinkenden Gesundheitsmörder. Der Marlboro-Mann scheint gesiegt zu haben. Und jetzt auch das noch Räuchermännchen in der Musikkunst. Eine "Hommage an p.c." von Jörg Schäffer. Dabei gar nicht mal so übel…

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Spamffiti – Kool Killer und Spam [2007]

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Vor einiger Zeit habe ich geschwind mich durch den "Aufstand der Zeichen" des französischen Autors Jean Baudrillard durchgelesen. Zunächst wegen eines Textes zur Medientheorie. Auch weil ich Baudrillard immer für einen Trottel hielt, es aber Hinweise darauf gab, dass manche in seinen Analysen so etwas wie eine total überdrehte fortentwickelte, absolut negative und schwarze Form von Adorno zu sehen meinten. Was die Negativität und Trostlosigkeit angeht, kann ich es nun bestätigen. Im Titelaufsatz "Kool…

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Killerspiele und Musikrat

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Der Deutsche Musikrat moniert den Umgang der Gesellschaft mit so genannten Killerspielen. Heute hat er sich dazu geäußert. Sanktionen allein seien nicht der Weisheit letzter Schluss. "Insbesondere aktives Musizieren", sei, so liest man dort, "die beste Schutzimpfung gegen Verrohung und Gewalt." Ob das so stimmt, sei mal dahingestellt. In der Regel jedenfalls schadet aktives Musizieren auch nicht und häufig genug zeitigt es auch wohltuende Nebeneffekte. Dazu braucht man keine vielen Untersuchungen. Das ergibt sich…

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Wenn der Mensch sie will, kommt auch die Kunst

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Wie man das Tautologische an der Musikvermittlung verhindert Das Thema „Musikvermittlung“ steht mittlerweile ununterbrochen auf der Agenda von Musikpädagogen, von Musikverbänden und musikalischen Institutionen. Anlässlich des 50. Geburtstages der neuen musikzeitung hatte man sogar eine Rubrik mit dem Titel „Musikvermittlung“ eingerichtet. Initiativen von Verbänden sind vielfältig, Orchester und Bühnen unternehmen unterschiedlichste Versuche, Musik zu vermitteln. Musik vermittelt wird freilich auch ohne diese Intitiativen fortlaufend. Das Radio vermittelt Musik, das Fernsehen vermittelt Musik. Musik muss…

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Blick aus dem Fenster

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Manche Beete sehen aus wie Gräber. Hercules Pietersz. Seghers: Das Grab der Horatier und der Curatier 1621–-632 , Radierung, schwarzer Druck auf Papier, stellenweise mit Ölfarbe übergangen, 12,8 × 19,5 cm Amsterdam, Rijksmuseum, Rijkprentenkabinet [Bilddatenbank: Seghers, Hercules Pietersz.. The Yorck Project: 25.000 Meisterwerke, S. 25917 (c) 2005 The Yorck Project - http://www.digitale-bibliothek.de/25000_MW.htm ]

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Eisenman in Berlin – Denkmal für die ermordeten Juden Europas

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Nur eine Woche nach dem öffentlichen Zugang zum „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ nutzte ich einen Besuch in Berlin zum Besuch dieser Stadtskulptur. Gelesen darüber hatte ich nur wenig, die alten, jahrelangen Diskussionen wurden nur sporadisch verfolgt. Erwartet hatte ich dennoch ein mächtiges „Mahnmal“ mit einer gewissen Überwältigungsästhetik. „2.700 Betonpfeiler sind auf einer Fläche von 19.000 m² wohl geordnet verteilt“, meinte Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates in seiner Hauszeitung „Politik &…

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Eisenman in Berlin

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Nur eine Woche nach dem öffentlichen Zugang zum „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ nutzte ich einen Besuch in Berlin zum Besuch dieser Stadtskulptur. Bilder davon gibt es in meinem Fotobuch. Gelesen darüber hatte ich nur wenig, die alten, jahrelangen Diskussionen wurden nur sporadisch verfolgt. Erwartet hatte ich dennoch ein mächtiges „Mahnmal“ mit einer gewissen Überwältigungsästhetik. „2.700 Betonpfeiler sind auf einer Fläche von 19.000 m² wohl geordnet verteilt“, meinte Olaf Zimmermann, der Geschäftsführer des…

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Das Weltgeheimnis & der Kitsch

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Ein Junkie erklärt nichts. Nein, das tut er nicht. Aber er mag um Rücksicht bitten dafür, dass er gerne in alten Büchern herumliest und sich immer wieder aufs neue angeregt fühlt. Durch Typographie, durch Gestaltung, durch Texte, durch die Zeit selbst. Denn auch die Vergangenheit kann ein (vielleicht auch heilsamer) Spiegel sein. So entdeckt, ein namenloses Bekenntnis zum Kitsch in „Europa 1925“, einem Buch von dem Tucholsky sagte, dem Setzer müssten die Ausrufungszeichen wohl…

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