204 Minuten! Mediennutzung und virtuoses Misstrauen

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204 Minuten! KulturData hat mich heute früh darauf aufmerksam gemacht, dass gestern die ARD/ZDF-Onlinestudie 2020 erschienen ist. Da steht zum Beispiel drin: „Die tägliche Zeit, die die Menschen im Internet verbringen, wird auf Basis eines Tagesablauf-Modells berechnet und liegt in diesem Jahr mit einem Plus von 11 Minuten bei 204 Minuten. 120 Minuten entfallen auf das mediale Internet (plus 21 Minuten). Insbesondere in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen (Internetnutzung gesamt: 388 Minuten, plus 18 Minuten) hat sich die Nutzungsdauer von Online-Angeboten…

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Die Perücke in der Suppe

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Jetzt sind die ersten neun Tage des Jahres 2020 bereits herum. Gut. Wenn man den Empörungswellen auf Twitter so folgt, kann und muss das alles noch verdichtet werden. Es erinnert mich ein bisschen an meine Schulzeit, wenn es in der Klasse sekündlich lauter und lauter geworden ist. Den Grund (oder die Gründe) weiß man ja schon gar nicht mehr. Aber es war alles sofort total wichtig. Dabei war das meiste davon einfach ziellos in die Gegend gebrüllt. Ich erinnere mich aber auch…

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Armes sociales Netz – Nö

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Vielleicht kapiert jetzt auch der Letzte (nach NetzDG), dass es sich bei den sozialen Netzen nicht um solche handelt, sondern um von Unternehmen bereitgestellte Infrastrukturen, die man ggf. auch zur sozialen Kommunikation nutzen kann (könnte [konnte]). Hätte können. Anpassungen der Geschäftsmodelle FACEBOOK: Die Aufregung ist etwas absurd. Hate Speech soll von den Institutionen verfolgt werden, die den Raum dafür anbieten. Das Geschäftsmodell wäre dann neu aufzusetzen. Vielleicht kommen dann auf 1000 Nutzer jeweils ein Sprachblockwart, auf 100 Sprachblockwarte ein Megablockwart, auf zehn…

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Soziale Medien als Elfenbeintürme der Gesellschaft

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Immer häufiger hört man in Radio, Fernsehen und natürlich auch im Netz davon, dass irgendwer irgendwas auf einer sozialen Plattform wie Twitter oder Facebook gesagt habe. Politikerinnen müssen da aufpassen, alle müssen da aufpassen. Ein Shitstorm droht allerdings nur denen, die unter dauernder Beobachtung stehen oder wenn diese dann von Leuten gesehen werden, die unter dauernder Beobachtung stehen. Personen kann man auf diese Weise bis zu einem gewissen Grad geradezu ruinieren, aber nicht das Ganze – allenfalls dort, wo sie für das…

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Happylepsie

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die, das, des, der, dings, dusel, dasel, Verkrampfter Lachanfall, vozugsweise beim Rezipieren von Telemedien oder Sozialmedien. Ursache: Unter H. leiden all diejenigen, die vor Schreck nicht mehr heulen können. Rauschhafte Erkrankung des Nervensystems, das in dialektischer Umkehr, das Gegenteil von dem bezeugt, was diese Person gerade fühlt. Folgen: Muskelkater, feindliche Haltung von Mitmenschen Therapie: Aus dem Fenster gucken. Menschen meiden. Keine sozialen Medien nutzen. Witzebuch kaufen. Guinnessbuch der Rekorde. Samuel Beckett: Watt! Selbstgehostetes Blog eröffnen oder Support ein solches übernehmen und Selbstkontrolle…

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