Starkes Urheberrecht – schwacher Schutz

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Der Deutsche Kulturrat will in Sachen Urheberrecht eine gute Figur machen. Kultur lebt ja auch von vielen Urhebern. Aber wovon leben die Urheber: Von der Kultur ihrer Vertreter? Das kann es wohl nicht sein. Sonst wären die Urheber noch ärmer. Ein trauriges Kapitel kultureller Autokannibalisierung. Viele meinen es mit den Urhebern gut. Sagen sie jedenfalls. Deshalb unternehmen sie es, sich für Urheberrechte stark zu machen. Zum Beispiel der Deutsche Kulturrat. Der will Zeichen setzen lassen und hat einen Aufruf gestartet für ein…

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Selbsthilfe für Promovierte (Null Respekt vor dem Respekt)

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I. Wenn mich nicht alles täuscht, legt die Bundesregierung ein Programm auf, dass den Austieg aus der Promotion erleichtern soll. Immer häufiger kommt es ja zu Promotionsfehlern. Doktorarbeiten wurden abegschrieben, in wissenschaftlicher Hinsicht ungenügend angelegt. Hier in Kleinmachnow um die Ecke hat gerade eine CDU-Fraktionsvorsitzender darum gebeten, dass man ihm den Titel wieder aberkenne. Die Reaktionen sind überwiegend freundlich. Graf trat den Schritt von sich aus, nicht, weil er "entdeckt" wurde. Mit ... wird dieser Vorgang über die Parteigrenzen hinweg gesehen. SPD-Fraktionschef…

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Neues aus dem Grand-Tokio-Hotel-Abgrund – Urheberrecht als musikalische Warenkunde

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Das Gezerre um die angemessene Vergütung von urheberrechtlichen Leistungen will kein Ende nehmen. Seit einigen Jahren werden sogenannte Körbe zum Urheberrecht gepackt. Teilweise sind Ergänzungen und Korrekturen nötig, weil es Auflagen der europäischen Kommission gibt, teilweise werden diese Anforderungen genutzt, um weitergehende neue Ansprüche zu begründen. Dieses tat zuletzt ein „Offener Brief“, der im Namen der Musikindustrie anlässlich des „Tages des geistigen Eigentums“ direkt an die Bundeskanzlerin ging. Unterschrieben haben ihn Dutzende der in der sogenannten Kreativwirtschaft tätigen Autorinnen und Autoren. Speziell…

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Popkomm 2007: Widersprüchliches – We believe in music

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Letzte Woche auf der Popkomm. Um Kunst ging es selten. Eigentlich ging es nur um Geld und Repräsentation. Keine Frage. Auf der einen Seite, Menschen, die mit aller Macht versuchen, den Status Quo der Rechtewahrnehmung beizubehalten oder gar auszudehnen, in der Mitte jene, die versuchen, ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen, auf der anderen Seite jene, die alles in ein anderes Verteilungsformat umbügeln wollen. Man redet über die Köpfe hinweg, so wie in Funk und Fernsehen in Arztserien ist, wo die Ärzte…

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Phonowirtschaft in der Krise [Folge 212]

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und andere jammern gleich mit. Ein neuer Gesetzentwurf sieht vor, dass künfig Ammahngebühren bei der Verfolgung von Urherrechtsverletzungen nicht mehr extreme Abmahnkosten verursachen sollen. Mit 50 Euro sei man dabei bei einfach gelagerten Fällen und „einer nur unerheblichen Rechtsverletzung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs“. Das lässt sich der Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände, Michael Haentjes nicht durch die Lappen gehen. Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände. „Mit der Einführung einer Deckelung der Abmahngebühren bei Urheberrechtsverletzungen werden Künstler und Musikwirtschaft doppelt bestraft. Sie haben den…

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Urheberrechtsnovelle und andere Faxen

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Heute hat offenbar wieder einmal der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages getagt. Im Zentrum standen Fragen der Privatkopie — erfreulicherweise auch einmal aus Sicht der Nutzer. Man muss es doch mal ganz offen sagen: Wenn keiner diese Werke hören und sehen wollte, dann hätten die Urheber aber auch nichts, rein gar nichts. Sicher gibt es unter den Urhebern welche, die meinen, sie beglückten einen. Doch Zwangsbeglückung ist an sich nichts so richtig Glücklichmachendes. (Details, siehe hier (Bundestag) oder hier (Institut für Urheber- und Medienrecht)). Apropos Glücklichmachen.…

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Angemessen

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ist auch gemessen. Könnte man meinen. Der Streit um die Urheberrechtsnovelle geht weiter und weiter (siehe auch „Nutzungswert“ und „Unkoordiniert“). Privatkopien sollen zulässig sein (es sei denn, es ist durch technische Maßnahmen unmöglich, solche zu erstellen, dann nicht). Immerhin gibt es noch diese Möglichkeit. Aber wer A sagt müsse auch B sagen, meint der Deutsche Kulturrat. Das heißt, es muss eine ausgleichende Regelung für die Geräte geben, die Privatkopien ermöglichen wie Brenner, Drucker etc. pp. Man beruft sich dabei darauf, dass Künstler…

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Versteigerung von Musiknutzungsrechten

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Heute in der Mailpost. Da versteigert einer einen Popsong mit interessanten Nebenaspekten. Am Dienstag, den 30.Mai, 14 Uhr MESZ, beginnt auf E-Bay Deutschland die weltweit erste Versteigerung von Nutzungsrechten eines Musiktitels. Der Höchstbietende erwirbt die Rechte zur deutschlandweiten Vermarktung des Titels über sämtliche Vertriebskanäle - CD, Internet, Mobiltelefone, Klingeltöne, Film und Fernsehen, Werbung - für einen Zeitraum von 5 Jahren.Der Verwerter hat die Möglichkeit, den bereits produzierten Titel zu vermarkten oder ihn neu aufzunehmen. Er darf dabei auch den Text verändern oder…

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Der Deutsche Kulturrat und die Kleinkriminellen

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Seit kurzem gibt es einen neuen Referentenentwurf zum Urheberrecht. Zweiter Korb oder dritter Korb: egal. Darin ist eine Bagatellklausel enthalten, die vorsieht, dass unauthorisierte Kopien in kleinerem Umfang, nicht strafrechtlich verfolgt werden sollen, die sogenannte Bagatellklausel. Dagegen wendet sich der Deutsche Kulturrat unter der reißerischen Überschrift: „Justizministerin will Kleinkriminalität legalisieren“. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die von der Bundesregierung geplante Reform des Urheberrechtes enthält deutliche Verschlechterungen für die Künstlerinnen und Künstler. Offensichtlich liegen der Bundesjustizministerin die Computerindustrie und die…

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