Der Klang der Münze, der Duft des Bratens

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Gestern bei einer spontanen Lektüre dann diesen Abschnitt in Michel Serres' Der Parasit gefunden. Das hat mich erinnert an die alte Diskussion über die Materie des Urheberrechts in der Musik. Also über den Begriff des „Geistigen Eigentums“. Das dann gegenüber dem „materiellen“ steht. Serres erzählt also diese Geschichte. „Ein Landstreicher fand sich eines schönen Abends fast verhungert am Küchenfenster eines renommierten Restaurants. Die Düfte, die daraus hervordrangen, waren köstlich. Er sog sie ein: das dämpfte den Schmerz des Hungers ein wenig. Ein…

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Produzent und Parasit (Michel Serres)

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„Dem Produzenten geht es um den Inhalt, dem Parasiten um die Position. Wer sich um die Position kümmert, wird den, der sich um den Inhalt kümmert stets schlagen. (…) Wer mit dem Inhalt umgeht, geht mit dem Objekt um. Er ist Künstler, auch Wissenschaftler, und es geht allein um die subtile, listige, aber nicht betrügerische Beherrschung der Welt. Wem es um die Position geht, der geht an die Beziehungen zwischen den Subjekten heran; er gewinnt so die Herrschaft über die Menschen. Und…

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Schallplattenladentag – die Liebe zum Sozialen

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Heute ist angeblich #RecordStoreDay. Der Tag der Schallplattenläden. Also jener Läden, derer man immer weniger angesichtig wird in den Innenstädten, die früher Treffpunkte für Musikenthusiasten wie ganz normale Tonnutzer. Da wo man sich auch mal schon sehr im Weg stand, weil jemand in und vor der eigenen Kiste grabbelte, viel zu langsam und im schlimmsten Fall mit dem gleichen Suchwunsch. Wer sich erinnert, damals, als Geiz noch nicht so geil war, als der junge Mann, die junge Frau aus der Provinz in…

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Pandora-Büchsenfleisch – Zukunft und so

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Gerade noch mit einem Autoren über Utopien nachgedacht. Die Rolladen sind runter, dahinter vermutet man nichts wirklich Gutes. Ein bisschen Pandora-Büchsenfleisch vielleicht. Victor Da brettern auch schon Nachrichten von gestern und vorgestern herein. Ungarn will eine Internetsteuer einführen. Das nenne ich klug und sozialverträglich, denn, wer das Netz nicht nutzt, kommt ja auch gut bei weg. Ohne mich da zu tief in die nutzlose Problematik einzumischen, aber wer hat die Gulaschkanone erfunden? In Brüssel hat man das zu spät gesehen. So kommt…

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Leere Worte: Kreativität (Die Kanzlerin)

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Es kommt selten genug vor, dass sich die oberste Kulturhüterin, die Bundeskanzlerin, zu Frage der Kulturpolitik oder -organisation äußert. Umso hellhöriger wird man. Beim Sommerfest des vprt (Verband Privater Rundfunk und Medien e.V.) vorgestern in Berlin war es mal wieder so weit. Auf der Website des vprt kann man da lesen: "Wenn Kreativität und kulturelle Betätigung keinen Wert mehr haben, weil der angeblich freie Zugang zu allem der Maßstab sein muss, dann geht etwas verloren und dann wird es wirkliche Kreativität nicht…

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Recht & Kunst II

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Ich glaube, es gilt ein grundlegendes Missverständnis aufzulösen. Recht und Kunst kommen nicht zur Deckung. Gerade vorausschreitende Kunst ist häufig nicht mit Mitteln des Rechts zu fassen. Offenbar sind ja Kunstgegenstände wie das "Schwarze Quadrat" von Malewitsch oder Fountain von Marcel Duchamp nicht durch das Urheberrecht als Werke geschützt, so wenig wie John Cages 4'33". Aber, dass es sich um Gegenstände der Kunst handelt, die auch kommunikativen Einfluss hatten, also kunstgeschichtliche Relevanz haben, dürfte allgemein außer Zweifel stehen. Punkt I – Kunst…

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GEMA schützt ihre Urheber – andere sind ihr einigermaßen egal

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GEMA: Wir kosten was, brauchen aber kostenfreies Material. Urheber gibt es in zwei Klassen. Die, die man gegen die böse Welt schützen will und die, die einem egal sind. Neulich habe ich eine Mail der Redaktion "virtuos" - der Mitgliederzeitschrift der GEMA – erhalten. Darin fragte man an, ob man ein Foto von Peter Michael Hamel verwenden dürfe, das ich einmal während einer taktlos-Sendung gemacht hatte. Das ist gut und nett. Man bittet um die Erlaubnis des Nachdrucks und die richtige Form der…

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Der Kulturrat legt nach – Urheberrecht, nur nicht in eigener Sache

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Zum Thema Sonntagsreden und Montagshandeln eine aktuelle Information des Deutschen Kulturrates - sozusagen in eigener Sache. Ergänzend zum Vortrag zuvor. Es passt wie die Faust aufs Auge. Heute kommt mir eine Stellungnahme zum Thema Urheberrecht von Olaf Zimmermann zu Gesicht, die, gemessen am eigenen Verhalten als Kulturrat, eigenartig unseriös wirken muss: Dennoch sehen professionelle Kultur- und Medienschaffende Internetplattformen, die auch Amateuren Veröffentlichungschancen bieten, mit Sorge. Sie befürchten, dass viele Nutzer Qualität nicht erkennen können und sich lieber an kostenlosen oder sehr preiswerten…

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