Internview

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Internview, das, (in Österreich auch: der) Gespräch mit einem Familienangehörigen oder sehr engem Bekannten. Frage-Antwort Spiel. Übliche Fragen: „Wie gehts?“ – „Was macht die Liebe?“ – „Kommst Du mit ins Wirtshaus?“ – „Was gibts zu Essen?“ Aber auch intime Fragen: „Schläfst Du noch?“ – „Kommst Du noch?“  – „Wars das schon?“  

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Alltag & Bildung

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Alltag, der | Bildung, die A. spielt, wie ich heute im Fernsehen gehört habe keine große Rolle in der Schulbildung. Ökonomie statt Lyrik – Steuererklärung statt Strawinsky – Kontoeröffnung statt Volleyball. Das ist interessant Alltag. Dosenöffner für das Leben … Ich finde durchaus: Schule sollte komplett das Elternhaus ersetzen Schule sollte Schule ersetzen. Beispiele: Zähenputzen? Fensterputzen? Schnürsenkel binden? Klettverschluss schließen? Aus einem Gefäß trinken? Zweitens Vielleicht wäre es besser, den Alltag anzupassen, statt die Menschen an selbigen. Das alte Problem: Ausbildung zum…

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Kunsthandel

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Kunsthandel, der Handelt mit Gegenständen, denen Kunstcharakter durch Setzung zugesprochen wird. Handelt dem entsprechend theoretisch mit allem; auch mit Gegenständen, denen ausdrücklich kein Kunstcharakter zugesprochen wird, wenn damit die Zuweisung der Abweisung des Kunstzuspruchs bestimmt Bezug nimmt. Abzugrenzen von Händelsware.

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Zufall

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der, [oder auch die,] Die Zufalle schnappt zu.

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Toleranz

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die. Ich war vielleicht nicht immer gegen Toleranz, aber schon seit vielen Jahren. Denn Toleranz ist ein Zeichen für Respektlosigkeit. Man toleriert sich zu Tode. Dagegen war ich immer für Diskussion mit Argumenten. „Toleranz ist tot“ – der Begriff ist leer. Es kommt drauf an, was man zu sagen hat, nicht auf das, hinter welchen Werten man sich verschanzt, um dann tolerant in der eigenen Burg zu wüten. Einvernehmliche Soziophobie.    

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Zweckveranlasser und juristische Leseunlust

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Als ich neulich in einer Gruppe bei Facebook jemanden auf sein merkwürdiges Rechtsverständnis hinwies, antwortete er mir, sein „Rechtsverständnis wurde ja in zwei Staatsexamina geprüft.“ Unabhängig davon, dass es mir natürlich nicht bekannt ist, dass man Rechtsverständnis prüfen lassen kann und unabhängig davon, dass mit der Aussage auch noch nicht gesagt war, insbesondere beim zweiten Staatexamen, mit welchem Ergebnis (bestanden oder nicht) und dass mir genügend Richter in Geschichte und Gegenwart einfallen, bei denen ich sagen würde, es habe leider nicht ihr…

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Jünger

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Also nicht Ernst, sondern Jünger. Jünger sind meist doofer als ihre Meister. Dafür aber gerne umso mitteilungsfreudiger. Wenn sie beginnen, ihren Meister zu schützen, unterlaufen ihnen so viele Fehler, dass der Meister sie eigentlich verwarnen müsste. Aber meistens benötigt der Meister diesen Schutz, weil er selbst nicht so meisterlich agiert wie es sich gehören würde. Zur Sache des Meister gehört es, dass er sich als Autorität aufstellt mit weitgehend universellem Führungsanspruch. Seine Worte sind Gesetz. Widerspruch kann es da nicht geben. Vor…

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Großer wunderlicher …

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Der Chefredakteur der MusikWoche ist ulkig geworden. Er beschwört in letzter Zeit die Bedeutung der GEMA in einigen Texten in einer Weise, die nachdenklich macht, weil sie so schief sind. „Selbstverständlich gibt es oft genug berechtigte Anlässe für Kritik – es wäre unheimlich, würde ein solcher Apparat völlig geräusch- und reibungslos funktionieren.“ Die Formulierung ist gut. Es gibt berechtige Anlass für Kritik, sonst wäre die Gema einem ja unheimlich. Reibungs- und geräuschlos wäre die Arbeit eben nicht gut, weil sie dann gut…

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Der Mann im Bus – Odo Marquard

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Als ich in Gießen zu studieren anfing, war mir sein Name kein Begriff, dabei hatte mein Vater schon die Reclamheftchen gelesen, die er finden konnte: Odo Marquard, der vor wenigen Tagen im Alter von 87 Jahren verstarb. Philosophie war aus einem kühnen Grunde mein erstes Nebenfach. Und Odo Marquard hielt die erste Einführung ins Fach für alle Studierenden. Ich erinnere mich daran kaum, aber es muss zumindest so unterhaltsam gewesen, dass er für mich die zentrale Figur im Fach wurde. Mein erste…

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