Propaganda heute – Theodor W. Adorno vor 50 Jahren gestorben

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Heute jährt sich zum 50. Mal der Todestag von Theodor W. Adorno. Hans-Jürgen Schaal hat sich in der aktuellen nmz mit seinem Konzept einer “informellen Musik” auseinandergesetzt, die er bis in seine Jugend und aus ihr heraus rekonstruiert. Ein paar Sendungen im Rundfunk, die an Adorno erinnern, hat Martin Hufner gesammelt - viel ist es nicht. Da steht allerdings nicht alles drin. Zum Beispiel fehlt Michael Rebhahns “etwas andere Interview”, das man online nachhören kann und das sich eher mit kulinarischen Fragen…

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Die Nullte Gewalt

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Heute kann der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas seinen 90. Geburtstag feiern. Den meisten unserer Leserinnen und Lesern dürfte er nicht aufgefallen sein durch eine besondere Affinität zu musikalischen oder auch im weiteren Sinn ästhetischen Fragestellungen. Gleichwohl ist er einer der bedeutendsten Vertreter in Fragen der Analyse von Veränderungen im Gewebe der Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Kommunikation. In seinem Buch “Faktizität und Geltung” hat er kurz einen Faden aufgegriffen, der heute seine volle Wucht entfaltet hat. Er schreibt dort beispielsweise: “Die Personalisierung von Sachfragen,…

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Die Armut der Argumente bei der WELT und „jeder irre Nazihaufen“

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Was zum Teufel ist bei der WELT nur los. Erst vergaloppiert sich der Chefredakteur Ulf Poschardt, dann korrigiert ihn sein Kommentator Alan Posener, schließlich werden bei der WELT-Kolumnistin Birgit Kelle irre Nazihaufen fast schon zu Verteidigerinnen der Grundrechte, im Gegensatz zu Aktionskünstlern. Bitte? Bitte! Kelles Sorgen möchte ich wirklich nicht haben. Gewiss, mag sein, dass sie ihre Sorgen mit dem Zentrum für Politische Schönheit so hoch (oder tief) hängt, dass da immer noch genug Sorge vor "Nazihaufen" bleibe. Aber so wird man…

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Ulf Poschardt: Die WELT als intellektuellenbefreite Zone

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Manchmal weiß man nicht mehr, was den einen oder anderen Chefredakteur einer Zeitung umtreibt. Hier hat sich Ulf Poschardt im Zusammenhang mit den Veränderungen in der CDU weit aus dem Fenster gelehnt und zu bestimmen versucht, welcher Art und wessen Geistes die Intellektuellen oder Künstler in diesem Land sind. Er sagt da wirklich: "Die Intellektuellen und Künstler sind entweder umfassend subventionierte Kostgänger des Staates und singen in bequemen Elfenbeintürmen das linksidealistische Lied – oder sie fantasieren sich als Kunst-Jakobiner in die Allmacht…

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Vertraulichkeits-Pipapo

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Da kämpft man mit den Regelungen der Datenschutzgrundverordnung (DSVGO), die wahrscheinlich eben einerseits doch nur ein neues Bürokratiemonster ist, das vor allem dazu geeignet sein wird, denjenigen das Leben schwer zu machen, die etwas am Herzen haben, um es mitzuteilen, während diejenigen, denen man ihre Arbeit schwer machen will, es leicht nehmen können, weil sie die Kapazitäten dafür haben, die neuen Regelungen rechtskonform umzusetzen oder gar nicht ins Visier geraten, weil sie im Auftrag des Staates selbst arbeiten, sich eine Stulle mit…

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Apropos: Jens Daskannstedirspahn und die Überflüssigkeitsgesellschaft

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Irgendwo in der Welt der Nachrichten folgendes aufgeschnappt. Da sagt ein deutscher Gesundheitsminister (Name vergessen) offenbar: „Wenn wir reden und handeln in einer Haltung, die breite, sich bürgerlich fühlende Schichten zuletzt oft schmerzlich vermisst haben, dann können wir die AfD überflüssig machen.“ Jens Daskannstedirspahn habe das in einem Grußwort vor einem Treffen von sogenannten Werte-Unionisten der CDU gesagt. Das ist großartig. Der Mann hat die Lösung zur Verüberflüssigung der AfD gefunden. Damit geht er als Erster durchs Ziel. Klar, leider ist das…

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Kunst in den Grenzen der „Demokratie“ von 2018

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Es ist schon alles zur Debatte um die Bemalung einer Hochschulwand in Berlin gesagt worden. Könnte man denken. Denn es gibt zahlreiche Kommentare, Polemiken, Diskussionen zur Verwendung eines Gedichts von Eugen Gomringer im öffentlichen Raum. Da geht es um die Interpretation von Texten, da geht es um Vorwürfe wie Zensur oder Kulturbarbarei, da geht es um die Hochschulautonomie etc. Vorweg: Darum geht es jetzt nicht. Der Austausch einer Wandbemalung gegen eine andere ist – jedenfalls gegenwärtig – sicher keine Zensur im engeren…

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Das Denken überwinden! Eine Anleitung von Marco Buschmann (FDP)

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Ach, wenn doch die Kritiker der sogenannten "68er" nur nicht so hinterhältig wären. Da gab es gestern einen Text in der WELT, in der der parlamentarische  Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Marco Buschmann, als Autor herbeigeholt wird und einen "Essay" abliefert mit der Überschrift: "Das Denken der 68er endlich überwinden." Na, Amen. Das erstaunt auf der Stelle. Nicht nur, dass sich da die These transportiert, es gäbe da überhaupt "ein" Denken der 68er, sondern dass man dieses zu überwinden habe. Ein Denken…

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Kommunikativer Kapitalismus

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Durchgedreht alle, äh: einige. Heute kann man den größten Blödsinn von sich geben und es werden sich Menschen finden, die diejenigen, die den Blödsinn benennen als „politisch korrekt“ abtun und den Blödsinnautoren in Schutz nehmen mit dem Hinweis: „Man wird das ja wohl noch mal sagen dürfen.“ Wer das kritisiert hat dann eiligst den Stempel aufgedrückt, er zensiere Meinungen. Gerne verbunden mit dem Hinweis, wenn den Blödsinn mehrere Personen bemerken, jetzt hetze denjenigen eine Meute. Nein, man darf also nicht mehr Kritik…

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Immer auf die Öffentlichrechtlichen

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ARD und ZDF wollen sich wandeln, müssen sich wandeln … das fordern sie in den Gazetten an vielen Stellen. Ob die FAZ(Z) mit ihrem üblen Staatsfunk-Vorwurf kommt, Springerchef Mathias Döpfner faselt spricht von einer Gefährdung nach nordkoreanischem Muster (oder auch nicht, wie Michael Hanfeld mit ein paar sog. sprachlichen Bernd-Höcke-Sprüngen meint) oder der Spiegel etwas von einer "unheimlichen Macht" titelt. Journalismus sei ein „Werkzeug der Freiheit“, der „Scheinwerfer der Aufklärung oder, eine Nummer kleiner, zumindest die Taschenlampe des mündigen Bürgers“. Und noch kleiner…

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