Wolfram Weimer kann es einfach nicht

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Der frühpubertierende Schönwetterpoet im Bundeskanzleramt hat Muffe. Bei Gegenwind setzt er seine Noise-Cancelnden-Ohrenschützer auf und zieht sich in seinen Sandkasten zurück. Aber die wars doch auch! Die Vorgängerin im Amt hat doch auch gecancelt. Und mehrfach das Haber-Verfahren aufgerufen, zum Beispiel für einen rechtsextremen Buchverlag (worum es genau ging, verschweigt der Schöngeist im Amt freilich). [Nachtrag1]. Verlag ist nicht Buchhandlung. Und wenn Claudia Roth das sogenannte Haber-Verfahren angewandt haben soll, kam sie wohl früher zu anderen Erkenntnissen in der Frage der drei…

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Der ewige Wolfram Weimer und seine Staatsfeinde

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Dass Wolfram Weimer sich gegen die Auszeichnung von drei Buchhandlungen aussprach und diese disqualifizierte, hat bei den 115 weiteren ausgezeichneten Buchhandlungen heftigen Widerspruch ausgelöst. In einem Akt der Solidarität legen sie zusammen. Das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels druckte die Stellungnahme im Wortlaut. Darin heißt es: Wir protestieren entschieden gegen diese Streichung und erklären hiermit deutlich unsere Solidarität mit den ausgeschlossenen Buchhandlungen. Wir haben uns entschieden, zusammenzulegen, um den Kolleginnen und Kollegen ihr Preisgeld zu ersetzen. Mehr als die Hälfte der nominierten Buchläden…

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Weimers „Elemente“ – historisch

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Wolfram Weimer geht nun auf verfassungsfeindliche Elemente los. Ein ganz übler Zug. Eine fatale Wortwahl. Historisch: Wenn heute in politischen Debatten oder Berichten das Wort „Element“ (z. B. „unliebsame Elemente“) auftaucht, schwingt dieses Erbe immer mit. Es ist ein klassisches Signalwort für eine autoritäre Denkweise, die Menschen nicht als Individuen, sondern als Masse oder Material betrachtet.

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Weimers zweite Abgesangsszene

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Man könnte den Eindruck bekommen, Wolfram Weimer suche nur nach einem selbstgestellten Problem, um sich selbst aus dem Weg zu räumen. Dafür wäre der unerbittliche Kampf gegen Antisemitismus gut geeignet, egal, ob der Vorwurf nun stimmt oder nicht. Für ihn selbst stimmt es. Und für die Springer-Presse auch. Dafür lässt man auch mal fahrlässig das Grundgesetz und die Kunstfreiheit über die Klinge springen. Die BILD-Zeitung an seiner Seite, macht er sich zum Moralapostel der Gängelung. Wie anders sonst soll man sein vehementes…

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Schrottplatz ohne Schrottwert

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Soll da jemand gesagt haben, NIUS sei Schrott? Das ist falsch. Bei Schrott besteht noch die Möglichkeit, dass man den wiederverwerten kann. Allerdings fehlt es an einem Gebrauchswert der Auswürfe, die die Wortentwerter des Krawallportals NIUS in die Welt schießen. Der einzige Gebrauchswert, den man dem (ja, was ist das überhaupt für ein Wesen oder Objekt?) zumessen kann, wäre der, in jedweden faschistischen Krawallbrunnen zu fallen und darin sich selbst belallend anzuhallen. Wer so leben will, soll das da unten ruhig machen.…

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Agiert Euch!

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Wer immer nur reagiert auf den Wahnsinn autokratischer und faschistischer Handlungen, kommt zu spät, selbst wenn man das Thema delegitimieren kann. Denn gewöhnlich ist die Gegenseite gegen kommunikative Grundanahmen längst immun. Aber wie kommt die Vernunft in Aktion? In dem sie Positionen zuerst ergreift und durchsetzt. Das wird nicht reichen, aber es muss dennoch sein.

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Kein Taubenschach mehr!

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Kommunikativer Kapitalismus arbeitet mit Auslassen ebenso wie mit Hinzufügen, um Informationen zu manipulieren. Er sät Zweifel, wo es Klarheit gibt, und er propagiert Klarheit, wo Differenzierung nötig wäre. Gegen Taubenschach hilft eine Katze oder ein Falke vielleicht besser.

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Blickrück auf 2019

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Der Text kritisiert den Rückfall in einen nationalen Konservatismus, der kulturelle Durchdringung gefährdet. Entwicklungen wie Brexit und Trump werden als Konstrukt wahrgenommen, während Identitätssuche oft zu Ausschlüssen führt. Der Autor bemängelt, dass Privilegien an körperlichen Merkmalen festgemacht werden und warnt vor den negativen Folgen dieser Identitätspolitik.

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