Soll ins Grundgesetz

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„Der Staat schützt und fördert die Kultur“, das gehe aus dem Zwischenbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ hervor, notiert „Heute im Bundestag.“ Etwas beckmesserisch könnte ich natürlich fragen, schließt sich das nicht aus: Förderung / Schutz?

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100 Jahre Musikbibliothek München

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taktlos. Das Musikmagazin der neuen musikzeitung und des Bayerischen Rundfunks
Ausgabe 90 – 100 Jahre Musikbibliothek München [jetzt online]
8.6.2005 / Bayern2Radio, 21:30 bis 22:30 Uhr
Live aus der Musikbibliothek München

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Der Trugschluss: Welke Notenblätter, verstaubte Folianten, finstre Kammern, schrullige Kunden. Musikbibliotheken stehen nicht gerade im Ruf extremen Innovationspotentials.

Die Realität: Lichte Räume, datenbank-gestützte Fundstellen, kompetente Beratung, CDs, DVDs – Münchens Musikbibliothek kann ihren hundertsten Geburtstag feiern.

Doch ein paar Fragen stellen sich: Wie rasch finden aktuellste Musikströmungen in das Haus am Münchner Gasteig? Wie sieht´s mit den Finanzen in nächster und etwas fernerer Zukunft aus? Welche Investitionen sind für welche Innovationen, für welche wichtigen „geschichtlichen“ Ankäufe nötig? Was fehlt, was ist ersehnt? Vom Rascheln zum Klingen – die moderne Musikbibliothek auf dem Weg zur Sound-Location?

Antworten darauf – und Zeit-Bilder liefert taktlos am 8. Juni um 21.30 Uhr (Gäste sind herzlich willkommen) – natürlich live aus Münchens Musikbibliothek am Gasteig.

Taktlos gibt es übrigens auch als Internet-Live-Stream. Infos

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Worte ausgraben

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Gestern abend ein neues Wort gefunden und zumindest Google findet es sonst nicht. Auch dieses Wort passt gut in die aktuelle Lage, meine ich wenigstens: Turbo-Populismus Kam drauf, weil ich gestern seit langer Zeit mal wieder das Wort Turbokapitalismus gehört habe. Und in bestimmten Momenten erfasst Turbopopulismus das Treiben von Bloggern, Politikern und „offiziellen“ Medien ganz prima.

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Worte ausgraben

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Odo Marquard, der Gießener Philosophie-Professor emeritus: Inkompetenzkompensationskompetenz!Das Wort fand er zu früh. Jetzt passt es.

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Siegfried Palm ist tot: Cellist, Lehrer, Intendant, Kulturpolitiker

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(nmz) Mit Siegfried Palm starb gestern in Frechen bei Köln eine kulturelle Leit- und Vaterfigur der deutschen Musikszene des zwanzigsten Jahrhunderts. Als Interpret widmeten ihm die wichtigsten Komponisten der zeitgenössischen Musik Solowerke: Bernd Alois Zimmermann, Iannis Xenakis, Mauricio Kagel, Krzystof Penderecki, Wolfgang Rihm und viele andere. Palm hat sie lebendig gemacht und weitergetragen. Webwatch im KIZ der neuen musikzeitung

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Ach ja, ich

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<%image(20050605-iceage.jpg|500|400|Ich)%>

Wunderbar, wunderbar … , wie sagte doch der olle Rickert:
In dem Verhältnis von Ich und Welt steckt somit das Weltproblem.

<%image(20050605-rickert.jpg|80|130|Heinrich Rickert)%>

Da hat er ziemlich tief ins Schwarze getroffen (Vom Begriff der Philosophie, 1910). Er sagt an anderer Stelle, wow: „Doch, wir wollen nun wissen, ob es möglich ist, dem Leben selbst Werte zu entnehmen und darauf Kulturwerte von selbständiger Bedeutung zu gründen. Die Frage kann jetzt in jeder Hinsicht verneint gelten. … Die Lebendigkeit selbst kann nie etwas anderes als Mittel sein, und ihr Wert hängt daher allein vom Wert der Zwecke ab, denen sie dient. Dieses Ergebnis ist selbstverständlich rein negativ.“ (Lebenswerte und Kulturwerte, 1911).

Ich bin sei Jahr und Tag mit der Werteproblematik beschäftigt durch meinen Zuzug nach Regensburg. Die heftigsten Dispute gingen über Werte. Als alter Nietzsche-Versteher bin ich dem feindlich gegenüber gestimmt. Weil nur zu häufig ja Werte als Kulturwerte und Bruchsteine eherner Gesetze des sozialen Zusammenlebens auftauchten. Werte zu haben ist eines. Werte zu entwickeln etwas anderes. Werte in Mündern von Kapitalismuskritikern zu vernehmen, sozusagen in Form eines Werte-Kapitalismus contra Liberal-Kapitalismus, das scheint mir doch ziemlich absurd. Die Taliban, die haben ja auch Werte. Die sind Wertekapitalisten in Reinkultur. Umso mehr freut es mich, wenn ein Rickert das kantische Motto: „Der kritische Weg ist allein noch offen“ vor einen seiner Aufsätze packte. Den Rickert habe ich erst seit vorgestern. Kannte ihn bisher nur aus Weber-Texten. Mal schauen.
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Deutsche Bahn – kompakt

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Die Schaltzentrale der Deutschen Bahn, Leipzig. Kein Wunder, wenn da mal etwas nicht funktioniert. Wie sollte es denn auch, wenn die Diensthabenden plötzlich keine Euros mehr haben. Dann fallen eben ein paar Züge aus.

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Blogverdrossenheit

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Ich kann mich eines gewissen Eindrucks nicht erwehren, dass irgendwie alles, was sich auch nur im entferntesten mit Politik auf der politischen Ebene selbst beschäftigt, heillos unsinnig geworden ist. Was ist denn bloß los? Noch sitzen sie doch alle auf den Bänken in Berlin und konferieren und ausschussen nur so rum. Falls es denn zu einer vorgezogenen Bundestagswahl käme, was ich noch gar nicht sehe, so wäre es (k)ein Jammer. Acht oder sieben Jahre rot-grüne Regierungsgeschäfte sind doch genug. Mein Vater pflegte…

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