Mich hat einmal interessiert, wie bei der Bundestagswahl 2025 die Orte gewählt haben, die wir auf unseren Ausflügen zum Blankensee, nach Glauer Tal und nach Schönhagen so „abgeschnitten“ haben.

In Kleinmachnow hat traditionell die AfD den schlechtesten Schnitt von ganz Brandenburg.

Durch Stahnsdorf muss man durch!

Wir starten in Güterfelde mit dem netten See. Jetzt sind wir auf der Ebene von Wahllokalen, daher sind hier die Grafiken ohne Vergleichs-Angaben der Bundestagswahl 2021. Aber anders als bei den Zuschnitten der Wahlbezirke innerhalb von Kleinmachnow und Stahnsdorf, sind hier die geografischen Grenzen sehr präzise als soziale Orte. Dorf, Landschaft, Dorf, Landschaft, Dort … usw.

ziehen weiter nach Schenkenhorst und seinen Rieselfeldern und den Pferdehöfen.

Fahren weiter nach Nudow, wo mal Äpfel samt Rezept für den Nudower Apfelkuchen angeboten wurden:

An Feldern vorbei und einer Rasenschule geht es nach Fahlhorst:

Über eine Autobahnbrücke verlassen wir Potsdam-Mittelmark und ziehen nach Teltow-Fläming – Gröben, wo zahlreiche Filme mit Krause gedreht wurden,

Bevor es nach Jütchendorf geht, ist linkerhand Siehten.

Und dann tatsächlich Jütchendorf, wo wir am Straßenrand manches gute Gemüse einsacken.

Schließlich kommt Schiaß mit seiner scharfen Kurve, in deren schärfster Stelle es Wachteleier gibt.

Dann endlich Blankensee mit dem gleichnamigen See, an dem die Zugvögel Rast machen.

Okay, wir drehen noch eine Runde hintendran zum Flughafen Strangenhagen.

Stangenhagen mit seinem Weg am Pfefferfließ, wo man auch schon mal einen Eisvogel sehen könnte.

Und ja, weil wir manchmal dahin einen Umweg nehmen mussten, soll Stücken nicht fehlen.

Warum das Ganze? Die Frage ist, wie sich neben der Omnipräsenz der AfD (außer bei Jütchendorf und Schiass) die Stimmen jeweils auf andere Parteien verteilen. Denn da gibt es durchaus Aufs und Abs ungewöhnlicher Ausprägung, insbesondere bei den LINKEN und beim BSW. Aber auch die GRÜNEN fallen mal durchs Raster, und das bei Orten, die direkt nebeneinanderliegen, wie zwischen Schön- und Stangenhagen oder Fahlhorst (wo Die LINKE am stärksten abschneidet) und Nudow.
Natürlich haben alle diese Orte ihre speziellen Eigenschaften und Geschichten, aber so unterschiedlich können die Lebenswirklichkeiten in diesem ländlichen Raum an sich nicht sein, dass sie erklären könnten, wie es zu diesen teilweise massiven Verschiebungen im Wahlverhalten kommt, jenseits der AfD-Popularität. Ich würde sagen, es handle sich dabei um ein jeweils politisches Mikroklima, bei dem soziale Gruppenbildungen die größte Rolle spielen. Also eine Art Mikromassenpsychologie des Wahlverhaltens.