Hilfe! Illustrierter Durchfall im November

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Seit gestern abend kann die sogenannte Novemberhilfe beantragt werden. Ein bisschen Geduld wird man da wohl mitbringen müssen beim Antragstellen. Dafür kann man sich in der Zwischenzeit die Modalitäten in aller Ruhe durchlesen. Ob die Novemberhilfe also fruchtet, hängt davon ab, ob sie bei den richtigen ankommt und dort genügend Restwirkung entfalten kann. Mir persönlich kam sie als etwas schwach an. Besser als nichts, sicher. Aber als Kompensationsleistung im Gesamtzusammenhang doch etwas dürftig. Nun ist es das eine, dass derartige Nothilfen einerseits…

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Roboter im Himmel – Kunst auf dem Weg rückwärts

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„Während der Struktur nach Arbeit und Vergnügen einander immer ähnlicher werden, trennt man sie zugleich durch unsichtbare Demarkationslinien immer strenger. Aus beiden wurden Lust und Geist gleichermaßen ausgetrieben. Hier wie dort waltet tierischer Ernst und Pseudoaktivität.“ Diese knapp 80 Jahre alte Einsicht, die Adorno in seinen Minima Moralia unter dem Titel „Stundenplan“ formulierte und ihr damit verbundenes Problem, wurde nun im Namen der höchsten Kulturinstitutionen wieder ins Unrecht gesetzt. „Work while you work, play while you play – das zählt zu den…

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Fettnäpfchen im Dunkeln an der Hochschule für Musik und Theater München

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Fettnäpfchen! Warum tritt eigentlich die Hochschule für Musik und Theater München in jedes vorhandene ebensolches. Gestern noch die tolle Nachricht, einen Prozessbeobachter zum Strafprozess gegen den ehemaligen Kompositionsprofessor Hans-Jürgen von B. loszuschicken. Heute dann der Rückzieher. Grund: der dafür vorgesehene Professor der Ludwig-Maximilian-Universität München hat in diesem Jahr auch AfD-Mitglieder in Verfahren in Sachen Parteispenden vertreten. Als Fachvertreter im Sexualstrafrecht ist er eher bislang nicht hervorgetreten. Das nährt Spekulationen an denen ich mich selbstverständlich nicht beteilige. Fragen an die Hochschule, wie und…

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Kulturverkrampfung im November 2020

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Hätte man auch nicht gedacht, dass der November für die Musikkulturbranche zur Zerreißprobe wird, in welche Kategorie man sie sich eingeordnet wünscht. Zur Freizeit soll sie nicht gehören, zur Wirtschaft vielleicht sehr, aber jetzt auch nicht nur, aber zur Freizeit auch ein bisschen. Am besten aber weder zur einen noch zur anderen Sache, sondern ganz für sich. Aber auch nicht alles. Manches dann doch wieder eher relevant, mal fürs System, mal fürs Leben, mal fürs Soziale. Schätze, ist genau der richtige Zeitpunkt…

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Von Fakten und vom Schweigen

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Seit einiger Zeit macht ein Grafik die Runde, die zeigen soll, wo sich Zürcher und Zürcherinnen in der letzten Zeit mit dem Coronavirus angesteckt haben sollen. Platz 1: Der private, eigene Haushalt; letzter Platz mit 0 (Null) Fällen: Kino, Theater, Konzert. Die launige Interpretation: Im Konzert sei es sicherer als zuhause. David Stingl hat diese Grafik jetzt untersucht und einem Faktencheck unterworfen. Was dabei herauskam, das wird Sie erstaunen. Ehrlich gesagt, eigentlich nicht. Fakten werden eben erst dann zu aussagekräftigen Informationen, wenn…

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204 Minuten! Mediennutzung und virtuoses Misstrauen

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204 Minuten! KulturData hat mich heute früh darauf aufmerksam gemacht, dass gestern die ARD/ZDF-Onlinestudie 2020 erschienen ist. Da steht zum Beispiel drin: „Die tägliche Zeit, die die Menschen im Internet verbringen, wird auf Basis eines Tagesablauf-Modells berechnet und liegt in diesem Jahr mit einem Plus von 11 Minuten bei 204 Minuten. 120 Minuten entfallen auf das mediale Internet (plus 21 Minuten). Insbesondere in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen (Internetnutzung gesamt: 388 Minuten, plus 18 Minuten) hat sich die Nutzungsdauer von Online-Angeboten…

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Flexible Vergangenheit und Gegenwart

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Volker Brauns "Berichte von Hinze und Kunze" zählen für mich sowieso zu den Perlen deutscher Vorvereinigungsliteratur. Da blättert man sich durch und findet fast immer einen Gedanken, den man sich einmal genauer ansehen sollte. Harmlose Kritik.Manches, das Hinze mißfiel, lehnte er nicht rundheraus ab, er kratzte nur am Lack. Vor einem Denkmal moniert er das Material; dieser Feldherr und erste Diener seines Staates stand glänzend auf dem Sockel, als hätten sich die Zeiten nicht geändert. Hinze schlug vor, solch edle Köpfe oder…

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Wie Adorno 2020 fast einmal reich und berühmt geworden wäre

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wenn er denn mal nicht aufs falsche Pferd gesetzt hätte bei der Auswahl eines Textes für ein Musiktheaterstück. Und das war nämlich so: Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Theodor W. Adorno Anfang der 30er Jahre einmal die Idee, eine Musiktheaterstück zu schreiben. Das eine, von dem es zwei Stücke gibt und ein Libretto, ist ja der "Schatz des Indianer-Joe". Wahrscheinlich wäre dieses Stück in Gänze aus vielen Gründen, nicht nur musikalischen, gar nicht mehr realisierbar. Ich finde die beiden überlieferten Stücke…

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Wenn Wünsche wahr werden müssen: Kulturjournalismus trifft auf Forschung

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Das hat mich gestern geärgert und einen ganzen Tag bis heute genervt. Auf rbb24.de tauchte plötzlich die Schlagzeile auf: “Charité hält Opern und Klassikkonzerte vor vollen Sälen für machbar Oper live oder klassische Konzerte vor ausverkauftem Haus - in Corona-Zeiten ist das seit einigen Monaten eigentlich undenkbar. Doch durch eine neue Studie von Charité-Experten könnte sich das jetzt ändern. Von M... O... Später etwas abgemildert: “Charité-Institute empfehlen Klassikkonzerte und Opern in vollen Sälen” rbb Exklusiv: Experten der Charité in #Berlin empfehlen in…

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Klassik +++ Eil +++ Hanns Eisler lebt!

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Soll man lachen, soll man weinen? Soll man reden, soll man schweigen? Opus Klassik auf der Überholspur des Kulturbetriebes. Auch dieses Jahr voll Neugier der Blick in die Kategorie: Komponistx des Jahres. Vor einem Jahr, nun, Ähh, da war doch was? War damals nix. Ist heute nix. Aber immerhin mit reichlich Komponist:innen versehen, die auch in entsprechenden Programmen im Radio platziert oder auf Festivals gespielt werden. Das haben führende Musikmanager_innen und Musikjournalist*innen entschieden: Thomas Adès, Mark Andre, Hanns Eisler, Henning Fuchs, Detlev…

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