Neues Verb: vergoppeln

UnBestätigten Informationen zufolge hat sich die DUDEN-Redaktion dazu entschlossen folgendes Wort neu aufzunehmen:

vergoppeln – Verb. Man fühlt sich vergoppelt, wenn man im Kulturbereich a sagt, b meint und c tut. Verwendung:

  • Der Deutsche Musikunrat wurde einmal wieder einmal von einem Politiker vergoppelt.
  • Rundfunkintendant Goudboust hat den Stifterkreis zur Rettung eines Orchesters vergoppelt.
  • Martin-Maria vergoppelt Musikfreunde. Oder: Martin vergoppelte Maria als er Thomas lobte.

Oder in produktiver Form mit anderem Präfix: Das Musikleben muss entgoppelt werden.  (Badboy Alex)

Ursprung: Urfassung eines Gedichts von Bert Brecht in der Hauspostille: „Laßt euch nicht vergoppeln. Es gibt keine Wiederkehr. …“

Ebenfalls schlägt die DUDEN-Redaktion vor, das Kompositum:
Rundfunk-Ratschläge neu zu trennen, so dass es korrekt interpretiert werden kann, nämlich: Rundfunkrat-Schläge.

Mehr zu den aktuellen Diskussionen bei nmz-Online: Deutschland regt sich auf – Briefe an … und ein Musikjournalistenkurs im mu:v-camp in Weikersheim oder direkt:

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der huflaikhan

Betreiber der Kritischen Masse seit 1995. Seit 2023 Wiederaufnahme. Promotion mit einer Arbeit über Adornos kompositorische und theoretische Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik. Arbeit für den Bayerischen und den Mitteldeutschen Rundfunk als freier Autor und Regisseur – zumindest bis Ende 2015. Online-Redaktion für neue musikzeitung, Jazzzeitung und Oper & Tanz. Unglücklich, aber fast taub.