Gernot Romann: ein „Prophet der Toleranz“?

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O-Ton Gernot Romann, NDR Programmdirektor Hörfunk: “Leider hat Gotthold Ephraim Lessing keine Konjunktur. Der Prophet der Toleranz passt nicht ins Schema enger Glaubensbekenntnisse, ist den Geschmackspolizisten unserer Tage suspekt. Auch im Radio gilt: Was nicht den Vorstellungen einer sich als Elite begreifenden Minderheit entspricht, wird erbarmungslos bekämpft - bis hin zur persönlichen Verunglimpfung von Programmmachern und Programmverantwortlichen, ganz so, als gäbe es keine Rundfunkfreiheit, als wäre diese Freiheit eine Angelegenheit von einigen Dutzend selbsternannten Kultur-Ajatollahs.” Quelle: Initiativkreis Das GANZE Werk: aktuell Das…

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Ankündigung taktlos 80, Gut, schön, radikal: Trikont

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taktlosSeit gut 25 Jahren fühlt sich der Münchner Trikont-Verlag dem Schönen, Guten und Radikalen in der Musik verpflichtet. Hans Söllner, Georg Ringsgwandl oder „Attwenger“ haben beim Giesinger Independent Heimat gefunden. Grund genug für taktlos, das Musikmagazin des Bayerischen Rundfunks und der nmz, Verlag und Label einen verspäteten Geburtstagsbesuch abzustatten:

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Mal nachgerechnet …

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Aus Anlass einer Newsgroup-Diskussion mal nachgerechnet, was die Radio-Quoten so hergeben. In der letzten Media-Analyse wurden 60.324 Leute befragt in ganz Deutschland. Innerhalb dieser Quote kam dann NDR Kultur auf 0,4% — Hörer deutschlandweit. Das heißt das sind gerade mal 241,29 Hörer! — natürlich ganzzahlig nach oben und unten zu korrigieren. Um 0,1% mehr oder weniger Hörer zu bekommen in der Media-Analyse bedarf es etwa 60 Leute mehr.

Die Quoten der Media-Analyse bringen zur Bestimmung über Erfolg oder Misserfolg eines Programms da nichts. Aber die Macher sehen es anders. Sie rennen der Quote nach. Um jeden Preis, wie die Wellenchefin des NDR, Frau Mirow. Die sagt nämlich auf Höreranfrage:

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Zwangsbeschallert

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Musik kann schon ein richtiger Weichmacher sein. Blinde werden sehend, Taube hörend und Menschen brav, vor allem aber Letzteres. Da werben die auf der Abschussliste des Berliner Senats stehenden Berliner Symphoniker in U-Bahnen mit dem Slogan „Kinder, die musizieren, kommen nicht auf dumme Gedanken“ (wie zum Beispiel in einen Gurkentransporter ohne Führerschein fahren), das internationale Büro der Jeunesses musicales hat eine Plakatserie hergestellt, auf der die gesellschaftlichen Verlierer hoffnungsfroh auf die Rettung durch Musik hingewiesen werden (siehe Bild) – warum also länger…

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Kultur-Kampf im Radio

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Aus Anlass der Veränderungen in den sogenannten Kulturprogrammen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks scheint sich eine Bewegung in Gang zu setzen, die die deutsche Rundfunklandschaft in zwei Richtungen teilt. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die ein Kulturprogramm im Wesentlichen nach Marktwerten beurteilen, auf der anderen Planer, die von einer langfristigen Konzeption eines gründlichen Rundfunkprogramms ausgehen. Dazu gibt es einen höchst interessanten Artikel in der Online-Faz von Frank Kaspar: Klassik, nichts als Klassik!. Zum Phänomen des Deutschlandfunks schreibt er da: Günter Müchler sieht den…

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„Das Schöne lauert überall“

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Man könnte eigentlich die Sache mit dem MDR abhaken. Aus MDR KULTUR wurde MDR FIGARO. Wortreich haben die Verantwortlichen sich ihrer Verantwortung gestellt und damit selbstverständlich das gemacht, was sie machen sollten: Dem Einwand einer Entwortung des Programms etwas entgegen setzen. Hörfunk-Chefin Barbara Molsen etwa: Man habe jetzt “auch das weite Feld der Alltagskultur im Blick. Zu dem Mode und Design genauso gehören wie Wohnen und Reisen, gutes Essen und Trinken oder das Gespräch mit interessanten Menschen.” Lassen wir es beim Trinken…

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Zugangsbarriere Plakat

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Jetzt bleibt eigentlich die Interpretation der Plakatwerbung von MDR FIGARO übrig. Ich weiß nicht recht, wen es ansprechen soll. Mir fehlt so ziemlich alles, was auf dem Plakat dargestellt ist. Habe weder ein weißes noch überhaupt ein Sofa, wohne nicht im Altbau mit den schönen Türen, habe auch keine Frau (weder eine so gekleidete noch überhaupt eine). Und meine Wohnung ist wesentlich unordentlicher. Andererseits konnte ich mir schon ein Regal leisten und muss mir ausgeliehene Bücher nicht neben dem Sofa auf dem…

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Musikindustrie: Sendeprivileg und Privatkopie im Visier

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Der Verband der phonographischen Wirtschaft hat eine neue Runde in der Diskussion zur Rettung der Musiklandschaft eingeläutet. So fordert man jetzt weitergehende Ergänzungen bei der Reform der Urheberrechts in einem zweiten Korb. Das runderneuerte Urheberrecht ist seit nur vier Tagen verbindlich, da kommen neue Vorschläge. Das ist auch die Aufgabe von Verbänden und nicht zu bemängeln. Über die Vorschläge, die umfangreich in das Sendeprivileg der Rundfunkanstalten eingreifen und andererseits digitale Privatkopien nur noch in sehr geregelter Weise zulassen wollen, ist zu diskutieren.…

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