Gigantische Schritte (1920 / 1960 / 2000)

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Längst ein Klassiker, kennt diese Animation von Michal Levy trotzdem wahrscheinlich nicht jeder. Muss man ja auch nicht. Der Film ist von 2002 und selten zu sehen (hier aus dem Cache bei Google in hoher Qualität). Denn bald nach Veröffentlichung gab es offenbar Probleme mit den Rechten an der Musik. Und das ist sehr schade gewesen. Im Prinzip wäre es möglich gewesen, sich den Film mit der Musik selbst zu synchroniseren. https://vimeo.com/6428820 Das Problem scheint aber mittlerweile behoben, der Klassiker des Jazz…

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Das Ich im Ich in der Musik

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In einem Beitrag auf ARTE widmete man sich der Frage des Wartens. Dabei wurde ein französischer Philosoph (Nicolas Grimaldi) von Raphaël Enthoven interviewt, der unter anderem sagte (ich zitiere aus der Erinnerung), Genuss, den man nicht teilen kann, kann man nicht (so gut) genießen. Auch wenn es in der Philosophie mit dem erinnerten Zitieren etwas hakelig ist, denn in Philosophie geht es ja gerade um die Nuancen, müsste es so gewesen sein. Er sagt: Ein nicht geteilter Genuss, ist kein Genuss. (Minute 17:17)…

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Hommage an den Mann an der kleinen Trommel

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Ohne ihn läuft der Bolero von Ravel ins Leere. Dabei ist es einer der wohl undankbarsten Partien, die es für einen Schlagwerker geben kann. Mit nur einem Vorteil: Pausen zählen muss er nicht. Ein französischer Filmemacher hat dieser Arbeit einmal seine volle Achtung zukommen lassen. Mit wundervollem Charme, eine Hommage an den Trommler von nebenan. Film ab. https://www.youtube.com/watch?v=Buabi7M39AQ

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Rückschlagventil – Verriss 1/WogRV-1

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Dass Komponisten nicht immer glücklich sind über das, was andere über sie schreiben, ist keine Neuigkeit. Wir wissen nicht genau, werwannwowas über ein Stück von Gordon Kampe geschrieben hat. Aber es scheint ihn sehr genervt zu haben. Deshalb vertont er seit kurzem Verrisse. Das hat Zukunft, geben wir ihm Futter! Weiter so Kampe. Warum nicht gleich so. https://soundcloud.com/opus136/psychokampe

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Musikalische Analyse III: Unpopuläre Musik

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Popmusik ist Industrie, Popmusik ist billig, Popmusik lohnt nicht. Außer für den Makler. Stimmt. Aber es gibt auch unpopuläre Musik. Das Beispiel, das ich hier gewählt habe hat den schwerwiegenden Text "Frankenstein conquers the world" zur Basis und stammt von Jad Fair und Daniel Johnston. Zwei amerikanische „Stars“ der Off-Szene. https://youtu.be/bspFtpreYgk Frankensteine Bei diesem zwei-Ton und zwei-Akkordstück könnte man sich denken, wow, mit wie wenig die auskommen, das ist ja Punk, noch einmal mit Folkverschnitt aufs Grundsätzliche reduziert. Genauso ist es. Die…

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Spy, spy, spotispy! Das musikalische Elend der amerikanischen Elite

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Durch die große Durchdringung des Musikstreamingdienstes „Spotify“ im amerikanischen Haushalt, natürlich insbesondere bei Studenten, kann man sich durch deren statistische Ergebnisse einige Rückschlüsse über das musikalische Konsumverhalten der dortigen alten Jugend erlauben. Genau das hat „Spotify“ jetzt gemacht. How students listen? (Mit den Ohren und dem großen grauen Teil dazwischen, nehme ich an, oder?) Natürlich spielen Pop, Dance, Hiphop, r&b und Rock die fetteste Rolle im Hörbewusstsein dieser Studenten. Aber ein paar kleine Dinge fallen auf. So sind an der Cornell University…

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Mit Fast Food füllt man Bildungslücken

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Man muss immer von anderen lernen können und siegen lernen können. Völlig überraschend für mich kam gestern abend im Bildungsfernsehen von SAT1 eine Werbung in der zum Lesen gereizt werden sollte. Jedem Happy Meal einer hier ungenannten Fast-Food-Kette wird den kaufenden Kindern ein pädagogisch wertvolles Buch beigelegt, die Auswahl trifft ein lesepädagogisch hochausgebildetes Sonderpersonal, bazahlt nach Mindestlohn. Die Stiftung Lesen macht es möglich. (Wie ich jetzt sehe, schon zum dritten Mahl – kleiner Wortwitz). Wer nicht richtig lesen kann, hat schlechte Chancen…

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Pausenzeichen

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Aus unserer Leipziger Redaktion, danke Barbara und Steffen, kommen neue Töne. Oder: Alte Töne. Die Kollegen dort haben ein bisschen im Archiv gekramt und in einer Zeitschrift von 1935 die Pausenzeichen von Rundfunksendern in Notenform gefunden. Heute, im Zeitalter, des Sounddesigns und der Verklangung von jedem Zeug, war man damals noch ganz hausbacken zur Sache gegangen. Klar, war ja auch nix da. Man hatte ja nichts. So ein paar Glocken vielleicht, aber ein Orchester beschäftigen für bloß die Pausenzeichen, zumal die ja…

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