Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.

Bei der Arbeit – Null hundertneunzig …

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Manchmal überlege ich mir das wirklich. „Das ist der Anschluss von Huflaikhan. Wenn Sie Huflaikhan persönlich sprechen wollen, drücken sie die 1 — wenn Sie sich verwählt haben, drücken sie die 2 (dann wirds richtig teuer) — wenn Huflaikhan dienstleisten soll, dann drücken sie die 3“ Piep „Wollen sie wirklich Huflaikhan sprechen, dann wählen sie in ihrem Telefon-Menü die Sprachkonfiguration für mongolisch oder schlesisch, Huflaikhan kann warten … — wenn Sie das Menü nicht finden, macht es auch nichts — drücken sie…

WeiterlesenBei der Arbeit – Null hundertneunzig …

Zwischen Empirie und Glauben (NDR Kultur)

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Der Deutschlandfunk machts richtig. Noch ist da etwas von Selbstkritik in den Beiträgen dabei. So zum 50-jährigen Jubiläum der Media-Analyse. Man zitiert da einen Forscher vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung: Allein zur Erhebung der Radionutzung werden jährlich über 58.000 Computergestützte Telefoninterviews geführt. Aus Sicht der Wissenschaft gibt sie aber nur einen Teil der Wahrheit wieder. Prof. Uwe Hasebrink vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung: Es ist der Aspekt, wie häufig welche Personen mal vom Radio erreicht werden, was die Menschen dann damit machen, ob sie…

WeiterlesenZwischen Empirie und Glauben (NDR Kultur)

Hochbetonik II (Westhagen)

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Kaltmamsells Faible für Hochbetonik kann man teilen. Sie war innen, ich stelle etwas anderes von außen dar. Auch ein Foddo aus lang vergangenen Tagen, als es noch günstiger schien mit Dias zu operieren. Ein Film mit Entwicklung kam auf um die 10 Mark. Ich schätze mal, es handelte sich beim Apparat um eine Rollei 35, ausgemustert aus dem Inventar meines Herrn Papa. Nachführzeugs, aber mit ganz ausgezeichneten Objetiven (Sonnar 85mm etc., aber vor allem jenes Portraitobjektiv). Ein Bild auf die linke Hälfte…

WeiterlesenHochbetonik II (Westhagen)

Hochbetonik (Detmerode)

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Kaltmamsell mag Hochbetonik. Das hatten prima im Stadtteil Detmerode der Fussballstadt (blöde Heimverlierer gestern) gerne gebaut. Gemischte Bauweise, mal hoch mal breit. Dazwischen viel grün. Das Foddo stammt aus der Reihe meiner ersten Bilder mit der Zorki. Transportprobleme sieht man an den Streifen auf dem Foddo. Aber zurück. Der Detmeroder (etwa 16.000 Einwohner) Volksmund nannte diesen Doppelhochbetonzahnkomplex „Don Camillo und Pepone“ — vielleicht wohnten gerade viele italienische Gastarbeiter dortdrin. Normal sterbliche wagten sich da nicht einmal in die Nähe. Die Gegend galt…

WeiterlesenHochbetonik (Detmerode)

Klassische neue Musik – unbeherrschbar

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Semmel fragt in einem Kommentar nach dem Begriff der „neuen Musik“. E-Musik (klassisch) oder Hiphop (?)? In der so genannten E-Musik freilich geht es nicht deshalb immer schon um Geblase und Gestreiche. Es kommen dagegen immer häufiger auch „modernste“ Apparaturen zum Einsatz. Bei der Veranstaltung 2001 der projektgruppe neue musik (ich berichtete) standen Maschinen im Vordergrund (Machinations - Imaginations: Musik erfinden mit maschinischen Verfahren). Zu Baginskys Musikrobotern schrieb ich damals mit etwas zu viel „irgendwie“: Nicolas Anatol Baginskys Musikroboter schauen aus wie…

WeiterlesenKlassische neue Musik – unbeherrschbar

Der fiese Gast – und seine Replik

  • Lesedauer:6 Min. Lesedauer

Fast monatlich bekomme ich einen Nachtgast, also so einen, der eine Nacht bleibt; eben einen, der ein Bett für eine Nacht in der ihm fremden Stadt benötigt. Dieser Gast war nun da. Ich kann den zwar überhaupst nicht leiden, weil er schmutzt und einen in einer Tour beleidigt, weil er 1860er-Fan ist, weil er dick und kurz ist und mit Bart. Mit einem Wort: Weil er mich an mich erinnert, wenn ich einmal so alt bin als wie er. Aber: Witzig isser…

WeiterlesenDer fiese Gast – und seine Replik

Nachlässigkeit

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Das GANZE Werk bringt eine hübsche Replik von Carsten Molnar zu einem Kommentar von NDR-Kultur-Wellenchefin Barbara Mirow. Die sagte: „Die Bereitschaft, sich längeren, in sich geschlossenen Werken zu widmen, hat leider deutlich nachgelassen.“ Quelle: Das GANZE Werk / Korrespondenz - Einzelne Sätze, innere Geschlossenheit Amen. Die Bereitschaft von Schüler, etwas lernen zu wollen, hat leider nachgelassen. Deswegen gucken wir jetzt auch nur noch Fernsehen in der Schule. Leiderleiderleider. Das Interesse an Bildung und Kultur hat leider ebenfalls nachgelassen. Darum schließen wir die…

WeiterlesenNachlässigkeit

Alpha Centauri (Entfernung 4,6 Lichtjahre) hört derweil das alte Programm von Radio3

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Das GANZE Werk bringt eine hübsche Replik von Carsten Molnar zu einem Kommentar von NDR-Kultur-Wellenchefin Barbara Mirow. Die sagte: „Die Bereitschaft, sich längeren, in sich geschlossenen Werken zu widmen, hat leider deutlich nachgelassen.“ Amen. Die Bereitschaft von Schüler, etwas lernen zu wollen, hat leider nachgelassen. Deswegen gucken wir jetzt auch nur noch Fernsehen in der Schule. Leiderleiderleider. Das Interesse an Bildung und Kultur hat leider ebenfalls nachgelassen. Darum schließen wir die Klassik- und Kulturwellen im Rundfunk umgehend. Leider! Die Bereitschaft, das Hirn…

WeiterlesenAlpha Centauri (Entfernung 4,6 Lichtjahre) hört derweil das alte Programm von Radio3

Salome oder das Opfer von NDR Kultur

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Salome, Stieftochter des Herodes, verzehrt sich im Verlangen nach dem Propheten Jochanaan, der im Kerker des Schlosses gefangen gehalten wird. Als Jochanaan auf ihre Verführungsversuche nicht reagiert, rächt sich Salome: Sie tanzt für Herodes den Tanz der Sieben Schleier - heute würde man das einen Striptease nennen - und fordert als Lohn den Kopf Jochanaans auf einem silbernen Tablett. Der Wunsch wird ihr gewährt, nun kann sie den Mund des Propheten küssen. Daraufhin lässt sie, abweichend vom Theaterstück, ihr Stiefvater Herodes töten.…

WeiterlesenSalome oder das Opfer von NDR Kultur

Bald 1000

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

In einem Brief eines ungenannten Rundfunkredakteurs zu meinem Artikel „Ästhetische Tauchgänge“ heißt es selbstkritisch und traurig: Insgesamt ist ein Wandel mit dem Medium Radio passiert, der sehr schmerzlich ist. Das Radio wird seit etwa 10 Jahren seit dem geballten Auftreten der privaten Anbieter als Junk-Box genutzt. Die Musik spielt nur noch als Stimmungsrampe eine Rolle, wichtiger ist das ungefähre Gefühl, in der Gegenwart zu sein und bei Verkehr, Wetter und Weltlage im verschwommenen Bilde. Eine Identifikation mit dem Sender gibt es kaum…

WeiterlesenBald 1000