Von allen Seiten ist die Kultur und die Vernunft durch Angriffe bedroht. Manchmal auch in der Sache zurecht.

1841 – Ironie

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 Diese Dissertation von 1841 — mit ständiger Rücksicht auf Sokrates — ist ein erstaunliches und schwieriges Werk der Philosophiegeschichte.In der Ironie ist das Subjekt negativ frei: denn die Wirklichkeit, welche ihm Inhalt geben soll, ist nicht vorhanden, das Subjekt ist frei von der Gebundenheit, in welcher die gegebene Wirklichkeit das Subjekt hält, aber es ist negativ frei und als solches in der Schwebe, weil nichts da ist, das es hielte.Das Schweben, welches Kierkegaard hier einführt ist die Erkenntnis von Erkenntnis unter der…

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Kirchen-Un-Musik

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Theologisch begründet sei dies also, denn es geht nicht nur um Musik, um katholische Note, um buddhistische Noten, um hinduistische Noten, um koptische Noten? Sag' mal, wie bitte schön. Ausweisung für alle buddihistsichen Achtel, aber zackizacki. Und wehe ich höre noch mal ein Präludium von Bach in einer evangelischen Kirche oder eine Fuge von Reger in einer katholischen. Reger, der fetteste und gröbste Säufer vor dem kompositorischen Herrn, dem immer die Tonarten durcheinander geraten sind. Furchtbar. Höchstens zur Wandlung, die ja scheinheilig…

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Alban Berg: Sonate für Klavier op. 1

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Gerade, Alban Berg, Sonate für Klavier op.1. Ungeheuerlich. Es interessiert ja keinen, aber trotzdem sei es gesagt. Ich war damals ein kleiner Hupfer, vielleicht 17 oder 18 Jahre alt. Die Musikbibliothek der Stadt Wolfsburg suchte ich auf, nachzuschauen, was die haben von Alban Berg und anderen. Das war eine wirklich kostbare Sache da in Wolfsburg. Es gab eine Schallplatte mit dem Stück drauf und die Noten auch, die noch in dieser Jugendstil-Titelblatt-Ästhetik verfasst waren (Drei Lilien Verlag oder so etwas). Auf der…

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Das Weltgeheimnis & der Kitsch

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Ein Junkie erklärt nichts. Nein, das tut er nicht. Aber er mag um Rücksicht bitten dafür, dass er gerne in alten Büchern herumliest und sich immer wieder aufs neue angeregt fühlt. Durch Typographie, durch Gestaltung, durch Texte, durch die Zeit selbst. Denn auch die Vergangenheit kann ein (vielleicht auch heilsamer) Spiegel sein. So entdeckt, ein namenloses Bekenntnis zum Kitsch in „Europa 1925“, einem Buch von dem Tucholsky sagte, dem Setzer müssten die Ausrufungszeichen wohl ausgegangen sein und der das Werk „unlesbar“ fand.…

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McGesellschaft

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Andererseits, ja andererseits, wird die Rotation von Musik nur durch die Rotation von fehlendem Herz und Hirn ersetzt. Man wiederholt Big Brother und füllt den Rest mit anderem Trash (das deutsche Wort „Müll“ ist noch zu vornehm) aus. Sind die Schlüpper der Susi wirklich pinkfarben, wer scheißt am schnellsten, wie werde ich ein Star, wo gibt’s die nervigsten Klingeltöne? Wir haben damals ja noch Klingelstreiche gemacht und Zahnpasta unter Türklinken platziert und legen uns heute einfach eine gepflegte Brahms-Sinfonie auf den Plattenteller.…

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Quote und Existenzgründung: Komponisten-Report

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Das Kulturinformationszentrum der neuen musikzeitung hat sich ausgiebig mit der Deutsch-Quoten-Diskussion und der Frage nach freiwilliger Selbstverpflichtung im Rundfunk befasst. Eine Stellungnahme der Kulturstaatsministerin Weiss hängt an. Frau Vollmer von den Grünen wird zitiert mit: Die Grünen-Abgeordnete Antje Vollmer betonte, eine Quote wäre ein Signal zur Sicherung von Künstlerexistenzen und für mehr Qualität im Rundfunk. Aber stimmt das denn wirklich, Frau Vollmer? Das Mica (Music Information Center Austria) hat einmal etwas zur Lage der Komponisten in Österreich recherchiert. Die Ergebnisse sind tief…

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Trübsinn geht weiter

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Der Trübsinn ist doch was Schönes, vor allem, wenn man sich ihm nicht aussetzt. Dennoch, bedenkt man es recht, oder gerade weil — ohne Trübsinn wäre so weniges verfasst. Die anthropologische Großer Trübsinn ist bisweilen Produktivkraft. — O Schmerz! O weher Schmerz! Die Zeit verschlingt das Leben, Und dieser düster Feind, der nagt an Herz und Mark, Wird durch das Blut, das wir vergießen, groß und stark. Die Schlusszeilen aus „Der Feind“ in Baudelaires „Blumen des Bösen.“ Hier übersetzt vom Carlo Schmid…

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Logik für Anfänger: Herr Romann vom NDR

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Dumm wird es aber dann, wenn Herr Romann in die Hölle der Logik einsteigt. Einerseits sagt er stolz von der Entwicklung des NDR Kultur mit bezug auf die von der Media-Analyse ermittelten Quoten, dass dieses Programm seine Hörerzahl steigern konnte. Prima, Herr Romann, fein, Gratulation. Und er sagt auch, er sei seinen Hörern verpflichtet, die ihm so ihr Mandat erteilen. „bei uns werden die Entscheidungen, welche Musik wo läuft, nicht vom Musikchef, nicht vom Redakteur, nicht einmal vom Intendanten getroffen, sondern wir orientieren…

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Kinder-Horror-Musik-Schau II – Warum sind die Jungens frech

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Platz 2 der Hitliste ist nicht weniger schlecht als Platz eins. Zu hören ist hier der Kinderchor des Moll- und des Liselotte-Gymnasiums Mannheim, Ltg: Winfried Keller. Es geht mir dabei nicht um eine Bloßstellung, die Absichten mögen ja integer sein, aber warum geht sowas derart in die Hose. Man könnte ja meinen, es handelt sich dabei um einen Text der weiblichen Emanzipationsgeschichte. Selbstbewusst wird die Schönheit des weiblichen Geschlechts über das der Jungens gestellt. Das Defizit der Jungen, dass sie nämlich frech…

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