Attila József (100)

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Hatte gestern seinen 100. Geburtstag, wenn er nicht schon 1937 sich selbst umgebracht hätte indem er sich vor einen Güterzug warf. Einer der Größten Lyriker des vergangenen Jahrhunderts. Online zu lesen auf ungarisch. Ich kenne nur einige kurze Übersetzungen, namentlich von Franz Fühmann. Leg deine Hand Leg deine Hand Auf die Stirn mir schwer. Als ob deine Hand Meine Hand wär. Behüt mich wie wen, Der mordgierig wär, Als ob mein Leben Dein Leben wär. Lieb mich, als ob Das für etwas…

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Das Weltgeheimnis & der Kitsch

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Ein Junkie erklärt nichts. Nein, das tut er nicht. Aber er mag um Rücksicht bitten dafür, dass er gerne in alten Büchern herumliest und sich immer wieder aufs neue angeregt fühlt. Durch Typographie, durch Gestaltung, durch Texte, durch die Zeit selbst. Denn auch die Vergangenheit kann ein (vielleicht auch heilsamer) Spiegel sein. So entdeckt, ein namenloses Bekenntnis zum Kitsch in „Europa 1925“, einem Buch von dem Tucholsky sagte, dem Setzer müssten die Ausrufungszeichen wohl ausgegangen sein und der das Werk „unlesbar“ fand.…

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Quote und Existenzgründung

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Das Kulturinformationszentrum der neuen musikzeitung hat sich ausgiebig mit der Deutsch-Quoten-Diskussion und der Frage nach freiwilliger Selbstverpflichtung im Rundfunk befasst. Eine Stellungnahme der Kulturstaatsministerin Weiss hängt an. Frau Vollmer von den Grünen wird zitiert mit: Die Grünen-Abgeordnete Antje Vollmer betonte, eine Quote wäre ein Signal zur Sicherung von Künstlerexistenzen und für mehr Qualität im Rundfunk. Aber stimmt das denn wirklich, Frau Vollmer? Das Mica (Music Information Center Austria) hat einmal etwas zur Lage der Komponisten in Österreich recherchiert. Die Ergebnisse sind tief…

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Kinder-Horror-Musik-Schau V – Auf Du junger Wandersmann

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Platz 5. Auf du junger Wandersmann von irgendeiner Platte. Der Charme einer Kirchentagsmusik. Es ist zum weinen. Hören, und dann weinen. Der geneigte Leser kennt den Originaltext und die Originalmelodie. Auf, du junger Wandersmann, Bald schon kommt die Zeit heran, Die Wanderszeit die gibt uns Freud. Woll'n uns auf die Fahrt begeben, Das ist unser schönstes Leben, Große Wasser, Berg und Tal, Anzuschauen überall. … Auch hier ist die Lage problematisch. Melodie und Satz sind, was den Chor angeht, nicht zu beanstanden.…

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Kinder-Horror-Musik-Schau IV – Auf die Kinder kommt es an

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Platz 4: „Auf die Kinder kommt es an“ von der gleichnamigen Scheibe (Text: Lars Albaum; Musik: Attila Ciftei). Die andere Seite der DDR, nämlich die BRD im Taumel des Hiphop. Kinder spielen bei Grönemeyer eine Rolle, sie sollen an die Macht, hier ist man bescheidener, es kommt nur auf sie an. Aber wie. Anhören und lustig sein. Aus rechtlichen Gründen leider nicht zur Verfügung stehend. Was soll man nun dazu sagen. Das war beste deutsche Anbiederungspädagogik in der Musik. Kinder sind toll,…

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Kinder-Horror-Musik-Schau III – Jetzt bin ich junger Pionier

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Platz 3 der Horror-Parade kommt aus dem Osten des Landes und hat mehrere Lenze auf dem Buckel. Dabei fällt es gar nicht so einfach, diese Stück dort unterzubringen. Es ist eben DDR-Musik, das heißt in der Regel, sie ist solide und gut gemacht: „Jetzt bin ich junger Pionier“ (Text: Walter Krumbach; Musik: Wolfgang Richter). https://open.spotify.com/intl-de/track/4Yo7dQyImEW4IwVuJAIs3b?si=78b516efafe549dc Musikalisch lehnt sich das an die schweren 50er Jahre an. Das merkt man vor allem an dem, mir nicht nachvollziehbaren, Einsatz der Nähmaschine im Hintergrund. Die Trompete…

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Klassische neue Musik – unbeherrschbar

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Semmel fragt in einem Kommentar nach dem Begriff der „neuen Musik“. E-Musik (klassisch) oder Hiphop (?)? In der so genannten E-Musik freilich geht es nicht deshalb immer schon um Geblase und Gestreiche. Es kommen dagegen immer häufiger auch „modernste“ Apparaturen zum Einsatz. Bei der Veranstaltung 2001 der projektgruppe neue musik (ich berichtete) standen Maschinen im Vordergrund (Machinations - Imaginations: Musik erfinden mit maschinischen Verfahren). Beispiel 1: Nicolas Anatol Baginsky: Aglaopheme (1999/200) für Slide-Guitarren-Roboter Zu Baginskys Musikrobotern schrieb ich damals mit etwas zu…

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Nutzungswert [Enzyklopädie der Kritischen Masse]

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Die heutige Pressemeldung aus dem Hause der Deutschen Phonoverbände mit dem Titel: Forum der Rechteinhaber fordert angemessene pauschale Vergütungen und effektivere Regeln zur Pirateriebekämpfung im Urheberrechtsgesetz ist ein bisschen pikant. Die pauschalen Vergütungen auf Geräten und Leermedien befinden sich auf dem Stand von 1985. Die Bundesregierung hat bereits in zwei Vergütungsberichten festgestellt, dass sie nicht mehr angemessen, das heißt zu niedrig, sind, ohne hieran jedoch etwas zu ändern. Wenn schon der Gesetzgeber die Privatkopie erlaubt, also die Rechte des Urhebers durch Ausnahmen eingeschränkt werden,…

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Kompositorische Innovationen 1979

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Eben ausführlich mit P.B. telefoniert über Reger, Bach, Beethoven und allerlei. Dabei fiel dann das Wort von kompositorischen Innovationen. Irgendwer meinte in der Newsgroup de.rec.musik.klassik Beethoven sei nicht innovativ gewesen. Das ist auch egal, ob ja, ob nein. Der Begriff der Innovation trifft nichts Wesentliches im Fach der Komposition. Ich war nämlich auch einmal innovativ, habe, zwar zu spät, dafür in Unkenntnis 1979 einmal repetitive Musik erfunden (was man heute gemeinhin aber falsch als Minimal Music zusammenfasst). In meinem wenig beachteten op.…

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Wortmüll: Vorratsspeicherung von Daten

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Unter der Überschrift "Vertrauen der Bürger in elektronische Kommunikation gestört" kann man heute im Informationsdienst des Deutschen Bundestages etwas über den Versuch des Rates der Europäischen Union erfahren, Daten auf Vorrat zu speichern. Nun, das könnte man ja noch einigermaßen interessant finden, wenn es sich um die Speicherung von Wissen und Kunst handeln würde. Doch darum geht es nicht. Betroffen seien vielmehr Betreiber öffentlicher Kommunikationsnetze oder Anbieter öffentlich zugänglicher elektronischer Kommunikationsdienste. Als Hintergrund vermutet die FDP-Fraktion nicht erwiesene Effekte für die Strafverfolgungsbehörden…

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