Hey, wa’s’n eigentlich HIP?

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Was ist HIP? Nur nicht überraschen lassen, auch in der so genannten E-Musik gibt es die Hipness. HIP meint “historical informed performance”, also wenn sich zum Beispiel ein heutiger Schlagersänger Schlaghosen anziehen würde (wie? macht der? – o weh) oder Lance Amstrong zur Ehre des 100-Jährigen Jubiläums der Tour de France mit einem Laufrad antreten würde. In der Newsgroup de.rec.musik.klassik wird mal wieder heiß und heftig darüber gestritten. Da schrieb ich dann nach einer Weile, als es auch schon ums Rauchen und um Kugelschreiber ging und Begriffe wie Darm und Hammer längst eingeführt waren:

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Iannis Xenakis: Persepolis – Remixes (Edition I)

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PersepolisPersepolis (1971) von Iannis Xenakis ist ursprünglich für eine Outdoor-Aufführung an alten persischen Plätzen gedacht gewesen – ergänzt um zahlreiche multimediale Zusatzbestandteile. Persepolis ist ein Tonbandstück aus „konkreten Klängen“ in der Länge von 56 Minuten. 56 Minuten puren musikalischen Dauerstresses könnte man auch sagen. Es quietschen und kreischen da Klänge auf einer zum Teil extrem lauten Basis. Das Stück scheint kein Ziel zu kennen – und es bricht dann auch fast überraschend ab. Gerade die die letzten sechs Sekunden klingen merkwürdig anders. Wumm.
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[Blitz aktuell] Schlägerei

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Regensburg. - Ein 19-Jähriger und ein 21-Jähriger prügelten sich am Freitagabend vor einem Jugendzentrum im Stadtosten. Etwa 100 Jugendliche sahen zu. Erst die Polizei schritt ein. — Ausgabe: Samstag 17. Juli 2003, Seite 1. Rat des Huflaikhan: Einschreiten geht vor Zusehen. Aber geübt, ist geübt. Jeden Tag können Millionen zusehen, wie auf Bildschirmen geprügelt wird und nie schreitet die Polizei ein. Prügeleien auf dem Bildschirm sind aber auch Theater. Einschreiten tut die Polizei aber auch bei Falschparkern, aber Hunderte fahren vorbei.

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Frederic Rzewski: main drag – Alter Ego

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Frederic Rzewski ist sicher einer der seltenen Erscheinungen, die ausdrücklich Musik in einen politischen Kontext zu stellen geagt hat. Davon spürt man in der ersten Aufnahme des Stückes main drag aus dem Jahr 1999 nicht so direkt viel. Ganz anders in den Stücken „Coming Together“ und „Attica“ (1971/72). Beide Stücke arbeiten mit dem Prinzip der sich ergänzenden und verkürzenden Melodien, wie sie paradigmatisch in dem auch auf dieser CD eingespielten „Les Moutons des Panurge“ (1969). Sie folgen also dem Prinzip der iterativen…

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Janko Röttgers: Mix, Burn & R.I.P. – Das Ende der Musikindustrie

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Mix, Burn & R.I.P. - Das Ende der Musikindustrie heißt das neue Weblog und Buch des Medienbeobachters Janko Röttgers. Knapp und schnell wird man dort über die neuesten Entwicklungen im Bereich digitaler Musikdistribution in Zeiten des Internets informiert. Das alles steht unter dem Motto oder Zitat: „ Die Musikindustrie wird das Internet nicht überleben.“ Schaun wir mal.

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Martial Solal: NY-1

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Martial Solal (Piano), Francois Moutin (Bass) und Bill Stewart (Drums) spielen hier geschichtsträchtig vom 21 bis 23 September 2001 in einem durch Terror schwerst beschädigten New York, den ersten Tagen, da das Village Vanguard wieder geöffnet hatte – live! Jazz in unsicherer Zeit, allerdings mit einer Intensität und Triodichte, wie sie ernster und heiterer nicht denkbar scheinen mag. Die CD besteht aus eigenen Stücken und Standards wie „Softly as in a morning sunrise“, „Body & Soul” oder „What is the thing called…

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Bernd Begemann: endlich

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Bernd Begemann - EndlichDas neueste Werk aus der Feder des elektrischen Liedermachers Bernd Begemann. Es ist voller Liebeslieder, die alle im Vergleich zu früheren Liedern dieser Art weniger ab- und hintergründig sind, auch weniger ironische Haltung ist mit dabei. Von der Art der Arrangements her, zielt dieses Album von 11 Tracks (Gesamtdauer: knapp 47 Minuten) auf den Popmarkt. Am Anfang war ich darüber doch sehr enttäuscht, zumal es in manchem Lied jenen unsäglichen Rumsti-Schlagzeug-Stil gibt, mit dem in der Popmusik vor allem alte Stücke neu vercovert werden oder auch Stücke aus de E-Musik eingepoppt werden.
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Albrecht Dümling: Musik hat ihren Wert

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In letzter Zeit – unter den Bedingungen und neuen Aufgaben und Problemen, die sich durch Ausweitung des Konzertlebens und der medialen Verfügbarkeit von Musik kennzeichnen lässt – steht die Wahrung kreativer Leistungen verstärkt auf dem Programm. Allgemein scheint sich eine Bewegung abzuzeichnen, kompositorische Leistungen nicht mehr so gerne in Geldwerte umsetzen zu lassen. Das gilt vielen als bildungsfeindlich und daraus wird gerne die Forderung gezogen, das Musik umsonst zu sein habe. Da lohnt sich ein Blick in die Geschichte der musikalischen Verwertungbestrebungen.…

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Transporter: Glaze

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Transporter GlazeInsbesondere für Freunde von Rhodes und Vibraphon, die sich zugleich auf den Wogen ausgeruhter und enervierender Rhythmen fortbewegen wollen, dürfte dieses Album von Interesse sein. Club-Kultur und Jazz sind ja keine Feinde, doch so richtige Freundschaft scheint immer beide Seiten zu beschädigen oder zu beleidigen. Denn der Zaubervirtuose aus dem Jazz muss hineingewürgt werden in ein bestenfalls electronic-knarzenden und -fiependen Brei, dem dann noch eine gesampelte Miles-Trompete übergestülpt wird.
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