Gewissen, das

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„Aber man gibt den Menschen kein gutes Gewissen, wenn man ihnen sagt, daß sie überhaupt keins zu haben brauchen.“ Helmuth Plessner, Grenzen der Gemeinschaft. Eine Kritik des sozialen Radikalismus (1924), in ders: Macht und menschliche Natur, Gesammelte Schriften V, Frankfurt am Main 1981, S. 30.  

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„… sie wittern das Ende.“ [Plessner]

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1924: Helmuth Plessner über Dichten und Denken in der Zeit der „Utopie der Maschine“. „So um 1860 ist die Masse da, uniform durch die Arbeit, uniform, weil übermüdet, im Genuß. Jenes Publikum, das nicht mehr mitkann, aber kollektiv den Anspruch erhebt, für voll genommen zu werden, zwingt den Dichtern und Denkern eine neuere, gröberer, eindringlichere und stimulierende Sprache ab. Bürgerliche Industriewelt steht gegen vereinsamte Musiker, Maler, Schriftsteller, gegen Bildungswelt; die unpersönliche Unternehmung, tausendfältig verfilzte…

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Menschen als Zweck oder Mittel

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"Bildung wird man heute, da sich jeder gebildet vorkommt und keiner recht weiß, was sie ist, im Ermangelung eines verpflichtenden Bildungsideals, ironisch abtun. Wenn aber Menschlichkeit eine Haltung und Aufgabe sein soll, die im Klima der industriellen Superlative des Catch-as-catch-can schlecht gedeiht, weil sie kein Bild mehr hat, an dem sie sich orientiert, weder ein christliches noch ein profanes, weder ein religiös fundiertes noch ein ästhetisches, wird sie sich nur durch die Weckung und…

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