Herr Kinkel, wer ist eigentlich ihr Lieblingsmusiker? – Kulturpolitik von Parteien im Internet, eine Nullnummer

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Die Wahlen zum Europaparlament haben es wieder deutlich gemacht. Das Interesse an einer europäischen Gemeinschaft ist nicht besonders ausgebildet. Ein Wahlkampf fand nicht statt. Überhaupt läßt sich von der Politik der letzten 20 Jahre sagen, daß die Abkapselung des politischen Verständnisses der Parteien gegenüber der Politik des Alltags sich verschärft hat. Vor Jahren hat man dafür den Begriff der Politikverdrossenheit eingeführt und meistens den Schuldigen auf Seiten des gemeinen Volkes ausgemacht. Momentan tut die…

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Es gibt ein falsches Leben im richtigen

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Jetzt reden sie vom Untergang des Abendlandes, weil 25 Millionen Exemplare des Korans in deutschen Städten verteilt werden. Es liegen nährungsweise 25 Millionen Bibeln in Schubladen deutscher Hotels. Und: Hat es geholfen? Mehr als 25 Millionen Deutsche, die Privatfernsehen schauen haben dem Abendland auch nichts anhaben können. Oder wahrscheinlich trägt das Privatfernsehen mehr zum Untergang bei als Bücher im Regal. Das Internet soll Schuld daran sein, dass es Amokläufer gebe. Dann war die Abwesenheit des…

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“Mittendrinsein” – Ein Paradox

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Die Rede von dem "Mittendrinsein". Bilde man doch zum Spaße mal den Superlativ. Am mittendrinsten ... Am mittendrinsten sind alle, die es sein wollen. Sind sie aber mittendrin, sind sie es nie allein. Man macht sich den Platz streitig, ist aber unstreitig genau dort, wo auch die anderen sind. Damit schließt man sich gegenseitig aus. Darum so viel Bedeutungskampf. Mittendrin in der Zukunft. Was ich nicht glaube: dass das Internet ein Potential hat, das…

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App! Napp! NapperlapApp! – Das Ende des Internets wie wir es bisher kannten

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Ich bin fast fest davon überzeugt, dass gerade das Internet in seiner bekannten Form verschwinden wird. Zumindest für die große Maße der Netzkonsumenten. Der Gedanke, man müsse den Inhalt retten (Blogs und nutzergenerierte Inhalte zum Beispiel), um damit den Status wiederherzustellen, den Blogs einmal hatten und zu dem auch gehörte, mehr oder weniger Besitzer der Daten zu sein, zu wissen, wo sie liegen und selbst einigermaßen darüber zu verfügen, dieser Status ist eine schöne…

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Die Zukunft der Netze (1979) und das Ende der Öffentlichkeit (2011)

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Kreidler hat mich daran erinnert, dass auch ich einmal vor einiger Zeit im Auge des philosophischen Hurrikans der Postmoderne mich befand. Wir lasen damals ein Buch mit dem Titel "Postmoderne oder Der Kampf um die Zukunft". Es erschien 1988, herausgegeben von Peter Kemper. es war Begleittext zu einer Senderreihe des Hessischen Rundfunks, die sich mit dem Phänomen der Postmoderne befasst hat. In diesem Band dan Gérard Raulets Beitrag "Leben wir in einem Jahrzehnt der…

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Reanonymation

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Es ist interessant, zu beobachten, wie Phänomene und Probleme verschwimmen, nur weil man sich wenig und zu kurze Gedanken macht. Die aktuelle Diskussion über den Wert oder Nutzen von Anonymität ist so ein Fall. Da hat man beispielsweise Anonymität als Inbegriff des Schutzes der Privatsphäre und auf der anderen Seite die Anonymität des Individuums in der Masse. Einmal eine Art Schutzmechanismus zur Wahrung der Identität und im anderen Fall deren Auflösung. Im Fall der…

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Zettelkasten

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Er, Kusanowsky, sagte, mit anderen einen kollaborativen Zettelkasten betreffend: „gegen erfahrung kannst du nichts machen.“Ja.

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Spieß umgedreht – erspießt

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Die Realität des Internets gräbt sich bereits tief in die Köpfe der jungen Leute ein. So leht lehrt einen das Internet, dass dort immer alles zu jeder Zeit zur Verfügung steht. Warum sollte es sonst nicht auch der Fall sein, im übrigen Leben.Die Website fragt doch nur selten, ob sie zur Verfügung steht. Ein Ruf, ein Call. Fertig. Und macht man es anders, ist man eben altes Eisen. Hat schlechte Laune oder ähnliches.Die Hörigkeit…

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Deutschland vor der Konsole

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Ich bin von gestern. Bei der Datenpanne bei Sony hat mich am meisten gewundert, dass es 77 Millionen Nutzer im Netz gibt, die das Sony-Teil nutzen. Fast ganz Deutschland an der Spiele-Konsole vernetzt, übertragen. Was für ein Bild und ein für mich gar nicht so angenehm ausschauendes außerden.Aber ich bin ja auch von vorgestern

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