Früher war es nicht anders: Komponistinnen-Sponsoring im 19. Jahrhundert

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Ich sage mal nicht, wo ich das gefunden habe. Ein Pollenflug war schuld daran, dass ich es überhaupt fand. Okay, steht in der Bildunterzeile. Was wäre uns für eine fantastische Oper entgangen, hätte nicht die Brose Unternehmensgruppe die Oper von Dvorak unterstützt. Aber es ist doch wirklich ein Jammer, mit welchen Methoden plötzlich Dinge verbunden werden. Dabei wüsste man gerne mehr, wie denn die großzügige Unterstützung ausgesehen haben mag. Erinnern wir uns doch ganz einfach auch daran, beziehungsweise vergessen wir nie, dass…

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Aus dem Leben eines Taugenichts: Theodor W. Adorno nach Tilmann Krause [Die WELT]

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"Selbst die Studenten, die sich gegen ein Gomringer-Gedicht an der Wand ihrer Hochschule empören, weil es angeblich sexistisch ist, sind in dieser Hinsicht Kinder von Adorno, auch wenn sie den Namen nie gehört haben sollten." [Quelle: Die Welt. Tilmann Krause: Der Meisterdenker der 68er taugte einfach nichts] In welcher Hinsicht? "Die Beurteilung eines Kunstwerkes nach moralpolitischen Kriterien." Der so argumentiert will damit die Untauglichkeit des Meisterdenkens eines Theodor W. Adorno darstellen. Und hat damit vollkommen ins Weiße getroffen. Man kann nun einfach…

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Kunst in den Grenzen der „Demokratie“ von 2018

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Es ist schon alles zur Debatte um die Bemalung einer Hochschulwand in Berlin gesagt worden. Könnte man denken. Denn es gibt zahlreiche Kommentare, Polemiken, Diskussionen zur Verwendung eines Gedichts von Eugen Gomringer im öffentlichen Raum. Da geht es um die Interpretation von Texten, da geht es um Vorwürfe wie Zensur oder Kulturbarbarei, da geht es um die Hochschulautonomie etc. Vorweg: Darum geht es jetzt nicht. Der Austausch einer Wandbemalung gegen eine andere ist – jedenfalls gegenwärtig – sicher keine Zensur im engeren…

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Gast, Kunde, Übel [Kulturinvest 2017]

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Der Tagesspiegel berichtet von einer Veranstaltung, die er mitorganisiert und schreibt über einen Vortrag von H.C. Brinker, bzw. zitiert ihn sinngemäß: "Der Gast, erklärt Henry C. Brinker, werde in der Met nicht als nötiges Übel angesehen, sondern als Kunde." [Quelle: Tagesspiegel Online, Kongress Kulturinvest – Am digitalen Lagerfeuer] Mit Met ist die Metropolitan Opera gemeint. Als Nagtivbeispiel erwähnt er die Pariser Philharmonie. Was daran so erstaunlich ist? Die Sprache der Kulturverwaltung, die offenbar den Gast eben als Übel oder als Kunden sieht.…

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Enzyklopädie der Neuen Musik: „Gutmenschentremolo“

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Es sei „einwandfrei politisch korrektes Gutmenschentremolo,“ schreibt Eleonore Büning über die Transit-Performance des Ensemble Kaleidoskop bei den Donaueschinger Musiktagen in ihrer Kolumne des Netzmagazins takt1.de in der „society of music“. Das wundert, denn eigentlich empfand sie die Aufführung ziemlich daneben. Zur Sache sagt sie: „Danach steigt das Ensemble Kaleidoskop aus, flüchtlingsmäßig verkleidet. Baut sich auf in einer Reihe, guckt uns betroffen an, ob wir mit eingeschlafenen Füßen wohl auch inzwischen ein bisschen flüchtlingsmäßige Betroffenheit entwickelt haben und spielt Memory Spaces von Slavnics.…

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Unterschied von E- und U-Musik

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Von vielen bestritten und als falsch oder überflüssig empfunden: Die Unterscheidung von E- und U-Musik, also von Ernst und Unterhaltung. Abrechnungstechnisch für die Urheber nicht unwesentlich, empfindet sie manch einer als lästig, grausam und überholt. Die eine Ausfassung ist dem Wunsch, die andere der ökonomischen Realität geschuldet. In der Musikästhetik hält man unter Umständen ganz gerne daran fest, neigt dann das eine dem anderen zu und das anderem dem einen. Die größten Probleme zeigen sich da im und beim Jazz. Da weiß…

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Extended Techniques

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Die Initiative Jedem Kind ein Instrument trägt endlich Früchte auch im Bereich der experimentellen neuen Musik. Ein Beleg dafür findet sich im letzten Prospekt der Charles Vögele Switzerland Modefirma. Hier scheint es sich um die Realisation eines frühen Werks eines ungenannten Komponisten zu handeln, vermutlich aus der Gruppe der sonst abgebildeten Personen. Das Bild zeigt zugleich die kommunikative Funktion von Musik im alltäglichen Leben.  Eine Einlandung zum gemeinsamen Musizieren am gleichen Instrument. Das rockt. "Kannst du die Flöte blasen, so lass den…

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Enzyklopädie der Neuen Musik: Der “allgemein verständliche Stil”

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Barbara Boisits, habilitierte Musikwissenschaftlerin aus Österreich, prägte den Begriff des "allgemein verständlichen Stils" als Stilbegriff innerhalb der Neuen Musik anlässlich eines Artikels in der "oeml", dem "grundlegende[n] Nachschlagewerk zu Musik und Musikleben in Österreich", das "sich an die wissenschaftliche Fachwelt ebenso wie an interessierte Laien" richtet. "W. (…) strebte einen allgemein verständlichen Stil an, um so mit seiner Musik auch eine gesellschaftliche Funktion erfüllen zu können." Barbara Boisits, Art. „Wimberger, Gerhard‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: 21.7.2017 (http://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_W/Wimberger_Gerhard.xml). Nötig wird ein allgemein…

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Jazzweakend 2017 in Regensburg

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Als Musikkritiker hat man es nicht so leicht. Wirklich nicht. Man ist nicht recht beliebt bei den Musikerinnen und Musikern. Ist man gut zu ihnen, freuen sie sich, aber eben auch nur so lang, wie man Zitierfähiges wie “Album des Jahres” unterbringt. Jede kleine Kritik und sei es in homöopathischer Dosis gilt schon schnell als Verriss. Und man hört die vorwurfsvolle Frage: “Was hast Du eigentlich gegen mich.” Ein grober Verriss dagegen bedeutet: Man verstehe halt von der Sache nix. Deswegen sei man ja auch nicht Musiker sondern Kritiker.

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