Kleiner Ratgeber für Musikkritikerinnen und Musikkritikerinnenkritikerinnen

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Aus einem Ratgeber für Musikkritikerinnen anno 2016. Nichtglossenleser dürfen weiterklicken. "Ein Musikwissenschaftsstudent meint sich erdreisten zu können, in einer öffentlichen Mini-Wortmeldung ein Stück von mir eben mal runterbuttern zu können. Steigt aufs ganz hohe Ross, übersetzt aber 2 von 3 Wörtern des englischen Titels falsch, behauptet ohne jegliche journalistische Recherche, ich habe Claqueurinnen bezahlt, pickt sich willkürlich Teile des Stücks heraus, um sie dann falsch zu beschreiben, vergleicht ohne historische Kenntnis mit der Historie, das Programmheft wird natürlich auch ignoriert usw." Synonyme…

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Mysterien der Musikgeschichte: Darmstadt und die Zwölftontechnik

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Es ist in der bisherigen Musikwissenschaft noch gar nicht so recht beachtet worden, man hat es schlicht bislang übersehen, aber die Zwölftontechnik ist definitiv in Darmstadt/Hessen "erfunden" worden. Und das war so: Im Jahr 1917 hat der junge Arnold Schönberg einmal die Stadt Darmstadt besucht. Er war Mitglied des Begleittrosses der Basketballmannschaft von Rapid Wien gewesen und hat die Vereinsabende musikalisch untermalt, um den Zusammenhalt zu stärken, um Vergnügen zu haben. Im Programm von Schönberg standen dutzende Walzer und Ländler. Rapid Wien…

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Die schlimmsten Musikvideos I: „Klassik airleben“

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Willkommen in der Kitschhochburg Leipziger Wiese. Das fahren die Kameras über die Wiese und verbreiten gute Stimmung, zumindest das, was man in den 70er Jahren dafür gehalten hat. So rama(-mäßig) macht die Klassik gut. Dabei ist es ein Drama. https://youtu.be/-9TgSvMiWBU   Man versteht es wirklich nicht, da hat man ein Orchester vor Ort, das sich zu den besten der ganzen Welt zählen darf und dann  das. Wollen die damit vielleicht das nächste Sülzburger-Festspiele-Orchester in Residenz werden. Okay, mein Fehler. Eigentlich wollte ich…

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Öffentlichrechtlicher Irrtum – Vom Unmut zur organisierten Mutlosigkeit

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In gewisser Regelmäßigkeit müssen wir uns hier auch immer wieder mit den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk beschäftigen. Weil er uns lieb und teuer ist und weil es sich schlecht verkauft, indem er sich intern anscheinend auch schlecht aufstellt. Am letzten Freitag war im Deutschlandfunk das Thema "Immer weniger Vielfalt: Wie Radio unseren Musikgeschmack beeinflusst" - siehe dazu auch die Initiative des VUT gegen heavy rotation etc. Ich habe nebenbei als Tagesbegleitprogramm zugehört. Und ich bin erschrocken. Ein der Gesprächspartnerinnen, Anja Caspary, die Musik-Chefin von…

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Bildredaktion im Musikbereich: Linkshändergeiger

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Heute sprang mich beim Lesen einer Netztageszeitung ein Bildkopf mit eine Musiker an, der ziemlich prominent ist. Die WELT hat ein Interview mit David Garrett geführt. Wenn es der optische Wunsch des Art Directors wünscht, muss man eben schon mal ein Foto spiegeln. Der Linkshändergeiger und Scheitelwechseler David Garrett prangt da. Was darf man daraus lernen? In der öffentlichen Wahrnehmung ist es egal, ob die Dinge in der Sache oder wie hier der Bilddarstellung nicht stimmen. So wie neulich im heute journal …

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Eurovision Song Contest 2016 – Blinde Wutlosigkeit

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Als letzten Samstag der European Song Contest 2016 über die Bühne ging, war eines von Anfang an klar. Das wird ein Ereignis, egal wie das Ergebnis auch lauten würde. Der Beitrag aus Deutschland kam im Ergebnis auf den letzten Platz, so haben es Jurys aus "Fachleuten" und "telefonierende" Bürger in Europa entschieden. Also die, die da mitgemacht hatten. Und ebenso haben diese Menschen entschieden, wer den größten Zuspruch bekommen hat. Mehr nicht! Aber das Spiel ist damit ja nicht aus. Nun wird…

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Orchesterselfies – next season

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Die nächste Konzert-Saison steht schon in den Startlöchern. Überall gibt es Pressekonferenzen, dass es nur so scheppert. Die Orchester stellen ihre Programme vor. Und ihre Programmbroschüren. Das ändert sich ja jeder Jahr irgendwie doch, auch wenn es alles nur so um Mahler und Bruckner kreiselt. Die Sachen machen ja auch was her. Da fällt es nicht einmal so richtig auf, wenn man etwas dazu twittert. Mit viel größerer Spannung wird erwartet, was die Orchester in der nächsten Saison so tragen. Als Publikum…

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Entdeckungsreisen ans Ende der Kunst

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Dieser Text hing seit November am Haken. Im Prinzip geht es dabei um den schönen Schein der Lebensillusionen. Früher nannte man es die rosarote Brille, durch die man sich die Welt schön sieht. Das Internet potenziert diese Illusionen, die Tellerwäscher-Zum-Millionär-Illusion, die des Heldseins-Für-Minuten. Und es scheint auch so verführerisch wie Lottospielen. Ein Spielautomat für wenige Erfolgreiche zu denen man immer auch potenziell schließlich gehören will. Nachdem ich diesen Eintrag gesehen hatte: war mir sofort klar: Irgend etwas stimmt nicht mehr. Ich kann…

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Nicht nur E- und U-Musik, sondern auch G-Musik

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Deutschland ist gut in Sachen Bürokratie. Für den ganzen Ärger, den man sich damit einhandelt, sollte man auch die Vorteile sehen. Alles lässt sich regeln. Für fast alles gibt es ein Gesetz. In der Musik gibt es zwar ein E- und U-Musik-Gesetz, nachdem man Anspruch auf das eine oder andere stellen kann, überhaupt spielt die Unterscheidung im realen Leben gar keine Rolle. Wenn es aber um Gewichte bei der Verteilung aus Verwertungsansprüchen geht, sie GEMA, dann kommt die Unterscheidung zum Tragen. Viele…

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