Vermitteln, vermitteln, vermitteln

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Ein bisschen widersprüchlich waren auch die Argumente der Neue-Musik-Apologeten. Auf der einen Seite weisen sie auf Defizite der Szene hin, bemühen dann aber immer wieder Veranstaltungen der Szene, die zeigen, wie erfolgreich doch die Neue Musik angenommen werde. Donaueschingen sei immer ausverkauft und Ultraschall in Berlin sowieso das beste Fest der Welt. "Ja aber Ultraschall" und "Maerzmusik" undundund. Mit meinem Beitrag verwies ich auf Hanns Eisler Diagnose der Szene von 1927. [display_podcast] Dahinter steckt das Bedauern, dass es offenbar nicht möglich ist…

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Das Mittelding [nach W. A. Mozart]

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Mozart und das Mittelding. :-) das mittelding – das wahre in allen sachen kennt und schätzt man izt nimmer – um beyfall zu erhalten muß man sachen schreiben die so verständlich sind, daß es ein fiacre nachsingen könnte, oder so unverständlich – daß [durchstrichen: sie] es ihnen, eben weil es kein vernünftiger Mensch verstehen kann, gerade eben deswegen gefällt; … ich hätte lust ein Buch – eine kleine Musicalische kritick mit Exemplen zu schreiben – aber NB: nicht unter meinem Namen. –…

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Die Sache mit der Solidarität

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Wenn man mit anderem beschäftigt ist, also mit der Lebensführung im allgemeinen wie im besonderen, dann wir die Zeit für Internetaktivität kleiner und kleiner. Und es bleibt dann dabei. Keine Zeit für so etwas, lieber dann ein bisschen im Bett ruhen und ausruhen. Wenn man aber irgendwie doch was machen will, weil man machen muss, dann ist fast immer die Content Industrie ein gefundener Partner. Immer tut sich da etwas, immer wieder sind es ähnliche Peinlichkeiten. Immer wieder das alte Spiel mit…

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Popkommisches

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Da fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten. Ein ganz merkwürdiger Scherz, diese Veranstaltung ohne Inhalt. Firmen der Popbranche stellen Bänke auf, andere bauen nach außen verspiegelte Klötze. Dazwischen Klitschen mit eigenartigen Angeboten. Und dann in einer Halle, dieses:   Stand 712. Die Deutsche Orchestervereinigung, die man vielleicht nicht ganz unbedingt auf so einer Messe erwarten würde. Auf dem Monitor laufen Bilder von Pultstars. Solti bis Thielemann, Furtwängler bis Nagano. Sie spielen alle, so hat es den Anschein, das gleiche Stück…

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Popkomm 2007: Widersprüchliches – We believe in music

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Letzte Woche auf der Popkomm. Um Kunst ging es selten. Eigentlich ging es nur um Geld und Repräsentation. Keine Frage. Auf der einen Seite, Menschen, die mit aller Macht versuchen, den Status Quo der Rechtewahrnehmung beizubehalten oder gar auszudehnen, in der Mitte jene, die versuchen, ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen, auf der anderen Seite jene, die alles in ein anderes Verteilungsformat umbügeln wollen. Man redet über die Köpfe hinweg, so wie in Funk und Fernsehen in Arztserien ist, wo die Ärzte…

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Vertreibung durch Opernmusik

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Berlin. Wie schlecht es um die sog. Klassik-Welt bestellt ist, zeigt deren angebliche Wirkung auf, ich zitiere, "Drogenhändler, Wohnungslose und andere". Berlin will mit Musik Menschen verscheuchen. Aber nicht mit Heino und Moik, sondern mit Musik aus italienischen Opern, aber mit ohne Gesang. Das berichten sowohl Tagesspiegel und Berliner Zeitung. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass eine Klangberieselung Drogenhändlern, Wohnungslosen und anderen, die unberechtigt oder zu lange in den Stationen verweilen, gehörig auf die Nerven geht. Meist mit der Folge, dass sie…

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Name-Doping

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Im Nachhinein wundert es nicht. Dennoch war die aktuelle Pressemeldung des Deutschen Bühnenvereins sehr beschmunzelnswert. Wird darin doch die deutsche Wirtschaft aufgefordert, ihr Engagement im Sponsoring zu überdenken. Die deutsche Wirtschaft sponsort nämlich Sport und Kultur. Und mit großer Wahrscheinlichkeit Sport mehr als Kultur. Das hat Gründe, die einfach darin zu suchen sind, dass Sportsponsoring einfach öffentlichkeitswirksamer ist und damit auch normalerweise als effektiver eingeschätzt wird. Einer Tour de France steht keine Tour de Culture gegenüber. Obwohl mit "Young Euro Classics" in…

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U-Musikverleger: Ein klares „Vielleicht“

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Der Grund für eine Pressemeldung der U-Musik-Verleger im Deutschen Musikverlegerverband ist nicht so recht zu ermitteln. Es geht jedenfalls um den Einsatz von DRM. Man sieht es nicht als "heilige Kuh", aber wenn der Inhaber der Leitungsschutzrechte, in der Regel ein Tonträgerunternehmen darauf besteht, muss auch der Musikverleger mitziehen, so kann man es lesen. Die heilige Kuh ist nicht vom Eis sondern als schwarzer Peter an die Tonträgerindustrie weitergegeben worden. Die Musikverleger bestehen nicht mehr auf einer DRM-Zukunft; und folgen damit offenbar…

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