Akt-Aufnahme I Langweiliges Fotto™ – Dosenleid

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Man kann den Traffic einer Seite erhöhen, selbst wenn man es nicht will; einfach so aus Spaß.

Zum Leben eines “guten” Fotografen gehören irgendwann auch einmal Aktaufnahmen, oder wie der Pofel sagt: Nacktaufnahmen. Wenn das Geld für einen Selbstauslöser nicht reicht und man selbst als Model einfach nicht ins richtige Licht findet, dann müssen Modelle her. Die freilich sind auch nicht immer ganz günstig zu beziehen. Eigentlich sind sie eher ein Umstand denn ein Linsenobjekt. Außerdem stimmt sowieso das Licht nie und nimmer. Das leidige Kunsturhebergesetz sowie Persönlichkeitsrechte setzen weitere Schranken.

Aktbilder von Gummibärchen hatte ich schon hinter mir, da hieß es zu neuen Ufern aus- und aufbrechen.

mein schultheisz
hält die dose sich über dem bauch und streichet den deckel,

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Akt-Aufnahme I Langweiliges Fotto – Dosenleid

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Man kann den Traffic einer Seite erhöhen, selbst wenn man es nicht will; einfach so aus Spaß. Zum Leben eines “guten” Fotografen gehören irgendwann auch einmal Aktaufnahmen, oder wie der Pofel sagt: Nacktaufnahmen. Wenn das Geld für einen Selbstauslöser nicht reicht und man selbst als Model einfach nicht ins richtige Licht findet, dann müssen Modelle her. Die freilich sind auch nicht immer ganz günstig zu beziehen. Eigentlich sind sie eher ein Umstand denn ein Linsenobjekt. Außerdem stimmt sowieso das Licht nie und…

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Kalenderblatt August 2004

  • Lesedauer:2 Min. Lesedauer

Allem Ärger zum Trotz: Es gibt nichts Schöneres als Komponieren, wenn man es denn kann – und im Einzelfall es auch nicht kann, wie ich. Das Bild der Töne auf dem Papier, die Auflösungszeichen und Stichnoten, Schlüssel- und Lagenwechsel. Um nach einiger Zeit des Gedankenpinselns festzustellen, dass dies alles nix getaugt hat. Ritsch-ratsch durchstreichen, verwerfen. Das kann etwas durchaus sehr Befreiendes haben. Denn man macht Schluss mit etwas, was einem nicht rettbar erscheint und ist der Sorgen ledig, die man immer wieder hat, wenn man es sich als Vorstufe zu etwas Fertigem sieht.

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Umschlag

  • Lesedauer:3 Min. Lesedauer

Adorno und Horkheimer haben in der “Dialektik der Aufklärung” vor nunmehr mehr als 50 Jahren eine Analyse der Kulturindustrie hingelegt, die, von heute aus betrachtet, noch zu zahm angesetzt war. Zwar sagen sie, dass die Massen betrogen sein wollen, dass sie aber auch diesen Trug durchschauen. Sie arrangieren sich damit, weil ein Aufbegehren dagegen sie selbst bloßlegen würde. Das könnten sie nicht aushalten. Immerhin, die Möglichkeit wurde noch selbstbewusst eingeräumt. Wenn ich jetzt so eine kleine Mitteilung bei über “Die Alm” bei The Jiary lese dann komme ich zum Schluss, dass sich selbst dieser Spalt der Flucht nach vorn geschlossen hat.
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Märkisch-Odermarkland

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In Huflaikhans Fotosurium ist einigermaßen gut eine Wanderung von Neuenhagen über Altlandsberg nach Strausberg dokumentiert. Ein Weg von 15 Kilometern etwa. Altlandsberg kommt darin fast nicht vor außer mit diesem starken Döner-Lokal. Man kann da nur erahnen, wie es im Rest der Gegend zugehen mag.

“… hm, aber lecker.” Ein Tiefsinn, der sich nicht erschließt. Ein onomatopoetisches “hm”, Wohlsein und Leckernis andeutend, wird durchs “aber” ausgehebelt. “Schmeckt, ist aber trotzdem lecker.” Ach, Quatsch, Bilderirrwitze zu erklären ist wie einem nackten Mann in die Tasche zu greifen.

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Unversehens in der Klemme

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statt-roman startete mit diesem dpa-Bild. Es war schockierend für mich, machte mich noch ratloser als ich ohnehin schon war. Was sind das für Menschen. Was sind das für Menschen? Da kann kein Hollywood-Schocker mithalten. Khomeini-Anhänger demonstrieren in Beirut. Hey, möchtest du denen begegnen? Das war eine Zeit, als die Neue Rechte in Frankreich sich popularisierte und auch die Intellektuellen auf den Plan rief. Das war die Zeit (oder etwas später), als Salman Rushdie mit dem Tode bedroht worden ist - und daran…

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Der Zwischensee

  • Lesedauer:1 Min. Lesedauer

Das ist mitunter der Reiz dieser Stadt, die ich zweieinhalb Jahre beehren durfte (was sie mir übrigens nie dankte), dass ein Einstieg in die S-Bahn einen nach geraumer Zeit in Wüsteneien á la Nauen, Königswusterhausen oder Zepernick bringen kann.So ein Hochsommertag nähert sich seinem Ende, die Hitze staut sich nicht mehr so sehr, die Luft klart langsam auf. Ein See verspricht Stille. Ein Platz zum Ausruhen, zum Verlieren von Gedanken.

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Fenster können weinen

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Gestern noch konnte ich vor allen Augen mit Hemdenfalten in drei Schritten punkten. Der Tag begann schlecht. Zu früh aufgewacht, das Update der Weblog-Software ging daneben. Und da macht man einmal beim Update keine Sicherung. Der Zwischenurlaub ist beendet, die Nachbarn sind wieder im Haus, der Blutdruck hat sich daraufhin wieder normalisiert, nämlich auf zu hoch — nach einem wunderbaren Zwischentief die letzten Monate. Die Wohnung fühlte sich kalt an, die Nachmittagsruhe war unruhig. Es blieb kalt, im Gehirn tat sich nichts. Also raus gehen, an die wärmere Außenluft, spazieren, flanieren, gemächlich mit der Digitalkamera an der Donau lang, an Häusern im Stadium ihres Abrisses (das war einmal ein herrlicher Betonklotz, so richtig mit Altstadtgefühl) vorbei, über die Donau, zwischen der Donau, an der Donau.

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Panzer-Durchfahrt-Verboten

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Weiter auf dem Spaziergang zwischen Hoppegarten und Strausberg. Plötzlich kein Wald, kein Pfad. Kein Schatten und dann diese Kostellation:

Eigentlich dachte ich, das ist okay, das passt zusammen. Dann: Das passt keinesfalls zusammen. Stars & Stripes und Panzerverbot. Ist das an dieser Stelle vielleicht früher üblich gewesen, damals als das Militär des Warschauer Paktes dort geparkt wurde? Oder handelt es sich um Nachbarn auf dem Felde, die sich gegenseitig anstinken. Der eine mit einer Leidenschaft für die USA, der andere ein absoluter Antimilitarist? Je länger ich drüber nachdenke, desto weniger werde ich aus diesem Fotto klug.

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