Still
Die Vögel hocken still in ihren Zweigen. Die Welt schläft ein Hans Bethge, Die Chinesische Flöte (1907-1908) - auch: Gustav Mahler, Das Lied von der Erde, “Der Abschied”.
Die Vögel hocken still in ihren Zweigen. Die Welt schläft ein Hans Bethge, Die Chinesische Flöte (1907-1908) - auch: Gustav Mahler, Das Lied von der Erde, “Der Abschied”.
Wieder Ost-Berlin, wieder vor über zehn Jahren. Vor dem "Palast der Republik”, den Dom im Hintergrund. Die beiden Freunde Karl Marx und Friedrich Engels.

Das Foto ist nicht unbedingt toll, sondern nur Gegenstand einer Erinnerung. Aber es passt jetzt ganz gut in eine Reihe mit Doppelportraits.
nicht so gut wie von manchen Seiten erhofft. Während man noch einem viertel Jahr MDR FIGARO zu seinem guten Start durch die Media-Analyse zu gratulieren wusste, wenngleich es den MDR FIGARO noch nicht traf sondern das alte MDR KULTUR, so sind die neueren Zahlen der Media-Analyse enttäuschend. Das neue Programm wird weniger gut angenommen. Die Hörerzahl fiel um 0,4 Prozent von 2,0 auf 1,6 Prozent im Sendegebiet des Mitteldeutschen Rundfunks. Im einstmals stärksten Verbreitungsgebiet, in Sachsen sogar um 0,6 Prozent (von…
Gestern ging es durch die Feuilletons, dass man den Tod des Dirigenten Carlos Kleiber beklagte. Er sei ein außerordentlicher Dirigent gewesen. Das uvre der von ihm dargestellten Werke sehr klein. Aber alles, was er dann doch angefasst hat, soll groß gewesen sein. Ich habe nichts von ihm bisher gehört, bis auf die Ausschnitte, die gestern in manchen Radiostationen liefen.
Das Merkwürdige daran, immer, wenn ich an Kleiber denke, verweist mich meine Erinnerung an Ferdinand Leitner von dem ich wenigstens Bruckners und Hartmanns Sechste Sinfonie im Regal stehen habe. Der Umstand ist sehr merkwürdig. Denn Leitner wurde in Buenos Aires 1956 am Teatro Colón Nachfolger von Carlos Kleibers Vater, Erich. Erich Kleiber, der der Dirigent der Uraufführung von Alban Bergs Wozzeck war. Und um es noch absurder zu machen, das Gerücht ging einmal um, dass Carlos Kleiber nicht der Sohn Erichs sei sondern der uneheliche Alban Bergs. Auch weiter biographisch nicht ganz ohne Interesse, dass offenbar Ferdinand Leitner der Vorgänger von Carlos Kleiber an der Stuttgarter Oper gewesen ist; oder dass Carlos Kleiber zumindest in dieser Zeit auch in Stuttgart tätig wurde.
Ferdinand Leitner, einer dazwischen. Er wird als uneitel, werkdienend beschrieben. Da ist es nicht so weit, zu sagen, der taugt nichts. Nun höre ich schon mehrfach Bruckners und Hartmanns Sechste Sinfonie von Leitner dirigiert mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg (hänssler classic CD 93.051). Die Aufnahme ist schmiegsam, weich, lebendig, ernst. Leitner gibt dem Hartmann eine Fülle der Wärme und dem Bruckner eine antiapologetische Herzlichkeit. Jeder Gedanke an ein bombastisches Overdressed-Sein fehlt. So kann Bruckner klingen, so muss Bruckner klingen. Weder darf er in Struktur aufgelöst werden, noch darf man sich von ihm treiben lassen. Der Dirigent muss führen, er darf sich nicht verführen lassen, er muss gewiss manchem melodischen Einfall nachgeben, den Fluss fließen lassen. Aber an einer Leine, die man nicht merken darf. Das gelingt Leitner ausgezeichnet. Gerade nach dem Tode Carlos Kleibers sollte man sich an Ferdinand Leitner erinnern.
(mehr …)
Das erste und einzige mal, dass sich Menschen von mit fotografieren lassen wollten, die mich nicht kannten. Es muss 1992/93 in Berlin “Untern Linden” gewesen sein, direkt hinter dem Brandenburger Tor. Ich führte meine Eltern in Berlin herum, natürlich auch dorthin. Da gab es noch den sogenannten “Russenmarkt”. Die beiden geben ein schönes Pärchen ab. Gekauft haben wir nichts.
Es haben sich wirklich viele CDs angesammelt und so langsam müssen die abgearbeitet werden. Dazu gehört auch die des Klavierduos Reine Elisabeth mit den Pianisten Rolf Plagge und Wolfgang Manz. Sie spielen hier Stücke ein, die bis auf eines nicht zum üblichen Repertoire gehören. Zu den Komponisten zählen Aram Khatschturian (Tänze aus dem Ballett „Spartak, Tänze aus dem Ballett ”Gayaneh“ und drei Klavierstücke für zwei Flügel), Alexander Tscherepnin (Fantasie für 2 Flügel) und schließlich Alexander Arutjunjan / Arno Babadschanjan (Armenische Rhapsodie für…
Wie soll man das Werk Alexander Zemlinskys (1871-1942) einordnen? Er ist der Schwellenkomponist schlechthin. Er steht zwischen der alten Moderne eines Brahms und Wagner und der bald schon wieder veraltet wirkenden Moderne eines Schönberg und Berg. Dazwischen hat er “einen” Platz und fand noch weitere Schwellen mit seinem “Kreidekreis” beispielsweise. Auf dieser CD finden sich neben einem seiner Hauptwerke, den Maeterlinck-Gesängen op. 13 und den Walzergesängen nach Toskanischen Liedern von Ferdinand Gregorovius op. 6 zwei Liederzyklen (Sieben Lieder 1889-90 und Fünf Lieder…
Unter dem Titel "Gesang macht Weibchen willenlos" widmet sich gerade Juliane Teege von The Jiary einem sozial-biologischen Phänomen, das auch die kulturelle Situationsanalyse nicht ausspart.
Vorbei, Aus, Weg lange schon. Stein vor Stein. Damals eine Demonstration gegen den Abriss des Lenin-Denkmals. Es half nichts – aber es war eine Erfahrung und jetzt ist es eine Erinnerung.
