“Wenn du erst einmal so alt bist …
... wie ich, dann wirst du schon sehen." Jetzt bin ich so alt und ich habe nichts gesehen.
... wie ich, dann wirst du schon sehen." Jetzt bin ich so alt und ich habe nichts gesehen.
Berlin. Tauroggener Straße 1993. Sie galt einmal als die kleine Wilmersdorfer Straße. Die Wilmersdorfer kreuzt die Kant-Straße. In ihr kann man Einkaufen gehen. Die Tauroggener liegt Nähe Mierendorff-Platz und Schloss Charlottenburg, wurde früher von einigen Elektrischen befahren. Das ist alles längst vorbei. Den Charakter einer ehemaligen Einkaufsstraße kann man nur noch erahnen.
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Jetzt wiedererschienen, eine Aufnahme vom 2. April 1960 in New York, genauer in dem legendären Studio Rob van Gelders: Red Alone. Der Pianist Red Garland allein am Klavier mit acht Balladen. Von “When your lover has gone” bis “When I fall in love”.
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Im Untertitel als mandolinische Huldigung an Erik Satie bezeichnet, ist dies wohl die kurioseste Platte, die mir dieses Jahr zwischen die Hände und die Ohren gekommen ist. Ein Mandolinen-Quartett spielt Musik von Erik Satie, natürlich alles Bearbeitungen, denn bisher sind Werke für Mandoline des Franzosen nicht bekannt geworden. Aber was heißt das schon?
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Beim schlendernden Zwischen-Heimweg vom Jazzweekend um die Ecke des Leeren Beutels geschaut. Da gibt es ein Haus, welches offenbar komplett entkernt worden ist. Die Fassage mit ihren teilweise neo-gotischen Bögen steht noch da. Die Gegend um die Ostengasse ist mittlerweile ein komisches Pflaster. Geschäfte öffnen und schließen in lockerer Weise. Regensburg schönste bewohnbare Ruinen scheint es auch hier zu geben (Gegend Heilig-Geist-Gasse). So könnte Regensburg tatsächlich einmal ausgesehen haben.
Gegenüber des entkernten Hauses ein anderes etwas heruntergekommenes (Hallergasse). Das Fassadengrau plus die Metalltüre in pastellisierten Farben.

Per Google-Suche selbstredend. Das wusste ich selbst nicht mehr, dass ich seit 1996 im Internet bin. Damals auf t-online-home gestrickt unter dem Titel Huflaikhans Heimat (siehe Logo, welches ich brav archiviert habe), alles für kleinere Bildschirme und NetscapeGold (oder wie das damals hieß). Von der damaligen Seite habe ich keine Schau mehr (die alten Grafiken eben). Aber ein erster Eintrag in das Gästebuch damals zeigt, dass da etwas war. Der Nachweis der Abwesenheit, könnte man sagen.
Persönliche Notiz: Zum ersten Mal hörte ich diese CD nach einer gelageähnlichen Besprechung mit Freunden. Spät abends dann zuhause legte ich mich ins Gästebett, weil mein Bett dem Gast überlassen wurde. Das Zimmer ziemlich dunkel, ziemlich stille und dann spielte die CD. Vom ersten Ton an war ich irritiert und schwer begeistert. Die Musik hat das Zimmer in dunkelsten Farbtönen erhellt. Eher ein Schimmer von Licht, aber gewaltig. Das ist Ergriffenheit. Ende der Notiz
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Unter der Steinernen Brücke, die aus irgendeinem Grund sogar als eines der Weltwunder der Neuzeit gilt, fließt die Donau entlang. Blau ist sie nicht. Samstag, am frühen Abend fotografiert. Nach einem kleinen Regenguss sieht die Stadt viel sauberer aus. Vor allem die Luft wird klarer. Das Foto macht leider nicht deutlich die Stimmung der Situation. Denn die Spiegelungen des Wassers im Bogen erzeugten ein fast meditatives Flirren.
Es scheint zu sein wie bei den Schwimmern die Disziplin Delphin. Die Hände müssen jedes Rädchen am Rande erreichen und den gewünschten Klang zu stimulieren. Hier Tadeusz Sudnik bei der Probe zu seinem Aufritt mit DIGIVOOCO bei taktlos 60 - Jazz, zwischen Chaos und Charisma. Ausschnitte aus dem Auftritt von DIGIVOOCO kann man da auch hören (als Real-Audio). Was der Technische Überwachungsverein zu dieser Kabelitis wohl gesagt hätte? Zu bedauern ist, dass ich leider die rechte Hand von Tadeusz Sudnik nicht mehr…
Haben sie schon einmal versucht, Musik von Helmut Lachenmann aus dem Internet zu laden? Internet haben sie nicht? Sie Glücklicher. Andernfalls: Probieren sie mal. Dal niente, al niente, sag ich nur, Null Komma nufftig. Dagegen findet man immerhin einiges von Iannis Xenakis oder John Cage. Ist eigentlich nicht so schlimm, weil die Sache mit dem Internet ist in der Regel sowieso verboten. Verbieten macht eben mehr Spaß als zulassen und ist auch spannender. Da haben die deutschen Phonoverbände jetzt die ersten drei Prozesse durchgefochten, von wegen unerlaubten Angeboten im Internet.
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