Werkstatistik des Bühnenvereins für die Spielzeit 2002/03

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Zauberflöte nach wie vor topp. Warum eigentlich? Der Bühnenverein hat mal wieder zusammen getragen zusammengetragen, was sich an deutschen Bühnen so tut, respektive tat. Außer der Nebensächlichkeit, dass es sich in der Regel um Werke längst Verstorbener handelt (im Gegensatz zu den Theaterstücken), fällt vor allem auch der beklagte Rückgang an Ur- und Erstaufführungen von 16,2 auf 13,93 Prozent auf. Hier die leicht auf Musiktheater gekürzte Meldung:
Im Musiktheater standen mit Mozarts “Zauberflöte” (38 Inszenierungen), Humperdincks “Hänsel und Gretel” (23) und Bizets “Carmen” (21) erneut Werke des klassischen Repertoires an der Spitze der meist gespielten Opern, die seit vielen Jahren zu den Publikumslieblingen gehören. Die “Zauberflöte” hatte mit über 262.000 Zuschauern auch die höchsten Besucherzahlen.

Nach steigender Tendenz in den letzten Jahren ist in der Spielzeit 2002/03 die Zahl der Ur- und Erstaufführungen sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater etwas gesunken. Der Anteil der Ur- und Erstaufführungen am Spielplan betrug 13,93 Prozent, im Vorjahr waren es 16,2 Prozent. Zu den bemerkenswerten Uraufführungen der Saison 2002/03 zählen Elfriede Jelineks “Prinzessinnendramen” (Koproduktion steirischer herbst/Schauspiel Hannover), Roland Schimmelpfennigs “Vorher/Nachher” (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) und Fritz Katers “zeit zu lieben zeit zu sterben” (Thalia Theater Hamburg). An Opern-Uraufführungen sind Manos Tsangaris’ “Orfeo” am Stadttheater Bielefeld und Klaus Langs “Die Perser” am Theater Aachen erwähnenswerte Beispiele für die Leistungskraft der Stadttheater.
Köln, den 1. Juli 2004

Anhang
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Musiktheaterwerke mit den höchsten Aufführungszahlen sowie Angabe der Inszenierungs- und Besucherzahlen für Deutschland

Werk (Komponist): Inszenierungen / Aufführungen / Besucher
 1. Die Zauberflöte (Mozart): 38 / 381 / 262614
 2. Hänsel und Gretel (Humperdinck): 23 / 214 / 137456
 3. Carmen (Bizet): 21 / 240 / 206529
 4. La Boheme (Puccini): 20 / 161 / 116725
 5. Der Barbier von Sevilla (Rossini): 19 / 190 / 115545
 6. Così fan tutte (Mozart): 19 / 174 / 87574
 7. Die Entführung aus dem Serail (Mozart): 18 / 202 / 142131
 8. Die Hochzeit des Figaro (Mozart): 17 / 147 / 98390
 9. Madame Butterfly (Puccini): 16 / 172 / 115671
10. Don Giovanni (Mozart): 16 / 140 / 131415

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Kontakt:
Vera Scory
Deutscher Bühnenverein
Bundesverband Deutscher Theater
St.-Apern-Straße 17-21
D-50667 Köln
http://www.buehnenverein.de
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Kalenderblatt Juli 2004

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Schon eher, aber anders, eine Hommage á Rothko. Dafür jedoch zu zuckrig, zu direkt. Muss etwa von 1999 stammen, zu der aktuellen Zeit in etwa, wahrscheinlich etwas später. Eigenartiger Tuschekasten, den sich das Licht da ausgedacht hat.

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rock’n’popmuseum wird demnächst eröffnet

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Genauer gesagt am 21. Juli 2004 und zwar in Gronau, der Stadt des linden Bergs. Und das Museum hat natürlich eine Philosophie, weil, die braucht man heute: Das Museum ist kein Ort, der allein Devotionalien präsentiert. Im Zentrum steht die Musik. Die Ausstellung verknüpft Erlebnis mit Information, sinnliche Erfahrung mit Interaktion: Klangkorridore und mediale Installationen machen Sound erlebbar. Tondokumente herausragender Musiker versetzen den Besucher in ehemalige Konzertstätten. Stars werden hautnah projiziert - und ihre Erinnerungsstücke werden lebendig. Die Entwicklung des Sounds wird…

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Fieser Witz bei mieser Fitz – Tollwutwarnung etc.

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Electric Ladyland vs. Electric Ladyband als Eclectic Babyhand [bei Quirinius] Voll Wut gegen Tollwut - grau ist alle Theorie, die Maus, man sieht sie nie, da hilft nur: Spritze in das Knie [bei Semmel] Höflich wie so häufig, der Haltungsturner. Furchtbare Farben: Gelber Schlauch, schwarzer Krater, Maden [bei Brain farts] Langweilig: Popelpreise bei angeblichem Preisbloggen von „Die ZEIT”, “blogg.de” und "ro wollt” ihr denn hin. Langsam wird Zeit, dass ich selbst einen Preis ausschreibe. Und als Preis werde ich die CD-Kollektion des…

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Terterian

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Manchmal findet sich im Netz doch noch etwas: Die Musik von Avet Terterian, seine Symphonien, sind praktisch komplett herunterladbar. Hier nämlich. Die Nutzungsvereinbarung ist zwar etwas merkwürdig:
Nutzungsvereinbarung:
Das gesamte Material (MP3-Dateien), die auf dieser Seite vorgestellt werden, ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt, zum Zweck des Kennenlernens und des Vertrautwerdens mit dieser Musik. Alle Rechte an der Musik liegen bei den Eigentümern. Wenn Ihnen eine der Kompositionen gefällt, sollten Sie eine CD oder eine Bandaufnahme kaufen.
Dieses Material ist nur zum Einhören bestimmt. Wenn Sie diese Dateien speichern und keine CD oder kein Band erwerben, verletzen Sie die Rechte des Intellektuellen Eigentums. Die Rechte an der Musik liegen bei den Eigentümern.
Um den kommerziellen Gebrauch dieser Dateien zu verhindern, wurden kurze Störungen in die Dateien eingebunden oder kurze Schnitte durchgeführt.
Wenn Sie mit diesen Nutzungsvereinbarungen einverstanden sind, klicken Sie auf “Ich akzeptiere diese Vereinbarung” und genießen Sie die Musik.

Aber immerhin und außerdem: Diese Beschränkungen habe ich noch gar nicht wahrgenommen. Dieses Beispiel zeigt nur wieder an, was man mit Musik im Netz machen könnte, wenn man mal den ganzen Lizenzkuddelmuddel außen vor ließe. Ich habe sofort das Netz abgegrast, um zu sehen, wo man sich entsprechende CDs besorgen könnte. Die Musik selbst, zumindest das, was ich bisher vorgehört habe, ist sehr eigenartig, manchmal wirkt sie atavistisch oder wie rhythmisch, repetetiv untermauerter Varese (dritter Satz der dritten Symphonie). Die siebte Symphonie (etwa 30 Minuten) fängt ganz leer und wuselig zugleich an, zwischendrin dann heftige Schläge, wohl auf die große Trommel; beängstigend – traumatisch – mit einem gewissen Drang zu einer Überwältigungsästhetik, schreckhaft und das alles in einem eigenartigen Tempo: als ob eine Schnecke mit Warp 9 kröche.
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Ausgeträumt

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Aus diesem Grund (also aus keinem) ein weiterer Mitschnitt der Steinkirchener Orgel von Arp-Schnitger. Eine Ciacona in e von Dietrich Buxtehude (1637-1707). Große Musik (4.4 MB bei 5:44 Minuten). Die kann es locker mit dem Pachelbelschen Kanon aufnehmen. Sie hat den ungemeinen Vorteil, nicht so bekannt zu sein, dafür aber herzzerreissender und trotziger.

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Der Untergang des Imperiums.

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Der Untergang des Imperiums. So ein Dorf ist schon ein eigenartiger Organismus. Das jedenfalls meinte Jonas und er mußte es wissen. Er erzählte mir einmal von dem Bäcker unten im Dorfe. Ich kannte den Laden auch. Noch heute steht er dort mit dem Schild „Razumowsky“, gelb auf schwarz, tschibofarben. Dann vor vier Monaten gingen die Rolläden nicht mehr hoch. Zuerst dachte man wohl noch an Urlaub.

Man kennt es aus anderen Dörfern. Noch vor 70 Jahren besaßen sie einen Supermarkt, einen dezentralisierten nämlich. Bäcker, Fleischer, Colonialwaren, Kiosk, Kneipen, Brauerei, Obst und Gemüse, Blumen, Haushaltswaren und Süßigkeiten, und Tante-Emma-Läden. Man schlich durch das Dorf. An jeder Ecke bekam man Neuigkeiten erzählt. Kontakte, gewünschte wie unerwünschte, sie waren wie natürlich. Jonas sagte: „Obwohl alles weiter auseinander war, waren die Menschen sich näher.“ Er vergaß aber nicht zu sagen: „Auch der soziale Ausschluß von einzelnen konnte hermetischer sein. Freundlichkeit und Feindlichkeit lagen nur eine Straßenseite weit auseinander.“

Das alles hat sich tiefgreifend geändert. Der Supermarkt ist jetzt ein einziger fremder Klotz im Dorfe. Nicht, daß man ihm auswiche. Nicht, daß man ihn haßte. Wenn es ihn nicht mehr gibt, hier, dann ist’s aus. Der Supermarkt wird natürlich geleitet von einem Dörfling. Ein sehr freundlicher Herr, kulant zudem. Er muß es sein. Sein Monopol im Dorf muß sich durchs Dorf vergewissern. Das hält ihn nicht davon ab, auch auf Bedürfnisse einzugehen, die ohnehin befriedigt werden.

Und damit kommen wir zu unserem Bäcker zurück. Er war nicht der einzige. Ein anderer, „Boretz“ sein Name, backt noch heute. Aber, der „Razumowsky“ hatte außerdem noch ein Café. Jonas erzählte mir einmal, wie es war als er hierher zog. Er bekam eine Wohnung angeboten für sich und seinen Freund. Eisiger Winter herrschte und er war mit dem Moped unterwegs. Sein Freund nutzte die Busverbindung. Ja, also die Wohnung hat nicht gefallen. Doch es gab noch Grund sich mit dem Freund zu unterhalten. Was war da nicht schöner, als sich in ein warmes Café zu setzen, einen Kuchen zu futtern und etwas Heißes zu schlürfen. Angenehm, sehr angenehm. Jonas gab zu, daß er nie wieder das Café besuchte, seit er hier wohnt. Doch denke man auch einmal an die warmen Sonntage im August. Wo bekommt man wohl den Kuchen her: Razumowsky. Es war ein großer Laden wegen des Cafés.
Allerdings machten beide Bäcker einen Fehler. Montags waren sie geschlossen. Der Samstag erforderte also großes Fingerspitzengefühl, wollte man auch am Montag noch Brot haben.

Nun kam der Supermarkt ins Spiel. Plötzlich renovierte er. Viele Spiegel. Das Obst- und Gemüseangebot verdoppelte sich quasi über Nacht. Und, was soll ich sagen: Ein neuer Bäcker war plötzlich mit von der Partie. Ja, nun können sie sich vorstellen, daß dieser Bäcker, reichlich Zuspruch fand. Sicherlich nicht bei den Razumowskys und Boretz’.

Der edle Razumowsky hat bestimmt noch ein Jahr lang oder zwei Paroli bieten können. Aber selbst die treuesten Kunden wandten sich ab. „Der kürzere Weg war ihnen der bessere,“ meinte Jonas. „Und daher wird aus Bequemlichkeit Gewohnheit. Schließlich Konformität.“
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Zwischendurch: Hommage a Mark Rothko

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Zerfall bei Leipzig

Als meine Lomo noch funktionierte. Aus dem Zug fotografiert, bei Leipzig, auf der Rückfahrt von Berlin nach Regensburg. Das Wetter ist trübe, die Gegend öde und zerfallen.

Heute dann auf ARTE einen Bericht über Mark Rothko gesehen. Ach, wenn man doch noch einmal so einen kompletten Rothko sehen könnte, in Houston oder London. In Berlins Nationalgalerie stand ich auch schon mal vor einem seiner Bilder, mindestens eine Weile. Faszinierend. Die unscharfen Kanten.

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Freie Noten …

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 So ganz weiß ich noch nicht, in welchem Format man das am datengünstigsten ausliefern kann. Das will noch getestet sein.

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