Kein Wort zum Film, der die Gemüter erhitzt …

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... denn er ist es nicht wert. Keine Namen, kein Titel, keine Analyse angeblicher Authentizität von Zeitlupeneffekten. Film ist Film, Oper ist Oper. Langweilig. Dagegen einmal wieder in eine Bach-Kantate hineingehört und folgenden Text gefunden “Ich hatte viel Bekümmernis” BWV 21. Tenor Was helfen uns die schweren Sorgen, Was hilft uns unser Weh und Ach! Was hilft es, dass wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. Etwas später folgt eine Tenorarie, die…

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Ach, schlage doch bald …

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Wieder so eine unglaubliche Kantate: Christus, der ist mein Leben (BWV 95). Man darf die Musik nur nicht zu leise hören. Ach, schlage doch bald, selge Stunde. Den allerletzten Glockenschlag! Komm, komm, ich reiche dir die Hände, Komm, mache meiner Not ein Ende, Du längst erseufzter Sterbenstag. Die Musik dazu ist anders, als ich es erwarten würde. Eine Art Serenadenton, hervorgerufen durch das Pizzicato der Streicher und die beiden sich umschmeichelnd musizierenden Oboi d'amore - die sich melodisch umranken wie bei einm…

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MasterCard: Terror 2004

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Heute im Briefkasten, eine Änderung der Versicherungsinhalte für die Verkehrsmittel-Unfall-Versicherung. Ich wusste gar nicht, dass ich sowas hatte. Bekommt man wohl mit der Karte dazu. Nun ändert man §2 ab, die Versicherung “fordert fordert für die Zukunft einen Terrorausschluss für ABC-Waffen.” So einfach ist das: In Abänderung von §2 sind jegliche Schäden oder Kosten bei einem Unfall als Fluggast, die direkt oder indirekt verursacht werden durch terroristische Handlungen, die das Benutzen von nuklearen, chemischen oder biologischen Massenvernichtungswaffen mit sich bringen, wie auch…

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Aus für die Berliner Symphoniker – Demokratischer Sozialismus

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Wer in die Verantwortung tritt, läuft auf einem Scherbenmeer. Das KIZ berichtet über das „Aus für die Berliner Symphoniker”. Rot, röter am rötesten: Das sympathische Berliner Orchester mit seinen Initiativen im Bereich der Jugendbildung ist anscheinend überflüssig. Egal auch, dass es durch “Lohnverzicht” anderer Berliner Orchester (ein bisher einmaliger Vorgang) nicht gerettet werden konnte. Die 1,2 Millionen reichten vorn und hinten nicht. Berlin hätte weitere 2 Millionen hineinbuttern müssen. Angesichts der desolaten Finanzlage der Stadt und des Staates eine nicht überwindbare Hürde?…

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Wand – seriell

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Eins bisschen wie eine Partitur elektronischer Musik, ein bisschen leer, ein bisschen ungenau, ein bisschen strukturell, ein bisschen minimal-art am Bau, ein bisschen hoffnungslos, ein bisschen viel für wenig. Ort: Ein bisschen München (2000).

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Update: Phonoverbände gegen GEMA-Vorstand

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Update: Jetzt, da ich es nochmals lese. Raffiniert schon der Titel der Pressemeldung. Denn die Phonoverbände gehen nicht gegen die GEMA an, sondern gegen den GEMA-Vorstand, also eigentlich Reinhold Kreile selbst. Dieser nehme gewissermaßen die Aufgaben für diejenigen, die er vertritt nicht auf eine Weise wahr, dass denen gedient sei. Das ist ein Vorwurf, den ich einmal gegen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Becker geltend gemacht habe. Damals hatte Becker ein gleiches Vorgehen gegen Musikdiebstahl im Netz wie gegen nazistische Propaganda oder sexuellem Missbrauch bei Kindern gefordert. Access-Provider sollten deshalb bei Ermittlungen mitwirken und die notwendigen Daten herausrücken. In diesem Punkte denken – auch ohne den Vergleich – die Phonoverbände sicher ähnlich. Beiden entgehen dadurch Einnahmen. In diesem Moment sind die Parteien sogar bereit, eng zusammen zu arbeiten. Die Freundschaft hört dann auf, wenn jede Partei ihre alleinigen Interessen verfolgt. Urheberabgaben sind nämlich auch für die Phonoverbände nicht so toll. Und das wirft die GEMA (als Vertreter der Komponisten, Textdichter und Verleger) den Phonoverbänden wieder vor. Wenn man in die Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaft schaut, finden sich dazu dann ähnliche Streitpunkte zwischen den Verlegern und den Autoren. Das ist ja auch nicht immer eitel Sonnenschein, im Gegenteil.

Das Dilemma besteht darin, dass sich alle Gruppe mit unterschiedlicher Macht ausgestattet wissen. Wir wissen, dass solche asymmetrischen Verhältnisse nur unter guten Kommunikationsbedingungen keine Probleme aufwerfen. Dann, wenn das beste Argument gefunden ist und nicht das machtvollste. Das ist die eine Seite.

Die andere spiegelt sich in der öffentlichen Diskussion wieder, wenn zum Beispiel bei Heise über Aushebelung von porfessionellen Raubkopieren berichtet wird. Neben so absurden Vorwürfen, man solle sich doch besser um Kinderschänder kümmern (Jürgen Becker lässt unglücklicherweise grüßen) oder dem Hinweis, dass es nicht Raubkopien im Sinne des Gesetzes heißen dürfe, werden bürgerrechtliche Freiheiten und Ermittlungsmaßnahmen gerade so zusammen geworfen, als ob man längst in einem Polizeistaat lebe. Die Angst vor der Einschränkung von Bürgerrechten ist ja nicht unbegründet (siehe EU-Direktive), andererseits wird es dann absurd, wenn man Tonträgerherstellern am Ende vorwirft, dass sie mit ihren Produkten Geld verdienen wollen und dass dies manche Autoren wünschen. Dieser Teil der Wirtschaft hat nicht viel mit Musik im emphatischen Sinn zu tun. Frau Catterfeld, Frau Jones, Herr Raab, weißdergeierwer … sind tönend bewegte Form wie Geräusche einer Autobahn.

Was mich dann immer wieder enttäuscht, ist, dass es jenseits von GEMA, Phonoverbänden etc. selbstverständlich auch andere Wege gibt. Und es gibt auch einige Menschen, die diesen Weg einschlagen. Nur offenbar nicht jene, die so laut schreien. Die Geschichte ist Geschichte, sie lässt sich nicht mehr so einfach verändern. Wer Musik kaufen will, soll sie kaufen; wer sie nicht kaufen will, soll es bleiben lassen. Gewiss, es ist nicht die beste Alternative, aber leider hat sich die Musikkultur aber auch die Gesellschaft als solche in diese Richtung bewegt.

Zur tönenden Autobahn zurück. Das Problem steckt ja nicht in der tönend bewegten Form. Es steckt in der Ausübung von Macht, auch sprachlicher Macht und in dem Umstand, dass die Gesellschaft immer mehr zu Form einer lebenslangen Isolationshaft sich entwickelt. Diese Entwicklung ist nicht total. Weil und solange sie das nicht ist, sollte man diese Freiräume nutzen. Die Pholist ist so ein Ort; ich kann es nicht häufig genug wiederholen. Die Themen sind aktuell und schwierig und die Meinungen differieren, aber die Atmosphäre ist in der Regel konstruktiv. Bei den Organisatoren von Creative Commons sieht es ähnlich aus.

Im deutschen Diskurs um GEMA, Tonträgerherstellern scheint mir momentan alles ziemlich zerstört. Kaum einer scheint da noch glaubwürdig, niemand rückt mit seinen Interessen und Zielen wirklich raus. Auf der Oberfläche sucht man Einigung, während im Hintergrund die Rechtsanwälte Schreiben für Schreiben aufsetzen. Naja, das zu beobachten ist journalistisch reizvoll, aber diese Fährte führt fast immer nur zu neuen Fragen und Problemen, statt zu neuen Lösungen.
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Phonoverbände: GEMA-Vorstand gefährdet Musikgeschäft der Zukunft

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Jetzt geht der Ärger richtig los. Nachdem schon der Tarifstreit zwischen den Phonoverbänden und der GEMA wegen der Lizenzgebühren für großen Aufruhr gesorgt hat (die nmz berichtete), kracht es jetzt wegen des Lizenzstreites bei der neuen Online-Download-Plattform Phonoline richtig. Der „Offene Brief“ des GEMA-Vorstandsvorsitzenden Kreile an den Bundeskanzler brachte das Fass zum Überlaufen. Die Phonoverbände sagen daraufhin die Einberufung eines „Runden Tisches“ mit Vertretern der Musikverleger, der GEMA und der Phonoverbände ab: „Der Vorstand der Phonoverbände hat vor allem das Vertrauen darin verloren, dass der GEMA-Vorstand noch die Interessen aller seiner Mitglieder vertritt,“ heißt es dazu in der Pressemeldung der Phonoverbände. Die Pressemeldung im Wortlaut:

“Offener Brief” des GEMA-Vorstandes an den Bundeskanzler torpediert PhonoLine

Eine Eskalation in der Auseinandersetzung zwischen den Verbänden der Musikindustrie und der GEMA war Anfang der Woche ein “Offener Brief” der GEMA an den Bundeskanzler. Die GEMA erweckt darin den falschen Eindruck, dass PhonoLine nicht ordnungsgemäß lizenziert sei.

Hintergrund sind Auseinandersetzungen über die Tarifansprüche der GEMA. Deren völlig überzogene Forderungen, insbesondere für den “New Media”-Bereich (Music-on-Demand, Ruftonmelodien), gefährden nachhaltig das Musikgeschäft der Zukunft. Doch nicht nur die Höhe der geforderten Lizenzen ist hierfür ein großes Problem: In Abkehr von bewährten Strukturen will die GEMA von jedem Internet-Händler separate Vergütungen einfordern, statt – wie bisher auch – die Lizenzen mit den verantwortlichen Musikfirmen als Eigentümer des Repertoires zu klären. Außerdem sollen die Rechte nicht mehr nur allein mit der GEMA auszuhandeln sein. Einheitliche Verwertungen werden vielmehr künstlich aufgespalten, um zusätzliche Vergütungen zu sichern. Das Musikgeschäft der Zukunft würde dadurch zu einem teuren, administrativ aufwändigen und unflexiblen Marathon. Mit solchen Fesseln kann ein neuer Verwertungsbereich nicht vernünftig entwickelt werden.

Nachdem die Tarifverhandlungen gescheitert waren, blieb den Phonoverbänden keine andere Möglichkeit, als das gesetzlich vorgeschriebene Schiedsverfahren einzuleiten. Da dieses Verfahren sich über mehrere Jahre erstrecken kann, hatte der Vorsitzende der Phonoverbände, Gerd Gebhardt, Vertreter der GEMA, der Musikverleger und der Tonträgerhersteller für den kommenden Montag zu einem “Runden Tisch” eingeladen, um das wechselseitige Verständnis der Probleme zu verbessern. Nach den beispiellosen Vorgängen um den “Offenen Brief” sah sich der Vorstand der Phonoverbände gezwungen, den Termin abzusagen.

Mit dem “Offenen Brief” an den Bundeskanzler zum Start der Downloadplattform PhonoLine hat der Vorstand der GEMA das wohl wichtigste Projekt der Musikwirtschaft zur Öffnung des legalen Download-Marktes zu torpedieren versucht. Die Mitglieder der Phonoverbände haben kein Verständnis dafür, dass Investitionen in die Zukunft des Musikmarktes, die insbesondere auch Textdichtern, Komponisten und Verlagen zugute kommen, durch öffentliche Störmaßnahmen nachhaltig gefährdet werden. Die Absage des “Runden Tisches” war unvermeidbar: In der vorgesehenen Runde ist das Treffen nach den Ereignissen dieser Woche zu belastet. Der Vorstand der Phonoverbände hat vor allem das Vertrauen darin verloren, dass der GEMA-Vorstand noch die Interessen aller seiner Mitglieder vertritt.

Für Rückfragen: Dr. Hartmut Spiesecke, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, spiesecke@phono.de

© Deutsche Landesgruppe der IFPI e.V. / Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft e.V.

Oranienburger Str. 67/68 . 10117 Berlin. http://www.ifpi.de
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2004 – Norah Jones: Sunrise

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Das Stück ist ja nun wirklich nett. Das Oooo Ooooo Ooooo ist wirklich nett gesetzt. Doch irgendwas ist beunruhigend an dieser Gesellschaft im Video. Die Teletubbie-Sonne, diese undurchsichtige Gemütlichkeit, die Leichtigkeit des Tages. Es ist alles so unböse, dass ein unglaubwürdige Szenerie entsteht. Tanzendes im Teich, mit Birnchen behangene Instrumente - und diese absurde Babyface-Sonne. Der Titel legt die Fährte ohnehin falsch. Sunrise und surprise. And now the night Will throw its cover down on me again And if I'm right It's…

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Frau Catterfeld philosophiert

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... oder besser, lässt philosophieren. Da hat die Dame einen Titel in den Charts, schaut einen unglücklich-lasziv aus dem Video an. Das Erfurt-Gefühl bahnt sich Bruch. Und im Refrain heißt es dann, mir unverständlich: Du hast mein Herz gebrochen, als du bei ihr warst. Aus Tagen wurden Wochen oder auch ein Jahr. Okay, Herzbruch, weil der Macker sich woanders rumtreibt. Aber bitte. Aus Tagen wurden Wochen oder auch ein Jahr? Etwas vergesslich, was? Ab 14 Tagen werden es tatsächlich mehrere Wochen -…

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GEMA-Ansage an Phonoline

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Phonoline soll zur CeBit starten mit höflichem Kanzlergruß. Prima. Das soll anscheinend auch GEMA-Vorstand Kreile gesagt haben. Unglücklich aber ist er darüber, dass die Lizenzfrage für Phonoline noch nicht geklärt sei. Und er verbindet dieses Problem mit der Aufforderung an den Bundeskanzler, doch bitte auf den Wert geistigen Eigentums hinzuweisen. Warten wir es ab, warten wir ab, was der Kanzler von geistigem Eigentum so hält. Vorschlag: Vielleicht sollte Phonoline zunächst einfachheitshalber den sogenannten Klassikmarkt abfischen. Beethoven, Schubert, Bach und Mahler ..., dann…

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