Fussball und Kultur II

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Man wundert sich vielleicht manchmal, an welchen Stellen Fussball selbst im kulturpolitischen Bereich plötzlich und unerwartet auftaucht. Zu drastischen Mitteln greift beispielsweise die Filmindustrie.

Der Grenzbereich zwischen lustig und dämlich, zwischen ärgerlich und kreativ ist hier durchaus mehr als fließend. Freunde des absurden Films haben daran bestimmt ihren Spaß. Der Blick zurück zeigt ein bisschen, wie man auf der Klaviatur der Emotion zu spielen versteht, bzw. natürlich mit den gewohnten Mitteln etwas Ungewohntes zu sagen beabsichtigt.
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Fussball und Kultur

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Es gibt ja in großer Anzahl: Fussball-Hater unter den Musikern und wie mir scheint vor allem Komponisten. Die tun betreten dreinschauen, wenn sie in der Timeline von Facebook mit mehr oder minder patriotischem Zeug zum Spiel – oder auch zur Theorie oder Praxis des Spiel konfrontiert werden.

Natürlich muss niemand Fussball (Eggert) mögen, es muss ja auch nicht jeder Musik jeder Art mögen. Man kann ja auch Basketball (Feldman) mögen oder Tennis (Schönberg) oder Schwimmen (Nono), Skispringen (Pärt), Bosseln (Mahnkopf), rhythmische Sportgymnastik (Ferneyough), Radeln (Holliger), Tonschraubenschießen (Richard Strauss). (mehr …)

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Kultur und Verwaltung – Nach Adorno

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„Je mehr für die Kultur geschieht, desto schlechter für sie, formulierte Eduard Steuermann. Diese Paradoxie wäre zu entfalten: daß sie Schaden nehme, wenn sie geplant und verwaltet wird; daß aber, wenn sie sich selbst überlassen bleibt, alles Kulturelle nicht nur die Möglichkeit der Wirkung, sondern die Existenz zu verlieren droht.“ Ist schon interessant, dass Adorno hier seinen Steuermann zitiert. Aber die Paradoxie, die in Steuermanns Formulierung steckt, lebt ungemindert fort. Das wäre allerdings auch erst einmal zu begreifen, statt einfach das Problem…

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Gesellschaftslärm – die dauercholerische Gesellschaft

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Zum soeben gesagten muss man das folgende ergänzen: Es heißt ja, eine der wichtigstens Währungen gesellschaftlicher Art sei die der Aufmerksamkeit. Nur wer Aufmerksamkeit erhascht, wird bemerkt und wahrgenommen. Nicht so unwahr das Ganze. Doch hat es seine ganz präzise Grenze. Wo alles schon überlaut ist und überhell, hört man nichts mehr besser, sondern erzeugt man nur Stress. Das ist die Erfahrung der Lehrer, die in einer lauten Schulklasse anfangen herumzubrüllen. Sinnlos. Doch noch haben wir gesellschaftlich nicht die Presslufthammerlautstärke erreicht. Sind…

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Angehäufter Haufen

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Ich habe mal eher zufällig wieder ein Buch von Buch Michel Foucault zur Hand genommen. Es stand mir direkt vor den Augen und hatte den Titel: Ästhetik der Existenz. Da habe ich nicht weiter drin gelesen, weil es komplizierter oder langweiliger oder ichweißnichtwas schien als manches andere Buch vom gleichen Autor. Doch man kann den Versuch immer wieder machen. Irgendeinen Nutzen kann man noch aus allem ziehen. Und so war es auch. Ich schaute hier und schaute da. Aber an irgendeiner Stelle…

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Stadtschmuck der Stadt Halle

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Die Toten kann man nicht mehr wecken. Neulich fuhr ich wieder durch die Republik mit dem Zug. In Halle machte der Station. Ein bisschen weiter in der Stadt dann eine Unterführung, buntest bemalt mit dem Hinweis, dass es sich hier um eine Christoph-Maria-Händel-Stadt handle. Und ich Trottel dachte noch, es wäre einfach Halle. Mal im Ernst. Was kann der Händel dafür, dass er mal in Halle hielt. Und was kann Halle dafür? Was kann das heutige Halle dafür? Nichts. Sachsen-Anhalt halt, das…

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Medienkompetenz, die

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Medienkompetenz, die: Kompetenz der Medien, auf Medien einzuwirken. Die Medien fühlen sich zuständig für den Menschen. Medien brauchen Kompetenz, nicht Menschen, wie vielfach angenommen wird. Überhaupt wird die Bedeutung der Kompetenz überbewertet. Ich bin kompetent in Kloreinigung und Rülpsen. Mein Nachbar kennt sich gut aus mit Autos. Ich habe früher nur Quartett gespielt und hatte Matchboxautos. Ich wusste, was es gab. Kompetenz im Umgang mit Computern fordern immer wieder mal ziemlich viele. Man werde abgehängt, wenn man sich nicht früh genug daran…

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Max und Peter :: Bewusstseinserheiternde Drogen

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Diskussionen, die ins Nichts führen, weil sie zu nichts führen - Provokationen alter Männer unter Zuhilfenahme von hilflosen Hilfspsychosophen - Moral von der Geschicht: Mit logischer Gedankenführung kommt man weiter nicht - Wertehuberei ist stärker als Geist - Ich beantrage hilfsweise: Man sende etwas heiligen Geist oder nötigenfalls bewusstseinserheiternde Drogen - wenns ganz dicke kommt, Wasser aus Lourdes (geweiht noch besser). Heute auf Facebook eine Art Denial-of-Thinking-Attac (DoTA) anläßlich einer Diskussion um das Strafrecht in Russland erlebt. Gelernt, man kann sich vor…

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Die Rede ins Leere

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Langsam wird mir immer klarer, dass die ganze Medientheorie gar nicht weitergekommen ist. Es ist nichts passiert. Die alte Rede des Übergangs der Medien von einem Distributions- zu einem Kommunikationsapparat ist rein ein technischer Prozess gewesen, der allein formal erfolgte. Die Sprache rauscht mehr denn je an den Beteiligten der Medien vorbei. Das Aneinandervorbeireden ist geradezu zum Standard geworden. Verbunden mit der wachsenden Eitelkeit derer, die sich jetzt als Sender verstehen. Rein historisch lässt sich dies am Verlust des Zitats erkennen. Eine…

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Die Rede ins Leere

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Langsam wird mir immer klarer, dass die ganze Medientheorie gar nicht weitergekommen ist. Es ist nichts passiert. Die alte Rede des Übergangs der Medien von einem Distributions- zu einem Kommunikationsapparat ist rein ein technischer Prozess gewesen, der allein formal erfolgte. Die Sprache rauscht mehr denn je an den Beteiligten der Medien vorbei. Das Aneinandervorbeireden ist geradezu zum Standard geworden. Verbunden mit der wachsenden Eitelkeit derer, die sich jetzt als Sender verstehen. Rein historisch lässt sich dies am Verlust des Zitats erkennen. Eine…

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